Rengershausen ist ein Stadtteil von Baunatal im nordhessischen Landkreis Kassel.

Geographische Lage Der Ort liegt unweit der Fulda. Nördlich von Rengershausen liegt das Autobahnkreuz Kassel-West. Dort kreuzen sich die Bundesautobahn 44 und die Bundesautobahn 49. Am Ort entlang führt die Main-Weser-Bahn (Kassel–Gießen–Frankfurt (Main)), hier gibt es auch für die RegioTram nach Melsungen einen Haltepunkt und der Rengershausener Tunnel liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Rengershausen erfolgte unter dem Namen Ringolfeshusen im Jahr 1123 in einer Urkunde des Klosters Hasungen.

Neuere Geschichte

Im 18. Jahrhundert wurde die Knallhütte errichtet. Knallhütten sind besonders zahlreich in der Zeit des Chausseebaus entstanden. Sie haben ihre Namen daher, dass die Fuhrleute bereits in großer Entfernung vor der Hütte durch Peitschenknallen ihre Bestellung aufgeben konnten. Sie ist auch heute noch eine Brauerei mit einem Wirtshaus. 1936 wurde im Lohwald zwischen Altenbauna und Rengershausen der Rüstungsbetrieb Henschel Flugmotoren GmbH errichtet.

Die Waldsporthalle konnte am 30. August 2002 eingeweiht werden.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. September 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Rengershausen und Guntershausen freiwillig zur Gemeinde Buchenhagen, knapp zwei Jahre darauf wurden kraft Landesgesetz die Gemeinde Buchenhagen aufgelöst und beide Orte wurden Stadtteile von Baunatal. Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rengershausen 2283 Einwohner. Darunter waren 99 (4,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 402 Einwohner unter 18 Jahren, 957 waren zwischen 18 und 49, 429 zwischen 50 und 64 und 495 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 1029 Haushalten. Davon waren 303 Singlehaushalte, 327 Paare ohne Kinder und 282 Paare mit Kindern, sowie 99 Alleinerziehende und 15 Wohngemeinschaften. In 3024 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 8157 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung 1585: 23 Haushaltungen 1747: 32 Haushaltungen

Religionszugehörigkeit • 1885: 384 evangelische (= 99,22 %), 3 katholische (= 0,78 %) Einwohner • 1961: 1144 evangelische (= 83,32 %), 178 katholische (= 12,96 %) Einwohner

Politik

Bürgermeister Amtszeiten der Bürgermeister 1802–1832 Grebe Freytag 1832 Johannes Grebe 1839, 1857 Conrad Krug 1878–1903 Jakob Höhmann 1903–1919 Johannes Ludwig 1919–1930 Kaspar Kilian 1930–1939 Ferdinand Bartholmai 1939–1942 Heinrich Damm 1942–1945 Konrad Dittmar 1945–1946 Wilhelm Lenz 1946–1948 Heinrich Leck 1948–1955 Wilhelm König 1955–1956 Walter Lenz 1956–1970 Heinrich Reichhold

Regelmäßige Veranstaltungen Osterfeuer (Karsamstag) der Freiwilligen Feuerwehr Rengershausen e. V. Dorffest der Freiwilligen Feuerwehr Rengershausen e. V. (alle drei Jahre)

Orts-Nickname Von den Bewohnern der Umgebung werden die Rengershäuser Seckbächer genannt.

Infrastruktur Der Ortsteil Rengershausen hat einen Haltepunkt, der an der Main-Weser-Bahn liegt (Baunatal-Rengershausen). Dieser wird von Regionalverkehrslinien des NVV bedient. {| class="wikitable" |- class="hintergrundfarbe6" ! Linie ! Verlauf ! Takt ! Betreiber

Die Brüder-Grimm-Schule ist eine Grundschule. Im Ort gibt es einen Kindergarten mit Kinderhort.

Seit 1960 gibt es ein Gemeinschaftshaus. Für evangelische Gläubige steht eine Kirche zur Verfügung.

Persönlichkeiten Dorothea Viehmann (1755–1815), Märchenerzählerin, geboren in der Knallhütte

Weblinks

Stadtteil Rengershausen. In: Webauftritt der Stadt Baunatal. Rengershausen. In: HNA Regio-Wiki.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Baunatal) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kassel) Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Ort im Landkreis Kassel Kategorie:Ersterwähnung 1123