Der Bul le mérite ist eine vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vergebene Auszeichnung, mit der Personen des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer und oft in ganz unterschiedlicher Weise um die Innere Sicherheit verdient gemacht haben, ausgezeichnet werden.

Geschichte

Die Auszeichnung wurde erstmals im Jahr 1975 verliehen. Fritz Krug, der damalige Bonner Bezirksvorsitzende des BDK, hatte die Idee und kreierte diesen BDK-Verdienstorden. Der Name rührt vom einstigen Verdienstorden Preußens Pour le Mérite und wurde verballhornt mit der scherzhaften Bezeichnung für einen Polizeibeamten Bulle. Als Plattform für die Ehrungszeremonie wurde deswegen auch bewusst einerseits ein heiterer Rahmen gesucht, der aber andererseits den dahinter stehenden Ernst und Sinn nicht schmälern sollte. Eine schon seit 1970 vom BDK durchgeführte Karnevalsveranstaltung schien dafür geeignet. Von 1975 bis 2003 fand die Verleihung im Rahmen einer Karnevalsprunksitzung vor 800 – 1000 Gästen in der Stadthalle in Bonn-Bad Godesberg statt.

Seit 2004 wird die Verleihung der Auszeichnung in einem gesonderten Festakt vorgenommen.

Preisträger 1975: Eduard Zimmermann – Fernsehfahnder: Aktenzeichen XY … ungelöst 1976: Heinz Schwarz – Innenminister von Rheinland-Pfalz 1977: Adelheid Werner – Oberstaatsanwältin in Frankfurt/M. 1978: Rolf Weinberger – Kriminaldirektor a. D. 1979: Hans-Jochen Vogel – Bundesjustizminister   Ulrich Wegener – Kommandeur der GSG 9 des BGS 1980: Hans-Dietrich Genscher – Bundesaußenminister 1981: Kurt Rebmann – Generalbundesanwalt 1982: Uwe Barschel – Innenminister von Schleswig-Holstein 1983: Alfred Stümper – Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg 1984: Heinrich Lummer – Innensenator von Berlin 1985: Axel Wernitz – Vorsitzender des Innenausschusses 1986: Ekkehard Gries – Ex-Innenminister von Hessen 1987: Hans-Dieter Schwind – Kriminologe 1988: Gerhard Boeden – Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz 1989: Horst Tappert – Schauspieler 1990: Roger Bouiller – Generalsekretär der CESP 1991: Franz-Josef Antwerpes – Regierungspräsident in Köln 1992: Edmund Stoiber – Innenminister des Landes Bayern 1993: Hans-Ludwig Zachert – Präsident des Bundeskriminalamtes 1994: Christian Pfeiffer – Kriminologe 1995: Heinz Eggert – Staatsminister des Innern, Sachsen 1996: Jürgen Storbeck – Leiter Aufbaustab Europol 1997: Dieter Langendörfer – Ehemaliger Soko-Leiter Reemtsma, Hamburg 1998: Ottfried Fischer – Schauspieler und Kabarettist 1999: Jürgen Roters – Polizeipräsident von Köln 2000: Otto Schily – Bundesinnenminister 2001: Rolf Rojek – Vorsitzender Fanclub Schalke 2002: Lea Ackermann – Ordensschwester 2003: Lothar Herrmann – Kriminalbeamter 2004: Michael Esper – Opferschutzbund Djerba e. V. 2005: Roman Reusch – Staatsanwalt (Berlin)   Peter Vogt – Staatsanwalt (Halle)   Wolfgang Schaupensteiner – Staatsanwalt (Frankfurt am Main)   Egbert Bülles – Staatsanwalt (Köln) 2006: Johannes Podolsky – Kriminalbeamter 2007: Serap Çileli – Menschenrechtlerin 2008: Wolfgang Bosbach – CDU-Politiker 2009: Ralf Kownatzki – Kinderarzt   Heinz Sprenger – Kriminalbeamter 2010: Kirsten Heisig – Jugendrichterin – Berlin 2011: Elmar Theveßen – Fernsehjournalist 2012: Jörg Ziercke – Präsident des Bundeskriminalamtes 2013: Hartmut Brenneisen – Dekan an der FHVD 2014: Transparency International Deutschland – gemeinnützige Nichtregierungsorganisation 2015: Krimiformate Tatort und Polizeiruf 110 2016: Amadeu Antonio Stiftung 2017: Thomas de Maizière – Bundesinnenminister 2018: Hildegard Leist und Franz-Josef Möllerbernd – stellvertretend für die Gründungsväter des BDK 2020: Britta Bannenberg – Rechtswissenschaftlerin und Kriminologin 2023: Nino Goldbeck – Oberstaatsanwalt 2025: Jürgen Stock – Generalsekretär von Interpol

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Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Auszeichnung Kategorie:Polizei (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1975