Das Museum of Broadcast Communications (MBC) in Chicago ist ein Museum für Hörfunk- und Fernsehgeschichte. Bis Oktober 2017 beherbergte es die National Radio Hall of Fame der Vereinigten Staaten.
Das Museum eröffnete 1987 in Chicagos South Loop und befand sich von 1992 bis 2003 im Chicago Cultural Center. Nach der Neueröffnung in Chicago Loop, die ursprünglich für das Jahr 2005 vorgesehen war, steht dem MBC seit 2019 eine Fläche von etwa 1.200 m² zur Verfügung.
Das MBC unterhält ein Archiv mit originalen Aufzeichnungen über historische Ereignisse aus Radio und Fernsehen, bedeutende politische Auseinandersetzungen und Boulevard-Themen. Es bietet außerdem einen weltweiten Überblick über die Geschichte der großen Rundfunksender.Exhibits, Museum of Broadcast Communication
Nach Angaben der Website war das MBC 2003 auf dem vierzehnten Platz der meistbesuchten kulturellen Einrichtungen in Chicago mit über 200.000 Besuchern.
Gründung Das Museum wurde 1982 von dem Chicagoer Journalisten und Rundfunkmoderator Bruce DuMont vorgeschlagen, einem Neffen des DuMont-Television-Network-Gründers Allen B. DuMont. Es wurde im Oktober 1983 als gemeinnützige Organisation eingetragen.
Bis Januar 1986 hatte das geplante Museum vom Chicagoer Radiomoderator Chuck Schaden eine Schenkung von mehr als 42.000 Stunden historischer Hörfunkaufnahmen erhalten. Schaden, zuvor beim Nachrichten- und Wortsender WIND-AM tätig, hatte neun Jahre lang die Sendung Those Were the Days beim Klassiksender WNIB-FM moderiert und produzierte seit Dezember 1985 die Sendung Radio Classics bei WBBM-AM. Die damalige Geschäftsführerin Beverly Kennedy erklärte, das Museum suche noch nach einem Standort und hoffe, innerhalb von 18 Monaten eröffnen zu können. Schadens Sammlung und das museumseigene Hörfunkarchiv sollten in zwei von sechs geplanten „Jahrzehnt-Räumen“ präsentiert werden, die jeweils als Wohnzimmer eines Jahrzehnts von den 1930er- bis zu den 1980er-Jahren eingerichtet und mit zeitgenössischen Radio- und Fernsehgeräten ausgestattet werden sollten. Zum vorgesehenen Programm zählten Aufnahmen von Jack Benny, Edgar Bergen und Charlie McCarthy, The Lone Ranger, Red Skelton und Orson Welles, mit besonderem Augenmerk auf Sendungen mit Ursprung in Illinois sowie auf Persönlichkeiten des mittleren Westens aus Produktion, Regie und Rundfunk. Kennedy zufolge sollte das Museum idealerweise eine Fläche von 20.000 bis 22.000 Quadratfuß erhalten, das Gesamtprojekt werde voraussichtlich einen siebenstelligen Betrag kosten. Vorsitzender des Museumsvorstands war zu diesem Zeitpunkt Arthur C. Nielsen Jr. von der A. C. Nielsen Company, Präsident war Bruce DuMont.
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