Carl Emil Robert Cauer (* 3. Januar 1863 in Kreuznach; † 28. Februar 1947 in Darmstadt)Roland Dotzert: Stadtlexikon Darmstadt. Konrad Theiss Verlag GmbH, Stuttgart, 2006, ISBN 978-3-8062-1930-2, S. 125. war ein deutscher Bildhauer und Mitglied der Künstlerfamilie Cauer.

Leben Robert Cauer der Jüngere war Sohn und Schüler von Karl Cauer. Er machte 1880 eine Studienreise nach Rom und arbeitete 1887–1889 erneut in Rom. Ende 1889–1990 war er in St. Louis als Porträtist tätig, anschließend abwechselnd in Berlin und Kreuznach. Nach einem weiteren Aufenthalt in St. Louis (1904) ließ er sich 1906 in Darmstadt nieder, wo er als freischaffender Bildhauer tätig war.

Er schuf 1902, dem Jahr, in dem er in Darmstadt Lotte Ewald heiratete, das Denkmal Michel Mort und die Schlacht von Sprendlingen 1279, das heute in Kopie auf dem Eiermarkt in Bad Kreuznach steht. Das Original befindet sich im Stadthaus Bad Kreuznach. Am 25. November 1916 wurde ihm von dem hessischen Großherzog Ernst Ludwig der Titel eines Professors verliehen. 1917 bekam Prof. Robert Cauer d. J. die hessische Staatsbürgerschaft zuerkannt.

Sein Grab befindet sich auf dem Alten Darmstädter Friedhof. An der Darmstädter Pauluskirche befindet sich sein Tympanon.

In Darmstadt wurde eine Straße () nach Robert Cauer benannt.

Ein Teil seines schriftlichen Nachlasses befindet sich im Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Literatur

Robert Cauer der Jüngere. In: Saur – Allgemeines Künstler-Lexikon. Band 17, K. G. Saur, München-Leipzig, 1997, ISBN 3-598-22757-4, 334 f. Wolfgang Glüber: Cauer d. J., Robert. In: Roland Dotzert et al.: Stadtlexikon Darmstadt. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8062-1930-2, S. 125 (Digitalisat). Archiv der Stadt Bad Kreuznach (Hrsg.): Das Michel Mort Denkmal von Robert Cauer d. J. (Flugschrift). Anne Tesch: Die Bildhauerfamilie Cauer. Harrach, Bad Kreuznach, 2. Aufl. 1977, ISBN 3-88161-039-1, S. 69–76. Elke Masa: Die Bildhauerfamilie Cauer im 19. und 20. Jahrhundert. Neun Bildhauer aus vier Generationen – Emil Cauer d. Ä., Carl Cauer, Robert Cauer d. Ä., Robert Cauer d. J., Hugo Cauer, Ludwig Cauer, Emil Cauer d. J., Stanislaus Cauer, Hanna Cauer. Gebr. Mann, Berlin 1989, ISBN 3-7861-1582-6 (Zugleich: Berlin, Freie Univ., Diss., 1983). Weblinks

Einzelnachweise

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