Die Amsonien (Amsonia), auch bekannt unter den Namen Blausterne oder Röhrensterne, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).
Beschreibung
mini|Amsonia tabernaemontana paarige Balgfrucht mini|Amsonia ciliata mini|Amsonia hubrichtii mini|Amsonia illustris mini|Orientalischer Blaustern (Amsonia orientalis) Vegetative Merkmale Die Amsonia-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen aufrecht, werden bis etwa 1 Meter hoch und bilden keine Ausläufer. Sie bilden Milchsaft. Die Laubblätter stehen wechselständig.
Generative Merkmale In endständigen thyrsenartige oder schirmförmig zymösen Blütenstände sind die Blüten angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind schmal zugespitzt und meist drüsenlos. Die Kronblätter sind blau oder bläulich. Die Blüten sind Stieltellerblumen. Die Kronröhre ist zylindrisch, erweitert sich über der Mitte und ist innen zottig. Die Kronzipfel überlappen sich nach links. Die Staubblätter setzen im erweiterten Teil der Kronröhre an. Die Staubbeutel sind eiförmig bis länglich, und frei von der Narbe. Die Fruchtblätter sind durch den fadenförmigen Griffel verbunden. Die Samenanlagen sind zahlreich. Die Narbe hat einen basalen häutigen Anhang.
Es werden Balgfrüchte gebildet. Die Samen sind zylindrisch.
Systematik und Verbreitung Die Gattung Amsonia wurde 1788 Thomas Walter in Flora Caroliniana Seite 98 aufgestellt. Der Gattungsname Amsonia ehrt den amerikanischen Arzt und Botaniker Charles Amson, der im 18. Jahrhundert lebte.
Nach Gensequenzanalysen gehört die Gattung Amsonia zur Tribus Amsonieae in der Unterfamilie Rauvolfioideae innerhalb der Familie der Apocynaceae.
Die Amsonia-Arten sind in Nordamerika und Südostasien verbreitet.
Zur Gattung Amsonia werden etwa 20 Arten gezählt:
Amsonia ciliata : Sie kommt in drei Varietäten in den zentralen und südöstlichen Vereinigten Staaten vor. Amsonia elliptica : Sie kommt im südöstlichen China, in Japan und in Korea vor. Amsonia fugatei : Sie kommt nur in New Mexico vor. Amsonia grandiflora : Sie kommt im südlichen Arizona und in Mexiko vor. Amsonia hubrichtii : Sie kommt in Arkansas und in Oklahoma vor. Amsonia illustris : Sie kommt von Iowa bis Texas vor. Amsonia jonesii : Sie kommt im südwestlichen Colorado, im südlichen Utah, in Arizona und in New Mexico vor. Amsonia kearneyana : Sie kommt nur in Arizona vor. Amsonia longiflora : Sie kommt in zwei Varietäten in Texas, New Mexico und im nordöstlichen Mexiko vor. Amsonia ludoviciana : Sie kommt vom östlichen Texas bis Georgia vor. Orientalischer Blaustern (Amsonia orientalis ): Er kommt von Griechenland bis nur nordwestlichen Türkei vor. Amsonia palmeri , Proc. Amer. Acad. Arts 12: 64 (1877): Sie kommt von Arizona bis Texas und im nördlichen Mexiko vor. Amsonia peeblesii : Sie kommt nur im nördlichen Arizona vor. Amsonia repens : Sie kommt nur in Texas vor. Amsonia rigida : Sie kommt von Louisiana bis ins nördliche Florida vor. Amsonia tabernaemontana : Sie kommt in zwei Varietäten in den zentralen und östlichen Vereinigten Staaten vor. Amsonia tharpii : Sie kommt in New Mexico und in Texas vor. Amsonia tomentosa : Sie kommt in zwei Varietäten in den südlichen Vereinigten Staaten und im nordöstlichen Mexiko vor.
Nutzung Einige Arten wie Amsonia tabernaemontana werden als Zierpflanzen verwendet.
Belege Literatur Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg, David J. Middleton: Apocynaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Amsonia Walter., S. 156 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
Einzelnachweise Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg, David J. Middleton: Apocynaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Amsonia Walter., S. 156 - textgleich online wie gedrucktes Werk. Datenblatt bei Flora of Missouri. Rafaël Govaerts: World Checklist of Selected Plant Families Database in ACCESS: 1-216203, 2003. The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. In: Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. K. Potgieter, V. A. Albert: Phylogenetic relationships within Apocynaceae s.l. based on trnL intron and trnL-F spacer sequences and propagule characters. In: Ann. Miss. Bot. Gard. Volume 88, 2001, S. 522–549. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. M. E. Endress, S. Liede-Schumann, U. Meve: An updated classification for Apocynaceae. In: Phytotaxa, Volume 159, 3, 2014, S. 175–194. doi:10.11646/phytotaxa.159.3.2
Weblinks
Kategorie:Hundsgiftgewächse