Mario Siciliano (* 1925 in Rom; † 1987 ebenda) war ein italienischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent.

Leben Siciliano gründete 1962 die Produktionsgesellschaft Metheus Film, die zahlreiche Filme abenteuerlichen und Action-orientierten Inhaltes finanzierte. Den kommerziell erfolgreichsten Film produzierte er wenig später mit dem religiös beeinflussten Rachewestern Sartana.

Bei seinen eigenen Regiearbeiten wurden ihm anfangs technisches Geschick und interessante Figurenkonstellationen attestiertRoberto Poppi: I registi dal 1930 ai nostri giorni, Gremese 2002, S. 401; mit der Zeit wurden die Budgets schmaler und die Regieführung unkenntlicher, zudem widmete er sich ab 1980 zunehmend dem Pornofilm. Nur noch einmal, mit Tag des Söldners, kehrte er zum Actionfilm zurück.

Siciliano trug bei einigen seiner Filme die Pseudonyme Luca Degli (Delli) Azzeri, Lee Castle und Marlon Sirko.

Filmografie (Auswahl) Regie 1968: Sieben dreckige Teufel (Sette baschi rossi) 1968: Schweinehunde beten nicht (I vigliacchi non pregano) 1970: Sieben vor Marsa Matruh (I sette di Marsa Matruh) 1971: Die Löwen von Petersburg (Leoni di Petersburgo) 1972: Ein Hosianna für zwei Halunken (Trinità e Sartana figli di…) 1972: 100 Fäuste und ein Vaterunser (Alleluja e Sartana figli di… Dio) 1974: Blutige Magie (Malocchio) 1975: Eine Jungfrau in Blue Jeans (Una vergine in famiglia) 1976: Schlitzohren im Manöver (La campagnola bella) 1977: Stacco (Quel pomeriggio maledetto) 1978: Häutet sie lebend – Unternehmen Wildgänse (Scorticateli vivi) 1981: Bettgeknister – Sexgeflüster (Porno lui erotica lei) 1983: Der Tag des Söldners (Rolf)

Drehbuch 1966: Agent 505 – Todesfalle Beirut 1966: Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy 1968: Sie nannten ihn King (Caccia ai violenti) – Regie: Nino Scolaro, Sandy Howard

Produzent 1964: Das Geheimnis der chinesischen Nelke 1964: Die Goldsucher von Arkansas 1964: I magnifici Brutos del West 1965: Die letzten Drei der Albatros 1965: Die schwarzen Adler von Santa Fe – Regie: Ernst Hofbauer 1966: Django – Die Geier stehen Schlange (Sette dollari sul rosso) 1966: Kommissar X – Jagd auf Unbekannt (Dodici donne d'oro) 1966: Agent 505 – Todesfalle Beirut 1966: Sartana (Mille dollari sul nero) 1968: Sie nannten ihn King (Caccia ai violenti) – Regie: Nino Scolaro 1986: Das Geheimnis des verschollenen Grabmals (Meglio baciare un cobra) – Regie: Massimo Pirri

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Einzelnachweise

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