mini|hochkant|Martin Gschlacht (Viennale 2009) mini|hochkant=1.2|Martin Gschlacht mit Shirin Neshat, Shoja Azari und weitere Mitglieder des Filmteams (Vorführung von Women Without Men, Viennale 2009) Martin Gschlacht (* 1969 in Wien) ist ein österreichischer Kameramann und Mitbegründer der Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99.
Leben Martin Gschlacht studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien, bevor er den Kameraassistentenlehrgang an der Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien absolvierte und als Kameramann für Musikvideos, Kurz- und Werbefilme aktiv wurde.Glossar, Revolver – Zeitschrift für Film (Seite abgerufen am 10. April 2008) Anschließend studierte er Kamera und Produktion an der Filmakademie Wien, wo er 1996 als Mag. art. abschloss. 1998 gründete er gemeinsam mit Valentin Hitz und Markus Wogrolly die Martin Gschlacht Filmproduktion, auf der Webseite des Drehbuchforum Wien (Seite abgerufen am 10. April 2008) mit der sie einige Kurzfilme herstellten. 1999 gründete er mit den Regisseuren Barbara Albert, Antonin Svoboda und Jessica Hausner, die bereits an der Wiener Filmakademie zusammenarbeiteten und sich gut kannten,, Austrian Film Commission, 2001 (Seite abgerufen am 10. April 2008) die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99. Er ist aber weiterhin auch für andere Filmprojekte tätig. Seit 2008 unterrichtet er am Wiener filmcollege.
Im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2009 liefen gleich zwei Filme, bei denen Gschlacht für die Kameraarbeit verantwortlich war: Shirin Neshats Women Without Men und Jessica Hausners Lourdes.
Im Jahr 2009 hat Martin Gschlacht gemeinsam mit anderen österreichischen Filmschaffenden die Akademie des Österreichischen Films gegründet und gehört auch deren Vorstand an. Ende Juni 2023 wurde Gschlacht Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.Marcus Jones: Academy Announces 2023 Invitees, Including ‘EEAAO’ Alums, Taylor Swift, and David Zaslav. In: indiewire.com, 28. Juni 2023.
Filmografie Filmografie als Kameramann, sofern nicht anders angegeben:
Spielfilme
Dokumentarfilme 1994: Aktion K (Kameraassistenz; Regie: Bernhard Bamberger) 2003: Im Anfang war der Blick (Regie: Bady Minck) 2004: Darwins Alptraum (Darwin’s Nightmare, Koproduzent; Regie: Hubert Sauper) 2014: Im Keller (Regie: Ulrich Seidl)
Kurzfilme 1992: Sushi (Regie: Stephan Wagner) 1992: Großwildjagd (Produzent; Regie: Stephan Wagner) 1995: Flora (Koproduzent; Regie: Jessica Hausner) 1996: Mah Jongg & Die Frisur des Paten (Regie: Antonin Svoboda) 1998: Inter-view (45 min, Regie: Jessica Hausner) 2000: Lighthouse (Regie: Mark Cairns) 2002: Im Anfang war der Blick (45 min, Regie: Bady Minck) 2002: Die Ganze Nacht (Regie: Mirjam Unger) 2006: Toast (Regie: Jessica Hausner) 2006: Das gefrorene Meer (auch Koproduzent; Regie: Lukas Miko)
Fernsehserien 1999–2000: 9 Folgen MA 2412 2001: Mehrere Folgen von Dolce Vita & Co 2019: M – Eine Stadt sucht einen Mörder 2021: Ich und die Anderen 2024: Kafka
mini|Gschlacht mit dem Österreichischen Filmpreis 2017 (Beste Kamera)
Auszeichnungen Manaki Brothers Film Festival 2004: Bronze Camera 300 für Hotel Diagonale 2006: Diagonale-Preis Beste Kameraarbeit Spielfilm des Verbandes österreichischer Kameraleute für Spiele Leben 2008: Diagonale-Preis Beste Bildgestaltung Spielfilm des Verbandes österreichischer Kameraleute für Revanche Romy 2010: Beste Kamera TV-Film für Geliebter Johann Geliebte Anna 2019: Beste Bildgestaltung TV-Fiction für M – Eine Stadt sucht einen MörderKurier: Akademie ROMY: Die Preise für die Stars hinter den Stars. Artikel vom 11. April 2019, abgerufen am 12. April 2019. 2021: Beste Kamera Kino für Hochwald und Beste Kamera TV/Stream für Ich und die Anderen Österreichischer Filmpreis 2011: Beste Kamera für Women Without Men 2013: Beste Kamera für Grenzgänger 2016: Beste Kamera für Ich seh, Ich sehÖsterreichischer Filmpreis: 13 Auszeichnungen für sechs Kinofilme mit ORF-Beteiligung. APA-Meldung vom 20. Jänner 2016, abgerufen am 20. Jänner 2016. 2017: Beste Kamera für Stille Reserven 2024: Beste Kamera für Des Teufels Bad Buenos Aires International Festival of Independent Cinema 2015: Best cinematography für Ich seh, Ich seh Europäischer Filmpreis 2015: Jurypreis – Beste Kamera für Ich seh, Ich seh Berlinale 2024 – Silberner Bär – Herausragende künstlerische Leistung (Kamera) Internationales Filmfestival von Stockholm 2024: Auszeichnung für die beste Bildgestaltung für Des Teufels Bad
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Träger des Europäischen Filmpreises Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Mann