Savigny-en-Revermont [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Revermont 71. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ).

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans

Lage und Struktur Savigny-en-Revermont liegt etwas südlich der Mitte des Arrondissements auf der Ostseite und liegt 30,7 Kilometer südsüdöstlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 15,1 Kilometer östlich von Louhans-Châteaurenaud. Savigny-en-Revermont ist die südlichste Gemeinde des Kantons Pierre-de-Bresse.

Im Norden grenzt Savigny-en-Revermont an die Gemeinde Beaurepaire-en-Bresse, im Osten liegen fünf Gemeinden, die zum Département Jura gehören: von Norden nach Süden sind dies Courlaoux, Condamine, Trenal, Val-Sonnette und Beaufort-Orbagna. Im Süden liegt Flacey-en-Bresse, im Südwesten Sagy und im Nordwesten Le Fay, die alle drei zum Kanton Louhans gehören.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt zu etwa drei Vierteln im Bourg, der Rest in Weilern und Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 588 Hektar bewaldete Flächen auf. Dies entspricht 21,4 % der Gemeindefläche. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 62 % Laubwald und 32 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Zentrum der Gemeinde, entlang der Autoroute A39 der Bois de Haute Mare, im Norden um den Étang de Villeron liegen der Bois des Verres, La Grande Cluson, der Bois de Blancy, der Bois du Grand Recoude und Bois des Vernes. Im Nordwesten liegt der Bois de la Chaux, das Champ du Bois und Bois de la Véréta, im Südwesten der Gemeinde der Bois des Verres, der Bois Bâtard, der Bois de la Péle und Le Pertuis aux Loups. Es ist tatsächlich so, dass in der Gemeinde zwei verschiedene Waldstücke den Namen Bois des Verres tragen.

In der Gemeinde werden 1642,2 Hektar (entsprechend 60,4 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 37 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 52 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 4 % werden Ölpflanzen (Soja), auf 5 % wird Weichweizen und auf rund 17 % Körner- und Silomais angebaut.

Gewässer In der Gemeinde finden sich zwei benannte stehende Gewässer, nebst einigen Weihern und Teichen.

Der Étang des Claies liegt im Nordwesten, an der Grenze zu Beaurepaire-en-Bresse und Le Fay. Alle drei Gemeinden haben Anteil an der Wasserfläche. Der Étang wird entwässert durch den Ruisseau de l'Étang des Claies, der in Ratte in den Ruisseau de l'Étang de Villard mündet.

Im Norden der Gemeinde, etwas westlich der Autoroute A39 liegt der Étang de Villeron, der nach Süden entwässert, in La Blaine, auch La Blanette genannt.

Bei den fließenden Gewässern ist vor allem La VallièreLa Vallière, Länge 50,8 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei in Revigny auf ca. 419 m, Mündung bei in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 178 m, La Vallière auf sandre.eaufrance.fr zu nennen. Sie kommt von Condamine, fließt südöstlich am Bourg vorbei, erreicht die Südgrenze der Gemeinde beim Weiler Les Gobards und bildet die natürliche Grenze bis zum Weiler Le Curtil Bion, wo sie nach Sagy fließt.

Beim Moulin des Gobards nimmt die Vallière den Ruisseau du RoiRuisseau du Roi, Länge 7,7 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Trenal auf ca. 203 m, Mündung bei in Flacey-en-Bresse auf ca. 193 m, Ruisseau du Roi auf sandre.eaufrance.fr auf, der in der östlichsten Ecke von Condamine her kommt und seinen ganzen Weg Grenzfluss bleibt.

Westlich der Autoroute A39 fließt der Ruisseau de BlaineRuisseau de Blaine, Länge 25,9 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Courlaoux auf ca. 221 m, Mündung bei in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 177 m, Ruisseau de Blaine auf sandre.eaufrance.fr, der auch La Blanette genannt wird, aus dem Étang de Villeron nach Süden, später nach Westen und bildet die natürliche Grenze zu Sagy.

In Le Fay beginnt der Bief de l’Étang des ClaiesBief de l’Étang des Claies, Länge 3,2 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang des Claies, Quelle bei in Le Fay auf ca. 204 m, Mündung bei in Le Fay auf ca. 193 m, Bief de l’Étang des Claies auf sandre.eaufrance.fr, bringt sein Wasser in den Étang des Claies und mündet in den Ruisseau de l’Étang des ClaiesRuisseau de l’Étang des Claies, Länge 13,0 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang du Villard, Quelle bei in Beaurepaire-en-Bresse auf ca. 203 m, Mündung bei in Ratte auf ca. 183 m, Ruisseau de l’Étang des Claies auf sandre.eaufrance.fr. Der Ruisseau de l'Étang des Claies verlässt den Étang beim Ancien Moulin des Claies und bildet die Grenze zu Le Fay für etwas über 500 Meter.

Verkehrswege Beim Champ de Chaux erreicht die Autoroute A 39 die Gemeinde von Beaurepaire-en-Bresse her. Sie zieht sich in südsüdwestlicher Richtung quer durch das ganze Gemeindegebiet und zerschneidet die Gemeinde, bis sie sich nahe am südlichsten Punkt in Flacey-en-Bresse fortsetzt.

Im Süden der Gemeinde, nahe des Weilers Vériat, befindet sich eine Autobahnraststätte. In Südrichtung die Aire de Repos de la Vallière, in Nordrichtung die Aire de Repos de Savigny.

Von Le Fay kommt die Départementsstraße D30 Im Nordwesten in die Gemeinde, verläuft nach Osten und später nach Ostsüdost zum Bourg, Im Bourg wendet sie sich nach Nordosten und verlässt die Gemeinde nach Condamine. Diese Straße folgt weitgehend dem Trassee einer Römerstraße nach Lons-le-Saunier. Als 1760 der Étang des Claies ausgetrocknet wurde, wurden Reste der gepflasterten Römerstraße gefunden.

Von Beaurepaire-en-Bresse erreicht die Départementsstraße D87 die Gemeinde, wendet sich nach Südsüdosten zum Bourg und verlässt diesen nach Südsüdwesten. Beim Weiler Villevaudrey wendet sie sich nach Südosten und verlässt die Gemeinde beim Pont Gras über den Ruisseau du Roi nach Beaufort-Orbagna. Ein Nebenast der D87 ist die D87b. Sie zweigt aus der D87 im Bourg ab und verläuft nach Südosten, um den Weiler Bonnaud der Gemeinde Val-Sonnette zu erreichen.

Bei Villevaudrey, wo die D87 ihre Richtung ändert, setzt sich die Départementsstraße D252 nach Südwesten fort, durchfährt Les Gobards, wendet sich nach Nordwesten und schlägt einen Bogen um die Autobahnraststätte. Schließlich wendet sie sich südwärts, durchfährt Vériat und verlässt die Gemeinde bei Le Curtil Bion nach Sagy.

Im Norden der Gemeinde verläuft ein Teil des Radwanderweges La Voie Bressane / Louhans – Lons-le-Saunier, eine Fahrradstrecke, die weitgehend dem alten Eisenbahntrassee folgt. In der Gemeinde verläuft die Strecke südlich des Étang des Claies und nördlich des Étang de Villeron bis zum nordöstlichsten Punkt der Gemeinde, wobei kurz vorher noch die Autoroute A 39 unterquert wird. Der ganze Abschnitt ist mit glattem Straßenbelag versehen und ist in der Gemeinde rund 6,7 Kilometer lang.

Erschließungen Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Pymont, die Louhans mit Lons-le-Saunier verbindet. Die Leitung wurde 1955 erstellt und 2025 vollständig saniert. Die Leitung kommt von Trenal, erreicht die Gemeinde bei La Besace, verläuft südwestlich (236°) bis La Plate, anschließend nahezu westlich (265°) bis Les Escochets und weiter (276°) nach Les Varennes, um die Gemeinde bei Ripe d'Empigny nach Sagy zu verlassen. Auf Gemeindegebiet ist die Leitung 7,28 Kilometer lang und wird von 21 Stahlgittermasten getragen.

Weiler und Fluren Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Beauvernois, Bief-du-Roi (Gewässer), La Blanette (Gewässer), Bois-de-Ban, Bonnemare, Les Bouchots, Les Boulots, Chamazier, Chantabot, La Chauniat, La Chaux, Les Chavannes, Les Claies, Les Communes, Les Crottes, Le Curtil-Bion, Dérobe (Gewässer), Dessous-l’Étang, Les Gobards, Haute-Mare, Les Magniens, Martevaux, Les Moissonnes, Les Odieux, Pourlans, Le Quartier, La Raquette, Les Routes, Rupt, Saint-Pierre, Savigny-Beaurepaire, Les Sutils, Vérable, Vériat, Vernay, Vieuville, Villeron, Villevaudrey.

Höhenprofil mini|400pxDas Profil erstreckt sich über die größte Distanz in der Gemeinde, von Les Reculés nach La Besace. Es beginnt bei La Blaine, die hier Grenzfluss ist, gelangt zum Weiler Champ Dernier und Les Sutils. Das Gelände sinkt ab zu La Blaine, auch La Blanette genannt, die aus dem Étang de Villeron nach Süden fließt. Kurz darauf kreuzt die Profillinie die Autoroute A39, setzt sich fort und im tiefsten Punkt liegt die Kläranlage der Gemeinde. Der Bourg selber liegt auf knapp 220 Meter, getrennt durch ein Tälchen folgt der Friedhof. Das Gelände fällt steil ab zum Lauf von La Vallière, am Ende der Profillinie liegt gerade noch die Hochspannungsleitung, die hier das Gemeindegebiet erreicht.

Klima Das Klima in Savigny-en-Revermont ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,5 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,5 °C, der kälteste der Januar mit 2,9 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1171 mm, dabei ist der November mit 128 mm der niederschlagsreichste, während Juli und August als trockenste Monate 73 mm aufweisen. Über das ganze Jahr werden etwa 2786 Sonnenstunden gezählt.

Toponymie Der Ort wird bereits 928–936 in den Büchern von Saint-Vincent in Mâcon erwähnt als Sylviniacum villam in pago ScudingorumDer pagus Scodingorum war einer der vier Gaue im Siedlungsgebiet der Sequaner, die die Burgunden nach ihrer Eroberung einführten. Es zog sich von der Gegend von Pontarlier dem Jura entlang nördlich bis Salins-les-Bains und in die Bresse. positam cum capella (Der Ort Sylviniacum mit einer Kapelle, im Gau der Scutinger gelegen). Eine Theorie besagt, der Name gehe zurück auf die lateinische Bezeichnung a sapinis (deutsch: bei den Tannen) und wird 1200 erwähnt als Savigniacum de Reverso Monte. Plausibler ist die Erklärung Guillemauts, wonach es sich um den ehemaligen Besitz eines Savinus, Sabinus oder Savinius handelte. Ergänzt mit dem gallischen Possessivsuffix -ac, -acus ergab sich die Form Saviniacum, wie sie 954 erwähnt wird. Dass die Besitzbezeichnung in der latinisierten Form zu Sylviniacum (silva, lateinisch = Wald) wurde, mag darauf hindeuten, dass das Gebiet einstmals dicht bewaldet war. Auffällig bleibt jedoch die Tatsache, dass der Zusatz Revermont bereits 1200 als de Reverso Monte aufscheint.

Geschichte Die Herrschaft Savigny-en-Revermont gehörte bis Ende des 14. Jahrhunderts den Herren von Sainte-Croix, die dem Ort zu einiger Wichtigkeit verhalfen, indem sie vom Herzog von Burgund die Erlaubnis erhielten, am Mittwoch einen Markt und jährlich zwei Jahrmärkte abzuhalten. In der Folge sind die Besitzverhältnisse unklar, im Gemeindegebiet befanden sich mehrere Lehen.

Einer der Herren war Philippes Bouton, der – wohl dank der Nachbarschaft – 1358 eine Marguerite du Fay heiratete. Bei dieser Gelegenheit stiftete er die Kapelle Notre-Dame de Pitié in der Kirche von Savigny, in der 3 Angehörige der Familie Bouton beigesetzt sind. 1549 gelangte die Herrschaft wegen Kinderlosigkeit in fremde Hände. Der Ort war im 15. und 16. Jahrhundert wohlhabend, schön gelegen auf einer Anhöhe, bewohnt von verschiedenen angesehenen Geschlechtern (Simon Robard, Pierre du Palais, Jean de Porlans, Claude Bontauptol, Jean Saubiez, Pierre Sayne, Humbert de Bonal, die Familien de la Chambre, Grivel, Dunand, Tamisier).