Hambach ist ein Stadtteil von Taunusstein im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Der Ort liegt im Norden von Taunusstein an der Landesstraße 3470 zwischen Orlen und Niederlibbach.

Geschichte Ortsgeschichte Die ältesten bekannten schriftliche Erwähnung von Hambach erfolgten unter dem Namen de Heinbach im Jahr 1213 in einer Urkunde des Klosters Eberbach und als Hanbach im Jahr 1231 in einem Schenkungsvertrag für den Grafen Robert von Nassau–Idstein an den Deutschen Orden. Hambach selbst scheint zu diesem Zeitpunkt, ähnlich wie die umliegenden Orte, aber unter der Lehnshoheit des Klosters Bleidenstadt gestanden zu haben.

Für 1566 sind zehn Haushaltungen verzeichnet, für die Zeit um 1700 20 bis 30 Einwohner.

1966 wurde Hambach Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hambach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Taunusstein als Stadtteil eingegliedert. Für Hambach wurde wie für die übrigen Stadtteile von Taunusstein ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Hambach angehört(e):

1566: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Nassau, Amt Idstein ab 1721: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Nassau-Ottweiler, Amt Idstein ab 1728: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Idstein 1787: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Idstein 1812: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Idstein ab 1816: Herzogtum NassauDas Herzogtum Nassau war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als Vorläufer des Deutschen Reichs., Amt Wehen ab 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreisamt Langen-SchwalbachAbtrennung der Justiz Justizamt Wehen bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Wehen ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, UntertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Wehen) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Untertaunuskreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Regierungsbezirk Wiesbaden, Hessen, Untertaunuskreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis, Stadt TaunussteinAm 1. Juli 1972 als Ortsbezirk zur Stadt Taunusstein. ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Bevölkerung Einwohnerentwicklung 1566: 10 Haushaltungen um 1700: 17 Einwohner

Religionszugehörigkeit • 1885: 123 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 131 evangelische (= 92,25 %), 10 katholische (= 7,04 %) Einwohner

Politik Für Hambach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hambach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2021 gehören ihm fünf Mitglieder der Liste „Bürger für Hambach“ (BfH) an. Ortsvorsteher ist Hansjürgen Lehmann (BfH).

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kulturdenkmäler Lindenplatz; Brunnen Lindenplatz 4; Backhaus Lindenplatz 5; Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude Lindenplatz 6; Hofreite Zur Schillereiche 4, Wohnhaus

Regelmäßige Veranstaltungen Backesfest der Freiwilligen Feuerwehr, mit selbst gebackenem Brot aus dem Backhaus.

Literatur Waldemar Schmidt: Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis – zwei Bleidenstädter Kirchspiele. in: Nassauische Annalen, 65. Band, 1954. S. 229–233.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks

Stadtteil Hambach. In: Webauftritt der Stadt Taunusstein.

Kategorie:Ort im Rheingau-Taunus-Kreis Kategorie:Geographie (Taunusstein) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1231 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972