Kleobulos von Lindos, oder , war im 6. Jahrhundert v. Chr. der Tyrann von Lindos, damals eine bedeutende Hafenstadt auf der griechischen Insel Rhodos. Kleobulos galt, anders als spätere Tyrannen, nicht als Gewaltherrscher, sondern wurde als Politiker auch von späteren Generationen positiv gesehen; man zählte ihn sogar zu den sieben Weisen.
Ein Grabmal (Kenotaph) am äußeren Rand der Bucht von Lindos auf einer entlegenen Landspitze wird bisweilen ohne Grund mit seinem Namen in Verbindung gebracht. Die Tochter Kleobuline, eine in der Antike berühmte Rätseldichterin, war wahrscheinlich fiktiv. __KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__ Zitate Der Philosoph und Politiker Demetrios von Phaleron schreibt Kleobulos folgende Aussprüche zu:Johannes Stobaios, Anthologium III 1,172 (ed. C. Wachsmuth, O. Hense) Kleobulos, Sohn des Euagoras, aus Lindos sagte () 1. Maß ist das Beste. () 2. Seinen Vater soll man ehren. 3. Gesund sein an Leib und Seele. 4. Viel hören und nicht viel reden. 9. Den Bürgern das Beste raten. 10. Die Lust beherrschen. 11. Nichts gewaltsam tun. 15. Den Gegner des Volks als Feind ansehen. 16. Mit der Frau nicht streiten und nicht allzu stolz sein, wenn andere dabei sind; das eine lässt dich für einen Toren, das andere für einen Verrückten gelten. 17. Sklaven beim Wein nicht prügeln; sonst hält man dich für betrunken. 18. Aus gleichem Stande heiraten; aus besserem Stand gewinnst du Herren, keine Verwandten. 19. Nicht mit dem Spötter lachen; denn du wirst den Verspotteten verhasst sein. 20. Im Glück nicht stolz, im Unglück nicht niedrig sein.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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