Die Tilevoides ( , auch Taphische Inseln) sind eine Inselgruppe innerhalb der Ionischen Inseln. Sie befinden sich zwischen der Insel Lefkada und dem östlich gelegenen Festland.

Die rund 15 Inseln, die zusammen etwa 53 km² bedecken, befinden sich zwischen der Insel Lefkada und dem akarnanischen Festland. Die nördlich vor der lefkadischen Küste gelegenen, kleineren Inseln werden auch unter dem Namen Prinzen-Inseln (Pringiponisia Πριγκιπονήσια) als Untergruppe zusammengefasst. Die Tilevoides gehören zum Regionalbezirk Lefkada der Region Ionische inseln und verteilen sich auf die Gemeinden Meganisi und Lefkada. Nur die drei größten Inseln sind bewohnt, Skorpios und Madouri befinden sich in Privatbesitz und werden nur saisonal bewohnt. Insgesamt leben nach der Volkszählung von 2001 1755 Einwohner auf der Inselgruppe.

Zwei unterschiedliche Namen sind für die Inseln in antiker Zeit belegt: nach der Bezeichnung Teleboer Tēleboōn nēsoi „Inseln der Teleboer“ () benannt, nach den Taphiern Taphiōn nēsoi „Inseln der Taphier“ (). Für das heutige Meganisi ist bei Homer der Name Taphos (Τάφος), in späterer Zeit Taphia (Τάφια) belegt. Sowohl die Taphier als auch die Teleboer galten in der Antike als den Lelegern verwandte Stämme.

Nach der griechischen Mythologie gehen diese Namen auf zwei mythische Figuren zurück, die gelegentlich als Brüder bezeichnet werden. Taphios, Sohn des Poseidon und der Hippothoe, war der Sage nach ein König pelasgischer Herkunft, der die Inseln nebst Ithaka unterworfen haben soll.Carl Christian Ernst Schreiber: Ithaca oder Versuch einer geographisch-antiquarischen Darstellung der Insel Ithaca nach Homer und den neuern Reisenden, Leipzig, 1829, S. 54 Nach anderen Quellen heißt dieser Stammvater der Bewohner der Inseln Tēleboas (Τηλεβόας), die Insel Meganisi nach ihm Tēlebois (Τηλεβόις). auf der Homepage der Mittelschule der Inseln (griech.)

Schon in der Antike waren die größeren Inseln besiedelt, ihre Bewohner beherrschten den Seehandel vor allem mit Unteritalien. So soll von Seehändlern von den Inseln (Teleboern) die griechische Kolonie auf Capri beherrscht worden sein.Ernst Curtius: Griechische Geschichte, Berlin 1857, S. 354 In der weiteren Geschichte teilte die Inselgruppe, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit Piraten als Unterschlupf diente, das Schicksal der Insel Lefkada.

Das Seegebiet um die Tilevoides und die südöstlich liegenden Echinaden ist eines der letzten Rückzugsgebiete der gefährdeten Mittelmeer-Mönchsrobbe. zu den Inneren Ionischen Inseln auf den Seiten des griechischen Umweltministeriums (englisch)

Die einzelnen Inseln Namegriechischer NameGemeindeFläche km²höchste Erh. mDie Daten folgen Angaben auf GTPLage Cheloni Χελώνη Lefkada Madouri Μαδουρή Lefkada 0,127 Sparti Σπάρτη Meganisi 0,538 55 Tsokari Τσοκάρη Meganisi Skorpidi Σκορπίδι Meganisi 0,118 Skorpios Σκορπιός Meganisi 0,878 81 Thilia Θηλιά Meganisi 0,155 35 Meganisi Μεγανήσι Meganisi 20,100 Alafonisi Αλαφονήσι Meganisi Petalou Πεταλού Meganisi Kythros Κυθρός Meganisi 0,814 FormikoulaFermekoula Φορμίκουλα Φερμέκουλα Lefkada 14 Kalamos Κάλαμος Lefkada 25,122 745 Provati Προβάτι Lefkada 0,107 Kastos Καστός Lefkada 5,915 142 MangelariaPrasonisi ΜαγγελαριάΠρασονήσι Lefkada

Einzelnachweise

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