Amelie Solja (* 29. September 1990 in Kandel) ist eine deutsche Tischtennisspielerin, welche seit 2011 mit einem österreichischen Pass antritt. Sie wurde 2007 Deutsche Meisterin im Damen-Doppel.
Karriere mini|Solja, 2022 bei den Europameisterschaften München Amelie Solja begann beim TTC Büchelberg mit dem Tischtennissport. Über den BTTF Zweibrücken kam sie zum TTSV Fraulautern in Saarlouis, für den sie bis zur Saison 2008/09 in der Tischtennis-Bundesliga spielt. Ab der Saison 2009/10 tritt sie beim gleichen Verein in der Regionalliga an. Ihr Länderspieldebüt gab sie bei der EM-Qualifikation gegen Griechenland im November 2006, bei dem sie gegen Maria Mirou mit 3:0 gewann. Bereits mit 16 Jahren errang sie 2007 ihren ersten Deutschen Meistertitel bei den Damen (im Doppel mit Tanja Hain-Hofmann). Im selben Jahr wurde sie WM-Dritte in Mädchen-Einzel. Aufgrund dieser Erfolge wurde sie 2007 auch zum ersten Mal in der Damen-Nationalmannschaft eingesetzt. Insgesamt bestritt sie bis 2008 sieben Länderspiele.
2010 wechselte Amelie Solja, deren Großmutter aus Österreich stammt, zum TTC Villach in die österreichische Bundesliga, weil sie in der deutschen Nationalmannschaft keine Perspektive mehr sahZeitschrift tischtennis, 2012/10 S. 4. Im April 2011 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft. Damit konnte sie für Österreich international antreten, jedoch bei Weltmeisterschaften erst ab April 2018 (gemäß ITTF Handbook 2010/2011 Abschnitt 4.01.03.03.03). Wenige Monate später gewann sie in Wels das österreichische Ranglistenturnier TOP-12.
Da Amelie Solja bei den Olympischen Spielen 2012 für Österreich gestartet war, durfte sie gemäß einer Ausnahmeregelung an den Individualwettbewerben der Europameisterschaft 2012 teilnehmen.
Solja ist aktive Sportlerin des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers, in welchem sie den Dienstgrad eines Zugführers innehat.
Erfolge Österreichische Meisterin im Damen-Doppel: 2013 (mit Sofia Polcanova) Deutsche Meisterin im Damen-Doppel: 2007 (mit Tanja Hain-Hofmann) Siegerin Europe Jugend TOP 10 2008 im Mädchen-Einzel Deutsche Vizemeisterin im Damen-Doppel: 2008 (mit Tanja Hain-Hofmann) Vizemeisterin Südwestdeutschland im Damen-Einzel: 2004 Pfälzer Meisterin im Damen-Einzel: 2004 Zweite beim Europe Jugend TOP 10 2007 im Mädchen-Einzel Dritte der Weltmeisterschaften im Mädchen-Einzel: 2008 Dritte der Weltmeisterschaften im Mädchen-Doppel: 2006, 2007 (mit Rosalia Stähr) Dritte der Weltmeisterschaften im Jugend-Mixed: 2006 (mit Dimitrij Ovtcharov), 2007 (mit Ruwen Filus) Europameisterin im Mädchen-Doppel: 2006 (mit Rosalia Stähr) Vizeeuropameisterin im Mädchen-Einzel: 2007 Dritte der Europameisterschaften im Mädchen-Doppel: 2007 (mit Rosalia Stähr) Dritte der Europameisterschaften im Jugend-Mixed: 2006 (mit Michal Balaz), 2007 (mit Vincent Baubet) Zweite des Europe-Junior-Top-12: 2007 Zweite beim U-21-Wettbewerb der French Open: 2007 Deutsche Meisterin im Mädchen-Einzel: 2004, 2005 Deutsche Vizemeisterin im Mädchen-Einzel: 2006, 2007 Deutsche Meisterin im Mädchen-Doppel: 2007 (mit Petrissa Solja) Deutsche Vizemeisterin im Jugend-Mixed: 2005 Siegerin DTTB-TOP12 Jugend 2006 Europameisterin im Schülerinnen-Doppel: 2005 (mit Rosalia Stähr) Vizeeuropameisterin mit der Schülerinnen-Mannschaft: 2005 Dritte der Europameisterschaften im Schülerinnen-Einzel: 2004, 2005 Dritte der Europameisterschaften im Schüler-Mixed: 2005 (mit Darius Knight) Dritte der Europameisterschaften mit der Schülerinnen-Mannschaft: 2004 Deutsche Meisterin im Schülerinnen-Einzel: 2003, 2005 Deutsche Meisterin im Schülerinnen-Doppel: 2004, 2005 (mit Rosalia Stähr)
Familie Mutter Dagmar Solja-Andruszko (* 1955) spielte in den 1980er Jahren mit dem ATSV Saarbrücken in der Bundesliga, Vater Pavel Solja hat mehrmals die Pfalzmeisterschaft gewonnen und Schwester Petrissa (* 1994) spielte bei Zweibrücken, TTSV Fraulautern, ttc berlin eastside sowie TSV Langstadt 1909 und wurde Europameisterin. Die andere Schwester Susanne (* 1986) erzielte auch Erfolge im Schülerinnenbereich und spielte ab 2004 in der 2. Bundesliga.
Turnierergebnisse (abgerufen am 21. Juni 2014)
Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team AUT Europameisterschaft 2012 Herning DEN letzte 64 letzte 16 GER Europameisterschaft 2008 St. Petersburg RUS Viertelfinale GER Jugend-Europameisterschaft (Kadetten) 2005 Ostrava CZE Gold GER Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2008 Terni ITA Silber Silber GER Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2007 Bratislava SVK Silber GER Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2006 Sarajevo BIH Gold AUT Olympische Spiele 2012 London ENG keine Teiln. 9 AUT Pro Tour 2013 Dubai UAE Viertelfinale AUT Pro Tour 2013 Stockholm SWE letzte 16 Viertelfinale AUT Pro Tour 2013 Berlin GER letzte 64 Viertelfinale AUT Pro Tour 2013 Spala POL letzte 32 Viertelfinale AUT Pro Tour 2013 Olomouc CZE letzte 16 letzte 16 AUT Pro Tour 2013 Changchun CHN letzte 16 AUT Pro Tour 2013 Incheon City KOR letzte 32 AUT Pro Tour 2013 Doha QAT Viertelfinale Viertelfinale AUT Pro Tour 2013 Wels AUT letzte 32 letzte 16 AUT Pro Tour 2012 Poznań POL letzte 16 Viertelfinale AUT Pro Tour 2012 Bremen GER letzte 64 AUT Pro Tour 2012 Shanghai CHN letzte 64 AUT Pro Tour 2012 Velenje SLO letzte 64 letzte 16 AUT Pro Tour 2012 Budapest HUN letzte 32 AUT Pro Tour 2011 Schwechat AUT letzte 64 GER Pro Tour 2011 Wladyslawowo POL letzte 32 GER Pro Tour 2011 Dortmund GER letzte 64 GER Pro Tour 2011 Velenje SLO letzte 64 GER Pro Tour 2010 Rabat MAR Viertelfinale Halbfinale GER Pro Tour 2010 New Delhi IND letzte 16 Viertelfinale GER Pro Tour 2010 Velenje SVN letzte 32 GER Pro Tour 2009 Warschau POL letzte 64 GER Pro Tour 2009 Sheffield ENG letzte 64 GER Pro Tour 2009 Bremen GER letzte 64 GER Pro Tour 2008 Warschau POL letzte 64 GER Pro Tour 2007 Toulouse FRA letzte 32 GER Pro Tour 2006 Warschau POL letzte 16 GER Pro Tour 2006 Belgrad SRB letzte 64 Halbfinale GER Pro Tour 2004 Leipzig GER letzte 64 GER Weltmeisterschaft 2008 Guangzhou CHN 9 GER Jugend-Weltmeisterschaft 2008 Madrid ESP Silber Viertelfinale GER Jugend-Weltmeisterschaft 2007 Palo Alto USA Halbfinale Viertelfinale GER Jugend-Weltmeisterschaft 2006 Kairo EGY letzte 16 Halbfinale Halbfinale GER Jugend-Weltmeisterschaft 2005 Linz AUT Halbfinale GER World Junior Circuit 2008 Tunis TUN Halbfinale GER World Junior Circuit 2007 Cetniewo POL Halbfinale GER World Junior Circuit 2007 Platja d Aro ESP Silber GER World Junior Circuit 2006 Örebro SWE Viertelfinale
Literatur Gert Adolphi: Die Soljas – Bei uns hat jeder freien Lauf, Zeitschrift tischtennis, 2006/8 Seite 50–53 Udo Schöpfer: Die Soljas – Tischtennis als Lebenselexier; Der etwas andere Partykeller, Zeitschrift tischtennis, 2009/4 regional Südwest Seite 1 Jörg Petrasch: Familie Solja – Quo vadis?, Zeitschrift tischtennis, 2009/12 Seite 26–26
Einzelnachweise Zeitschrift DTS, 1984/2 Regionalteil Seite 15 Zeitschrift DTS, 2001/6 regional Südwest Seite 11–12 Zeitschrift DTS, 2001/6 regional Südwest Seite 11–12 + 2004/9 Seite 44 Zeitschrift tischtennis, 2006/12 Seite 27 Zeitschrift tischtennis, 2007/9 Seite 24 Zeitschrift tischtennis, 2011/10 Seite 5 Zeitschrift tischtennis, 2012/12 Seite 16 (abgerufen am 5. März 2013) (abgerufen am 3. Mai 2011)
Weblinks
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