mini|Kiyohara no Fukayabu, im Ogura Hyakunin Isshu.
Kiyohara no Fukayabu (jap. ) war ein japanischer Waka-Dichter der mittleren Heian-Zeit (9./10. Jahrhundert).
Leben Er war der Großvater des Kiyohara no Motosuke und Urgroßvater der Sei Shōnagon, der Verfasserin des berühmten Kopfkissenbuches. Obschon er im Laufe seines Lebens auf eher bescheidenen Posten verschiedener kaiserlicher Ämter diente, als Dichter machte er sich einen Namen: 17 seiner Waka sind im Kokin-wakashū enthalten, eines im Hyakunin Isshu. Er zählt zu den „36 Unsterblichen der Dichtkunst des Mittelalters“ (, chūko sanjūrokkasen).„Mittelalter“ ( chūko) bezieht sich hier auf die Heian-Zeit.
Sein Geschick im Kin-Spiel ist ebenso überliefert wie sein Kontakt zu historischen Persönlichkeiten wie Fujiwara no Kanesuke, Ki no Tsurayuki oder Ōshikōchi no Mitsune. Im Alter lebte er zurückgezogen in einem buddhistischen Tempel namens Fudaraku-ji.
Seine gesammelten Werke, die Fukayabu-shū (, dt. „Sammlung des Fukayabu“) sind als Teil der Haus-Anthologie der Kiyohara überliefert.
Im Ogura Hyakunin Isshu ist er mit folgendem Gedicht (gleichzeitig Gedicht Nr. 166 des Kokin-wakashū) vertreten:
natsu no yoru wa Im Sommer mada yoi nagara bricht, kaum ist es Nacht, akenuru o der Tag schon an – kumo no izuko ni wo in den Wolken denn tsuki yadoruramu bezieht der Mond jetzt Unterkunft?Übersetzung aus Peter Ackermann & Angelika Kretschmer: Die Vier Jahreszeiten. Klassische japanische Gedichte, Frankfurt/M., Insel 2000, S. 100
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (10. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Japanisch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren im 9. oder 10. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 9. oder 10. Jahrhundert Kategorie:Mann