Sevelen ist ein Ortsteil der Gemeinde Issum im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen. Bis 1969 war Sevelen eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Geldern.
Geographie Der Ortsteil Sevelen umfasst die südliche Hälfte des Gemeindegebiets von Issum. Neben dem eigentlichen Kernort Sevelen gehören die Ortschaften Großholthuysen, Kleinholthuysen, Oermten, Vorst und Vrasselt zum Ortsteil. Am südöstlichen Rand des Ortsteils liegt der Oermter Berg.
Geschichte Sevelen ist seit etwa 1440 nachweisbar. Der Ortsname erklärt sich aus „Zeve“ = Sand sowie „Laer“ = Bruch und bedeutet „sandiger Bruch“. Sevelen war ursprünglich eine Honschaft der Vogtei Geldern und wurde durch seine vielen Töpfereien als „Töpferdorf“ bekannt.
Seit dem 19. Jahrhundert bildete Sevelen eine Landgemeinde in der Bürgermeisterei Sevelen (seit 1937 Amt Sevelen) im Kreis Geldern im Regierungsbezirk Düsseldorf. Am 1. Juli 1969 wurde Sevelen durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Geldern Teil der Gemeinde Issum.
Banner, Wappen und Hissflagge Banner, Wappen und Hissflagge 63px 100px 100px Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen hat durch Urkunde vom 9. Januar 1960 auf Grund des § 11 Absatz 3 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen vom 28. Oktober 1952 genehmigt, dass die Gemeinde Sevelen, Landkreis Geldern, ein Wappen, ein Siegel und eine Flagge (Banner) führt, welche von Hermann Habben entworfen wurden. Blasonierung In Rot eine silberne (weiße) Mispelblüte, um die kreuzförmig vier silberne (weiße) Antoniuskreuze so gestellt sind, dass die Fußenden der Kreuze zur Blüte, die Querbalken zum Wappenrand weisen.
Wappenbeschreibung Das Wappen geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Die vier Antoniuskreuze weisen auf den Kirchenpatron St. Antonius hin und die Mispelblüte steht für die Zugehörigkeit zu Geldern (Geldernsche Rose).
Beschreibung des Banners Das Banner zeigt auf roter Bahn eine weiße Mispelblüte, um die kreuzförmig vier weiße Antoniuskreuze so gestellt sind, dass ihre Fußenden zur Blüte, die Querbalken nach außen weisen.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf, 143. Jahrgang, 1960, S. 43
Partnerschaft Seit 1958 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Sevelen in der Schweiz.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1832 2.097 1861 2.088 1871 2.041 Volkszählung 1871 1885 2.095 Gemeindelexikon für die Rheinprovinz 1885 1910 2.214 1925 2.448 1939 2.456 2018 5.524 2024 5.846
Baudenkmäler mini|hochkant|Die Dahlenmühle im Winter Die Dahlenmühle, die katholische Pfarrkirche St. Antonius sowie eine Reihe von Wohnhäusern im Sevelener Ortskern stehen unter Denkmalschutz.
Kultur Die Träger des örtlichen Brauchtums sind unter anderem die St. Antonius-St. Hubertus Bruderschaft Sevelen 1453 und die St. Sebastianus Bruderschaft Oermten-Großholthuysen 1453 e. V.
Sport Die örtlichen Sportvereine sind der SV 19 Sevelen e. V., der TV 1909 Sevelen e. V., der TC Sevelen 1980 e. V. und der Reitverein Blücher e. V. Sevelen.
Verkehr In Sevelen liegt der Endpunkt der Bahnstrecke Rheinberg–Moers–Hoerstgen-Sevelen, auf der im Bereich Sevelen kein Eisenbahnverkehr mehr stattfindet.
Persönlichkeiten Hier geboren Walter Pasch (1882–1950), Kunst- und Kirchenmaler Clemens Pasch (1910–1985), Bildhauer und Maler Gwendolyn Liselotte Blume (1914–1983), KünstlerinEwald Hülk, Dirk Weber: Der DDR-Staatschef – ein Nazi vom Niederrhein?, Rheinische Post Sonntag, 27. September 2026, S. 1; andere Lebensdaten (1915–1980) nennt https://www.issum.de/system/files/2021-07/archivfuehrerissumseiten.pdf. Wilhelm Pötters (* 1941), Romanist und Hochschullehrer Theo Steegmann (1955–2023), Stahlarbeiter, Gewerkschafter und Politaktivist Peter Wollny (* 1961), Musikwissenschaftler, Hochschullehrer und Bachforscher Michael Zywietz (* 1964), Musikwissenschaftler und Hochschullehrer Klaus Lieb (* 1965), Psychiater und Klinikdirektor
Einzelnachweise
Kategorie:Issum Kategorie:Ort im Kreis Kleve Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Kleve) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969