mini|Hans Siegert (1927) Hans Siegert (* 17. Januar 1868 in Hammerunterwiesenthal; † 6. Juni 1941 in Leipzig) war ein deutscher Pädagoge sowie erzgebirgischer Heimatdichter und Volkskundler.
Leben Siegert wurde 1868 im Schulhaus von Hammerunterwiesenthal im oberen Erzgebirge geboren. 1871 wurde sein Vater nach Niska versetzt, wo dieser ein Jahr später starb. Daher zog Hans Siegerts Mutter zu ihren Eltern, den Förstersleuten Teumer, in das Forsthaus des höchstgelegenen sächsischen Dorfs Tellerhäuser im Erzgebirge.
Von 1882 bis 1888 besuchte Siegert das Lehrerseminar in Annaberg und erhielt nach Beendigung seiner Ausbildung eine Anstellung als Hilfslehrer im benachbarten Buchholz. 1891 wurde er als Lehrer nach Leipzig berufen, wo er später auch als Schuldirektor wirkte. 1931 wurde er pensioniert.
Im Laufe seines Lebens verfasste Siegert zahlreichen Gedichte, Erzählungen, Sagen, Lieder, Theaterstücke und einen Roman. Bekannt wurde er insbesondere durch seine volkskundlichen Arbeiten zur Förderung der erzgebirgischen Mundart und durch seine Mitarbeit am Kalender für das Erzgebirge und das übrige Sachsen in den 1930er Jahren.
Von 1914 bis 1928Festschrift zur 50Jahrfeier Erzgebirgszweiverein Leipzig, 1933. war Siegert Vorsitzender des Zweigvereins Leipzig des Erzgebirgsvereins. Ab 1918 gehörte er dem Gesamtvorstand des Erzgebirgsvereins an, und ab 1925 war er Ehrenmitglied des Vereins.
Hans Siegert war verheiratet mit Margarete, geborene Krschenek.
Werke miniatur|Gedenktafel für Hans Siegert am Forsthaus in Tellerhäuser De neie Stross – Schwank in einem Aufzug in erzgebirgischer Mundart, 1904 Erzgebirgs- und Vogtlandssagen, 1912 Lausitzer Sagen, 1912 Staapilzle, 1912 (= Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart, 29. Heft) Sagen des Sachsenlandes, 1914 Aus Heimat und Kindheit, 1914 Preißelbeer`, 1914 (= Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart, 31. Heft) A bieser Traam, 1916 Waldluft, 1921 Liederbuch des Erzgebirgsvereins, 1921 Zwei Wege. Ein Roman aus dem Erzgebirge, Dresden-Wachwitz 1922 Fichtenzweigle, 1922 Staapilzle, 1922 A Ugelückstog, 1923 Johannisblume, 1924 Ernstes und Heiteres aus dem Erzgebirge, Schwarzenberg 1928; 3. Aufl. 1940 Fichtenzweigle, 1930 Wieder derham!, 1931 Erzgebirgs- und Vogtlandssagen, 2. Aufl., Annaberg 1931 Geschichte der Tellerhäuser, 1933 (unveröffentlichtes Manuskript) Andreas-Obnd, 1936 Rund üme Fichtelbarg, Dresden 1937
Lieder Mei Schatzel (auf Liedpostkarte im Kunstverlag Wilhelm Vogel) Blümel un Bachel (auf Liedpostkarte)
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Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Heimatdichtung Kategorie:Volkskundler Kategorie:Person (Oberwiesenthal) Kategorie:Person (Erzgebirgsverein) Kategorie:Schriftsteller (Leipzig) Kategorie:Liedpostkarten Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1868 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann