mini|Unterer und oberer Chehlhof von Rümlang, erwähnt 1621, in Fraumünster Besitz mini|Ehemaliger Kelhof des Klosters Kreuzlingen in Hirschlatt mini|Kehlhof Schwamendingen mini|Kehlhof in Berlingen TG mini|Kehlhof Dübendorf mini|Kehlhof Marthalen Als Kehlhof oder Chehlhof, früher auch Kellhof, Kelhof, Kelnhof, Kellnhof, Kölnhof (von ‚Keller, Vorratsraum‘) wurde in Schwaben und der alemannischen Schweiz ein Gut genannt, der den Mittelpunkt einer grundherrlichen (ursprünglich oft klösterlichen) Wirtschaftseinheit bildete und einem Kell(n)er () zur Bewirtschaftung und Verwaltung zugewiesen war. Verwandte bzw. gleichbedeutende Begriffe sind Dinghof, Fronhof und Meierhof.
Heute tragen neben Wohngebäuden, Bauern- und Gasthöfen auch Orte, Weiler oder Ortsteile, die sich um einen früheren Kehlhof gebildet haben, den Namen Kehlhof. Kehlhof und Kehlhofer erscheinen auch als Familiennamen.
Klösterliche Hofgüter in Deutschland Kellerhof Birkingen, Damenstift Säckingen Kelnhof Bohlingen, 773 Kloster St. Gallen Kelnhof Bräunlingen, 799 Kloster Reichenau Kehlhof Bruckberg (Niederbayern), Ortsteil Kelnhof Empfingen, 772 Lorscher Codex, Kloster Reichenau Kelhof Hirschlatt, 15. Jh. Kloster Kreuzlingen Kehlhof Hödingen, Gemeinde Überlingen, 1297 Johanniter/Malteserorden
Klösterliche Hofgüter in Österreich Kehlhof Abtenau, Ortsteil
Klösterliche Hofgüter in der Schweiz Bei zwei Jahreszahlen bedeutet die erste die Ersterwähnung von Klosterbesitz und die zweite die Ersterwähnung eines Kehlhofes als klösterliches Verwaltungszentrum.
Kehlhof Adligenswil, 1291 Kloster Murbach Kehlhof Beggingen, 17. Jh. Kloster Allerheiligen (Schaffhausen) Kehlhof Berlingen TG, 1686 Kloster Reichenau Kehlhof Berg TG, Berga 796 Hochstift Konstanz, Ortsteil Kelnhof Boswil, 9. Jh. Fraumünsterabtei Kelnhof Bütschwil, 885 Kloster St. Gallen Kehlhof Dielsdorf, 861 Kloster St. Gallen Kehlhof Ermatingen, Kloster Reichenau Kehlhof Fällanden, 9. Jh./1250 Fraumünsterabtei Kehlhof Flaach, um 1450 Kloster Rheinau Kehlhof Horn TG, 9. Jh. Kloster St. Gallen Kellerhof Hornussen, Damenstift Säckingen Kelnhof Kempten ZH, 1321 Kloster Einsiedeln Kelnhof Laufen-Uhwiesen, 1155 Hochstift Konstanz Kehlhof Marthalen Kelnhof Oberlunkhofen, Kelleramt, 694 Kloster St. Leodegar im Hof, 758 Kloster Murbach Kelnhof Ossingen, 11. Jh. Kloster Reichenau Kellhof Reiselfingen, 1342, Damenstift SäckingenGeorg Tumbült: Zur Geschichte der ehemals Säckinger Patronatspfarrei Reiselfingen. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Band 72 / NF 33, 1918, S. 116 (). Kelnhof Rohrbach BE, 795 Kloster St. Gallen Chehlhof Rümlang,1291/1621 Fraumünsterabtei Kehlhof Schwamendingen, 929 Grossmünster Kehlhof Stäfa, Hof Urinchova (Ürikon) 965 erwähnt, Kloster Einsiedeln, Ortschaft Kehlhof Turbenthal, Turbatuntale 825 Kloster St. Gallen, Ortschaft
Literatur Badisches Wörterbuch, Band III, S. 108, Artikel Kelhof. Deutsches Rechtswörterbuch, Band VII, Spalten 736–738, Artikel Kel(n)hof (Digitalisat).
Schwäbisches Wörterbuch, Band IV, Spalten 326/327, Artikel Kel(n)hof. Schweizerisches Idiotikon, Band II, Spalten 1027/1028, Artikel Këlhof (Digitalisat). Vorarlbergisches Wörterbuch, Band II, Spalte 55, Artikel Kelnhof.
Einzelnachweise
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