Schtschigry () ist eine Stadt in der Oblast Kursk (Russland) mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Die Stadt liegt etwa 60 km nordöstlich der Oblasthauptstadt Kursk an den Flüsschen Schtschigor (auch Schtschigra) und Lesnaja Plata im Flusssystem des Don.
Schtschigry ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Geschichte miniatur|links|hochkant|Dreifaltigkeitskirche An Stelle der heutigen Stadt existierte im 17. Jahrhundert das Dorf Troizkoje na Schtschigrach, benannt nach der Dreifaltigkeits-Dorfkirche (russisch Troizkaja zerkow, von Troiza) und der regionalen, volkstümlichen Bezeichnung schtschigor für bewaldete Hügelketten.
1779 wurde das Stadtrecht als Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds) unter dem heutigen Namen verliehen.
Haupterwerbszweig der Bevölkerung im 19. Jahrhundert waren Ackerbau und Schweinezucht.
Am 7. April 1923 wurde nahe Schtschigry das erste Eisenerz der Kursker Magnetanomalie entdeckt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Schtschigry am 21. November 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 5. Februar 1943 von Truppen der Woronescher Front der Roten Armee im Rahmen der Schlacht um Charkow zurückerobert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 6.061 1926 4.400 1939 7.639 1959 11.405 1970 17.133 1979 20.572 1989 21.187 2002 19.582 2010 17.040 2021 14.927 Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Stadt besitzt ein Heimatmuseum.
Wirtschaft und Infrastruktur In Schtschigry gibt es ein Werk für geologische Erkundungsausrüstungen (Geomasch), eine Kunststofffabrik (Plastpolimer) sowie Unternehmen der Baumaterialienwirtschaft und der Lebensmittelindustrie.
Die Stadt liegt an der 1894 eröffneten Eisenbahnstrecke Kursk–Woronesch.
Söhne und Töchter der Stadt
Ilja Iwanow (1870–1932), Biologe und Tierzüchter Wiktor Kolesnikow (* 1946), Politiker; Duma-AbgeordneterКолесников Виктор Михайлович, biografija.ru
Einzelnachweise
Weblinks
Schtschigry auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Kursk Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1779