Die 48. LegislaturperiodeDie Zählung der Legislaturperiode richtet sich nach der entsprechenden Zählung für den Nationalrat. Der Ständerat selber kennt als Vertretung der Kantone (Stände) keine Legislaturperioden. Er tagt seit 1848 in Permanenz und kennt aus diesem Grund auch kein Alterspräsidium. der Schweizer Bundesversammlung dauerte vom 3. Dezember 2007 bis zum 5. Dezember 2011.Die Legislaturperiode des Nationalrats beginnt und endet mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Nationalrates. Vgl. den Faktenbericht Legislaturperiode (Stand: Sommer 2018) der Parlamentsdienste (online; PDF; 1,6 MB), S. 4. Tagungsort von Nationalrat und Ständerat war das Bundeshaus in Bern.
Sessionen In der Regel finden vier dreiwöchige Sessionen der Bundesversammlung pro Kalenderjahr statt. Bei hohem Arbeitsanfall oder aufgrund ausserordentlicher Ereignisse können die Räte zu zusätzlichen Sessionen einberufen werden (Sondersessionen oder ausserordentliche Sessionen). In der 48. Legislaturperiode fanden zusätzlich zu den ordentlichen Sessionen folgende Sondersessionen statt:Sessionsdaten. Website der Bundesversammlung.
2008 Sondersession Ständerat: 28. April
2009 Sondersession Nationalrat: 27.–30. April Sondersession Ständerat: 10.–11. August
2011 Sondersession Nationalrat: 11.–14. April
Zusammensetzung mini|300px|Bundesversammlung: Verteilung der Sitze nach Fraktionen (2009):
mini|300px|Nationalrat: Verteilung der Sitze nach Fraktionen:
mini|300px|Ständerat: Verteilung der Sitze nach Fraktionen:
Als Resultat der Wahlen vom 21. Oktober 2007 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Partei Total Sitze Nationalrat Ständerat Veränderung Schweizerische Volkspartei (SVP) 69 62 7 +6 Sozialdemokratische Partei (SP) 52 43 9 −9 Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 43 31 12 −7 Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 46 31 15 +3 Grüne Partei (GPS) 22 20 2 +9 Liberale Partei (LPS)Anschluss an die FDP-Fraktion 4 4 – 0 Grünliberale Partei (glp)Anschluss an die CVP-Fraktion 4 3 1 +4 Evangelische Volkspartei (EVP)Anschluss an die CVP-Fraktion 2 2 – −1 Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU)fraktionslos 1 1 – −1 Partei der Arbeit (PdA)Anschluss an die Grüne Fraktion 1 1 – −1 Linke Allianz-Solidarität (Sol) 0 0 – −1 Schweizer Demokraten (SD) 0 0 – −1 Lega dei Ticinesi (Lega)Anschluss an die SVP-Fraktion 1 1 – 0 Christlichsoziale Partei (CSP)Anschluss an die Grüne Fraktion 1 1 – 0
Veränderungen während der Legislatur. Website der Bundesversammlung. NR Christian Waber (EDU/BE) trat am 18. Dezember 2007 aus der SVP-Fraktion aus und war danach fraktionslos. SR Fritz Schiesser (FDP/GL) wurde am 3. März 2008 als Präsident des ETH-Rates vereidigt. An seiner Stelle wurde Pankraz Freitag in den Ständerat gewählt. Abspaltung der BDP von der SVP ab Juni 2008: NR Brigitta Gadient und Hansjörg Hassler wurden am 16. Juni mit der BDP Graubünden aus der SVP ausgeschlossen. NR Hans Grunder und Ursula Haller sowie SR Werner Luginbühl traten am 21. Juni von der SVP zur BDP Bern über. NR Ruth Genner wurde in die Stadtzürcher Regierung gewählt und machte im Herbst im Nationalrat Katharina Prelicz-Huber Platz. NR Hugo Fasel wurde per Beginn der Wintersession 2008 durch Marie-Thérèse Weber-Gobet ersetzt. Ende 2008 trat der SP-Nationalrat Werner Marti zurück. Als Ersatz für Marti wurde am 8. Februar 2009 Martin Landolt (BDP) gewählt. NR Urs Hofmann wurde per Beginn der Frühjahrssession 2009 durch Max Chopard-Acklin ersetzt. NR Ueli Maurer wurde per Beginn der Frühjahrssession 2009 durch Ulrich Schlüer ersetzt. Ende Mai 2010 trat der Urner CVP-Ständerat Hansruedi Stadler zurück. Als Ersatz wurde am 25. April 2010 Markus Stadler (glp) gewählt. NR Jean-Henri Dunant wurde per Beginn der Wintersession 2010 durch Sebastian Frehner ersetzt. NR Johann Schneider-Ammann wurde nach der Wahl in den Bundesrat von Peter Flück ersetzt. Nach der Wahl von SR Simonetta Sommaruga in den Bundesrat wählten die Stimmberechtigten des Kantons Bern am 6. März 2011 NR Adrian Amstutz (SVP) zu ihrem Nachfolger. NR Adrian Amstutz wurde infolge seiner Wahl in den Ständerat per Beginn der Sommersession 2011 durch Thomas Fuchs ersetzt. NR Norman Gobbi wurde infolge seiner Wahl in den Staatsrat des Kantons Tessin per Beginn der Sommersession 2011 durch Lorenzo Quadri ersetzt. NR André Daguet wurde per Beginn der Sommersession 2011 durch Corrado Pardini ersetzt.
Präsidien Nationalrat Amtsdauer RatspräsidentTagen Nationalrat und Ständerat gemeinsam als Vereinigte Bundesversammlung, führt das Präsidium des Nationalrates den Vorsitz. Kanton Bemerkungen 2007 Paul RechsteinerDer Alterspräsident leitet die erste Sitzung in der neuen Legislaturperiode. St. Gallen Alterspräsident 2007/2008 André Bugnon Waadt 2008/2009 Chiara Simoneschi-Cortesi Tessin 2009/2010 Pascale Bruderer Aargau 2010/2011 Jean-René Germanier Wallis
Ständerat Amtsdauer Ratspräsident Kanton Bemerkungen 2007/2008 Christoffel Brändli Graubünden 2008/2009 Alain Berset Freiburg 2009/2010 Erika Forster-Vannini St. Gallen 2010/2011 Hansheiri Inderkum Uri
Fraktionschefs Fraktion Amtsdauer Fraktionschef Kanton Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 2007–2011 Caspar Baader Basel-Landschaft Sozialdemokratische Fraktion 2007–2011 Ursula Wyss Bern Freisinnig-Demokratische Fraktion 2007–2008 Felix Gutzwiller Zürich 2008–2011 Gabi Huber Uri Fraktion CVP/EVP/glp 2007–2011 Urs Schwaller Freiburg Grüne Fraktion 2007–2009 Therese Frösch Bern 2009–2010 Maya Graf Basel-Landschaft 2010–2011 Antonio Hodgers Genf Fraktion der Bürgerlich-Demokratischen Partei 2009–2011 Brigitta Gadient Graubünden
Mitglieder des Nationalrats Siehe Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 48. Legislaturperiode
Mitglieder des Ständerats Siehe Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 48. Legislaturperiode.
Siehe auch Bundesratswahl 2007 Bundesratswahl 2008 Bundesratswahl 2009 Bundesratswahl 2010
Anmerkungen
Weblinks Übersicht über die Legislaturrückblicke der Räte und Kommissionen der Bundesversammlung
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