Der Deutschmeister war der Landmeister des Deutschen Ordens in Deutschland. Als der Hochmeister 1309 seinen Sitz von Venedig in die Marienburg verlegte, unterstellte er die Ordensbrüder in Österreich, Böhmen, Ungarn, Spanien, Italien, Armenien, Sizilien und Achaia dem Schutz des Deutschmeisters.Bestellsignatur: JL 425 Bd 1 Qu. 221 Sammlung Breitenbach im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 17. März 2016

Name von bis BemerkungenHermann Balk 1219 1230 Dietrich? 1231 1231 Heinrich von Hohenlohe 1232 1242 Berthold von Tannenrode 1243 1245 vermutlich aus dem Geschlecht von TannrodaAlbert von Bastheim 1247 1248 Albrecht von Hallenberg 1248 1251 Eberhard von Sayn 1251 1254 siehe Die ersten Grafen von SaynDietrich von Grüningen (auch: Gröningen) 1254 1256 Konrad von NürnbergArchivalien: Konrad von Nürnberg (verstorben vor 5. Dezember 1265), Urkunden im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 20. März 2016 1257 1264 Werner III. von Battenberg 1264 1272Archivalie JL 425 Bd 1 Qu. 103: Amtsaufgabe durch Resignation; im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 20. März 2016 Gerhard von Hirschberg 1272Archivalien Gerhard von Hirschberg im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 20. März 2016 1279 siehe HirschbergerMatthias (von Lonnich)urkundlich von 1274 bis 1295, auch Landkomtur der Kammerballei Koblenz 1281 1283 Konrad von Feuchtwangen 1284 1290 Zürch von Stetten 1290 1295Archivalien des DM Zürch von Stetten im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 18. März 2016 erste AmtszeitGottfried von Hohenlohe 1296 1297Archivalien des DM Gottfried von Hohenlohe-Weikersheim im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 18. März 2016 danach am 3. Mai 1297 in Venedig zum 14. Hochmeister des Deutschen Ordens gewähltJohannes de Neszelrid(Johann von Nesselröden)(auch Nesselrode, Nesselrieden) 1297 1298 siehe Nesselröden (Adelsgeschlecht)Siegfried von Feuchtwangen 1298 1303 Winrich von Bosweil 1303 1304 Eberhard von Sulzberg (zu Bughein)1291/97 Komtur auf Beuggen, 1301/02 Landkomtur der Deutschordensballei Franken, 1314/15 auch Landkomtur zu Marburg; aus dem Geschlecht der Herren von Sulzberg mit Stammburg Sulzberg und Zweig auf Schloss Sulzberg (Möttelischloss) in der Schweiz 1305 1323 (1321)Im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg) befindet sich eine Sammlung historischer Dokumente zu den Deutschmeistern datiert 1058–1809: Sammlung Breitenbach - hier wird Eberhard nur bis 1321 geführt und ist vermutlich auch in diesem Jahr verstorben mögliche Vakanz 1321 1324 Konrad von Gundelfingen 1323 (1324)Nach der Rezeption zu Regesten König Ludwig IV. und einer Urkunde von 1323 [RI VII H. 1 n. 51, in: Regesta Imperii Online] (abgerufen am 17. März 2016) ist die Auffassung, das Konrad erst ab Sommer 1324 Deutschmeister wurde. 1329 Gundelfingen-Hellstein (Adelsgeschlecht)Gundelfingen-Hellenstein auf www.historisches-lexikon-bayerns.de, abgerufen am 17. März 2016Ulrich von Stetten(eigentlich Zürch von Stetten) 1329 1330 zweite Amtszeit, siehe Stetten (Adelsgeschlecht)Wolfram von Nellenburg 1329JL 425 Bd 2 Qu. 1 im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 20. März 2016 (1331Johannes Voigt: Geschichte des Deutschen Ritter-Ordens in seinen zwölf Balleien in Deutschland, Band 1, Berlin 1857, S. 652) 1361 siehe Grafen von NellenburgPhilipp von Bickenbach 1361 1375 siehe Bickenbach (Adelsgeschlecht)Gottfried von Hanau 1375 1375 Sohn Ulrich II. (Herr von Hanau),vgl. Hanau (Adelsgeschlecht)Johann von Heyn 1376 1379 Konrad Rüd von Collenberg 1379 1382 siehe Rüdt von CollenbergSiegfried von Venningen 1382 1393 siehe auch Herren von VenningenJohann von Ketze 1393 1396 Konrad von Egloffstein 1396 1416 siehe Egloffstein (Adelsgeschlecht)Dietrich von Weitershausen 1416 1420 https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/MPZDRUXYY7CMHK7XMQKENZ3J76KY7LFLhttps://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=19231&sprungId=1183074&letztesLimit=suchenEberhard von Saunsheim 1420 ? Eberhard von Stetten 1441/43 1447 siehe Stetten (Adelsgeschlecht)Jost von Venningen 1447 3. November 1454 Resignation (Rücktritt) auf dem Kapitel zu ProzeltenUlrich von Lentersheim 11. Mai 1455Die Bestätigung des neugewählten DM Ulrich von Lentersheim erfolgte durch den Hochmeister Ludwig von Ellrichshausen am 10. Februar 1455: Findbuch Archivalie JL 425 Bd 4 Qu. 39 im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 18. März 2016 9. Mai 1479Archivalie: JL 425 Bd 4 Qu. 124 im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 18. März 2016 siehe Lentersheim (Adelsgeschlecht), Resignation auf dem Großkapitel zu Prozelten, † 22. Mai 1481 in WeißenburgBernhart Jähnig: Lentersheim, Ulrich von. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 14 (1985), S. 219.Reinhard von Neipperg 1479 1489 siehe Neipperg (Adelsgeschlecht)Andreas von Grumbach(auch Endres von Grumbach)Findbuch JL 425: Urkunden zu Endres von Grumbach im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 18. März 2016 vor 26. Mai 1489 1498 siehe Grumbach (Ministeriale)Hartmann von Stockheim 1. September 1499Wahlkapitel zu Frankfurt (am Main), 1499 Sept. 1; Präsentation des Hartmann von Stockheim, Kt zu Kapfenburg, und des Johann Adelmann von Adelmannsfelden, Kt zu Blumenthal, beim HM Friedrich von Sachsen, 1499 Sept. 4; Konfirmation des DM Hartmann von Stockheim durch HM Friedrich von Sachsen, 1499 Okt. 27 im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 17. März 2016 † 27. Januar 1510Tod des DM Hartmann von Stockheim zu Horneck, 1510 Jan. 27 im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 17. März 2016 Von 1488 bis 1494 Komtur zu Horneck.Volker Zimmermann: Hartmann von Stockheim. Verfasser eines dt. Roßarzneibuches. In: Burghart_Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 3: Gert van der Schüren - Hildegard von Bingen. De Gruyter, Berlin / New York 1981, ISBN 3-11-007264-5, Sp. 527–528. Siehe Stockheim (Adelsgeschlecht)Johann Adelmann von Adelmannsfelden 12. Mai 1510Wahlkapitel zu Frankfurt am Main Wahl des Johann Adelmann von Adelmannsfelden, Kt Mgh, zum DM im Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Ludwigsburg), abgerufen am 17. März 2016 † 17. Februar 1515 siehe Familie Adelmann von AdelmannsfeldenDietrich von Cleenhttps://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=19231&klassi=001.005&anzeigeKlassi=001.005.003 1515 1526 Walther von Cronberg 1526 1543

Nach der Säkularisation des Ordens unter dem letzten in Preußen residierenden Hochmeister Markgraf Albrecht von Brandenburg im Jahre 1525 wurde der Deutschmeister Walther von Cronberg auf dem Augsburger Reichstag 1530 von Kaiser Karl V. mit der hochmeisterlichen Würde und mit Preußen belehnt.

Seitdem führte das Oberhaupt des Deutschen Ordens den Titel Hoch- und Deutschmeister.

Einzelnachweise

Siehe auch Liste der Hochmeister des Deutschen Ordens Liste der Landmeister in Livland Liste der Landmeister von Preußen Liste der Landmarschälle von Livland

Weblinks Die Meister zu deutschen und welschen Landen

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