mini|Von Otto Zitko gestalteter Doppelstockwagen der GKB im Rahmen von Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas.
Otto Zitko (* 14. Februar 1959 in Linz) ist ein österreichischer Künstler. Er lebt und arbeitet in Wien.
Leben Otto Zitko besuchte in Wels ein Gymnasium, studierte von 1977 bis 1982 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Herbert Tasquil und Peter Weibel. Seine ersten Ausstellungen fanden 1978 im Künstlerhaus Wien und 1982 in der Galerie Peter Pakesch statt. Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich Otto Zitko mit der Zeichnung als malerisches Mittel, die er, von der Ölmalerei kommend, nicht als vorbereitende Skizze oder Studie zur Malerei betrachtet, sondern als „Zeichnung, vom Standpunkt der Malerei aus argumentiert“.
Auszeichnungen 1996: Otto-Mauer-Preis 2004: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst 2017: Kulturpreis des Landes OberösterreichOberösterreichische Nachrichten: Josef Bauer mit "Alfred-Kubin-Preis" ausgezeichnet. Artikel vom 11. September 2017, abgerufen am 12. September 2017.
Kunst Als nichtmalender Maler ist Zitko ein
Bei Otto Zitko bestimmt der Raum die Form und den Inhalt. Zentrales Gestaltungselement ist die scheinbar endlos über großformatige Bildtafeln, Blätter oder Wände fortlaufende Linie, die mit Malerrollen oder dicken Ölstiften aufgetragen wird. Hinter dem vermeintlich rein expressiven Charakter seiner Arbeiten stehen eine komplexe Struktur der Selbstorganisation, das Ausloten der physiologischen Bewegung im Raum und unterschiedliche Bewusstseins- und Energieebenen. Denkt man sich diese Organisationsstruktur zur Arbeit gehörig und setzt sie in ein Verhältnis dazu, wird die Zeichnung zu einem Medium, das uns das nicht Sichtbare vors Auge führt.
International bekannt wurde Zitko vor allem durch seine raumgreifenden in situ Zeichnungen, beispielsweise im Arnolfini, Bristol und im Hamburger Bahnhof, Berlin, deren Linienführung über räumliche Distanzen, Mauervorsprünge und Nischen wohldurchdachte Bezugspunkte aufweist, um den Eindruck der ununterbrochenen Linie aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzeugen.
Ausstellungen (Auswahl seit 2000)
2000 Cheim & Read, New York 2001 International Contemporary Art, Museo de Arte Moderno, Mexiko-Stadt 2002 Galerie de l’École des Beaux-Arts, Caen Uncommon Denominator, Mass MoCA, Massachusetts Museum of Contemporary Art, North Adams, MA Galería Heinrich Ehrhardt, Madrid 2003 Cheim & Read, New York Franz West Vis-à-Vis Otto Zitko, Tim Van Laere Gallery, Antwerpen (mit Franz West) © Europe Exists, MMCA, Macedonian Museum of Contemporary Art, Thessaloniki Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck 2004 Österreichisches Kulturforum, Prag Mährische Galerie Brünn (mit Josef Dabernig) 2005 Museum of Contemporary Art Kiasma, Helsinki China retour, Mumok, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien 2006 Galería Heinrich Ehrhardt, Madrid (mit Herbert Brandl) Galerie Krobath Wimmer, Wien Soleil Noir. Depression und Gesellschaft, Salzburger Kunstverein, Salzburg Bunkier Sztuki – Contemporary Art Gallery, Krakau 2007 Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck Magic Line, Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Bozen Galerie für zeitgenoessische Kunst (GfZK), Leipzig 2008 Espacio Marte, Mexiko-Stadt 2009 Die Kunst ist super!, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin 2010 Me, Myself and I – Otto Zitko and Louise Bourgeois, Arnolfini, Bristol getting hot, Krobath, Berlin 2011 Otto Zitko - Pavel Háyek, Dům umění města Brna, Brünn 2012 The Essential Collection Zürich, Zürich 2015 Galería Heinrich Ehrhardt, Madrid Im Licht der Öffentlichkeit Österreichische Kunst nach 1945, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck 2017 Ästhetik der Veränderung, MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien 2018 True Stories. A Show Related to an Era - The Eighties, Galerie Max Hetzler, Berlin 2019 Retroprospektiv, Lentos Kunstmuseum Linz, Linz Wolfgang Gurlitt. Zauberprinz. Kunsthändler – Sammler, LENTOS – Kunstmuseum Linz, Linz 2020 In times like these,…, Crone Berlin, Berlin 2021 Otto Zitko – New Works, Crone Wien, Wien Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis, Leopold Museum, Wien The 80s. Die Kunst der 80er Jahre, Albertina Modern, Wien Galerie Krobath Wimmer, Wien
Permanente Installationen 1994 Business-Park Wien 1996 S.M.A.K., Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent 1998 Grand Hyatt, Berlin 2001 Universitätsklinik, Innsbruck Grand Hyatt, Berlin 2003 MMCA, Macedonian Museum of Contemporary Art, Thessaloniki Pfarrkirche St. Andrä, Graz 2006 Restaurant Skopik & Lohn, Wien 2009 Premium Point, Bukarest 2011 Konzernzentrale Österreichische Volksbanken AG, Wien 2017 Haus Kapelle, Ostseeinsel Rügen
Filmografie (Auswahl) 2013: River Plate
Literatur Retroprospektiv. Hemma Schmutz, Lentos Kunstmuseum Linz, Ingeburg Wurzer, Atelier Otto Zitko Wien (Hg.), Berlin 2019. Text: Ulrich Loock Me, Myself and I, Tom Trevor, Arnolfini, Bristol; Ingeburg Wurzer, Atelier Otto Zitko, Wien (Hg.), Berlin 2011. Text: Tom Trevor Die Konstruktion der Geste. Hemma Schmutz, Salzburger Kunstverein, Salzburg / Barbara Steiner, GfZK Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig / Ingeburg Wurzer, Atelier Otto Zitko, Wien (Hg.), Berlin 2008. Text: Jan Avgikos, Hemma Schmutz, Andreas Spiegl, Barbara Steiner ISBN 978-3-939633-57-0 Pythia. Edition Antagon #2, Salzburg 2008. Text: Hemma Schmutz Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck 1997. Text: Andreas Spiegl Räume. Kunsthalle Bern, 1996. Text: Ulrich Loock, Christian Kravagna Tom Trevor, Ingeburg Wurzer (Hrsg.): "Otto Zitko – Me, Myself and I", JOVIS Verlag Berlin 2011, ISBN 978-3-86859-132-3
Weblinks
Homepage von Otto Zitko
Galerie CRONE, Wien Berlin Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck
Einzelnachweise
Kategorie:Zeichner (Österreich) Kategorie:Maler (Wien) Kategorie:Maler (Linz) Kategorie:Träger des Kulturpreises des Landes Oberösterreich Kategorie:Absolvent der Universität für angewandte Kunst Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Mann