Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2013)Ergebnisse des Renault ZOE beim Euro-NCAP-Crashtest 2013. Euro-NCAP, 2013, abgerufen am 29. Juli 2013. 105px Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2021)Ergebnisse des Renault ZOE beim Euro-NCAP-Crashtest 2021. Euro-NCAP, 2021, abgerufen am 8. Dezember 2021. 105px mini|Renault Zoe, Heckseitenansicht mini|Instrumententafel (2012–2019) mini|Instrumententafel (2019–2024) mini|Renault Zoe (2019–2024) mini|Renault Zoe, Heckansicht Der Renault Zoe (Eigenschreibweise: ZOE) ist ein elektrisch angetriebener Kleinwagen des französischen Herstellers Renault, der ab März 2013 ausgeliefert wurde.Renault Zoe erst 2013. Mein Elektroauto, 27. November 2012, abgerufen am 29. Juli 2013. Die erste Generation des Fahrzeugs basierte auf der Plattform des Renault Clio IVRhombus 1/2013. S. 110., die 2019 präsentierte zweite Generation auf der des Clio V. Produziert wurden die Zoes im Werk von Renault in Flins.Frank Volk: Renault bereitet Verdoppelung der Zoe-Produktion in Flins vor. In: automobil-produktion.de, 11. Juli 2018, abgerufen am 15. Juli 2018. Die Produktion des Zoe wurde Ende März 2024 eingestellt. Als Nachfolgemodell wird der ab 2024 erhältliche Renault 5 E-Tech gesehen.

Modellgeschichte Die offizielle Vorstellung der ersten Generation des Zoe (erster Motor: Q210) erfolgte am 18. März 2013 in Paris. Eine Woche später begann Renault in Frankreich mit der Auslieferung. Zu dieser Zeit konnten auch in Deutschland und Österreich Kaufverträge für den Zoe abgeschlossen werden, die Auslieferung erfolgte hier ab Juni 2013. Im Frühjahr 2015 wurde die Zoe-Version R240 vorgestellt, deren Motor-Antriebsstrang von Renault entwickelt und gefertigt wird. Im Vergleich zur Vorversion Q210, deren Antriebsstrang vom Zulieferer Continental stammt, unterstützt das neue Ladesystem nur Schnellaufladungen am Drehstrom-Wechselstromnetz bis maximal 22 kW, im Vergleich zu 43 kW des Continental-Motors, hat aber im NEFZ 30 km mehr Reichweite. Im Rahmen dieser ersten Modellpflege erweiterte Renault das Multimediasystem R-Link Evolution und unterstützt seither Android Auto.

Im Juni 2019 wurde eine neue Generation des Zoe vorgestellt. Bei unveränderten äußeren Dimensionen beschränkten sich die optischen Änderungen auf Fronthaube, Leuchten und einen neugestalteten Innenraum mit einem vertikal angebrachten 9-Zoll-Bildschirm. Das Armaturenbrett entspricht dem Anfang 2019 präsentierten Clio. Unter der Karosserie verfügt die neue Modellgeneration über die Modellplatform des Clio V, eine elektrische Feststellbremse, Scheibenbremsen auf der Hinterachse sowie optional einen neuen Motor mit 100 kW Leistung, eine größere Batterie, Assistenzsysteme, und den Ladestandard CCS. Damit kann der Zoe an Schnellladesäulen mit einer Leistung von bis zu 46 kW geladen werden.

Kontroversen bezüglich Crashtest 2021 Der Euro-NCAP passte zwischen 2013 und 2021 mehrfach die Kriterien für die Sicherheitsbewertung an. Das auf derselben Plattform wie die zweite Zoe-Generation gebaute Automodell Clio V ist mit Kopfairbags für beide Sitzreihen ausgestattet und erzielt im Euro-NCAP-Crashtest eine Wertung als KlassenbesterEuro NCAP: Best in Class Cars of 2019, abgerufen am 12. Dezember 2021 mit fünf Sternen.Euro NCAP: Crash & Safety Tests of Renault Clio - 2019 - Supermini, abgerufen am 11. Dezember 2021 Die zweite Generation des Renault Zoe hingegen erzielte im Euro-NCAP-Crashtest 2021 eine schlechte Bewertung von null Sternen. Gegenüber der ersten Generation stellt dies eine erhebliche Verschlechterung dar. Begründet wird die Bewertung mit einem schlechteren Seitenaufprallschutz. Der in der ersten Zoe-Generation verbaute kombinierte Kopf- und Seitenairbag wurde durch einen einfacheren Seitenairbag ohne Kopfschutz ersetzt. Außerdem verfügt das Modell weiterhin nicht über einen Knie-Airbag oder Gurtstraffer und -begrenzer auf den hinteren Sitzplätzen und serienmäßig keine Technologien zur Unfallprävention. Renault wehrte sich gegen die schlechte Bewertung des Euro-NCAP-Crashtests und merkte an, das Fahrzeug erfülle alle notwendigen Anforderungen. In der Folge pausierte der ADAC bis auf Weiteres die Vertriebskooperation mit Renault für dieses Modell.

Im weiteren Verlauf wurde ein Fall aus Österreich bekannt, bei dem die Prospekte statt des tatsächlich verbauten Seitenairbags weiterhin den ursprünglichen beschreiben. Diese Angabe wurde erst Anfang Dezember 2021 geändert, wodurch zuvor eingegangene Bestellungen auf falschen technischen Angaben basieren. In Deutschland lässt sich Renault den Entfall der Optionen zur Fußgängererkennung und zum Sicherheitswarner ohne finanzielle Entschädigung oder nachträglichen Einbau bei bereits bestellten Fahrzeugen von den Kunden bestätigen. Als Grund wird hier der globale Mangel an elektronischen Bauteilen angegeben. Maßgeblich für die Bewertung des Crashtests waren aber auch diese Sicherheitsassistenzsysteme und Renault selbst gibt offiziell an, sie weiterhin anbieten zu können.

Später gab Renault weitere Details bekannt. So hätten Kosten bei der Wahl des Seitenairbags keine Rolle gespielt. Diese lägen bei 2 bis 3 € pro Fahrzeug. Man habe aber mit dem 2017 beschlossenen und 2019 eingeführten Facelift diverse Assistenzsysteme eingeführt, deren Mehrkosten bei etwa 50 bis 70 € pro Auto lägen. Zu der Entscheidung hätte eine Studie zur Ermittlung von Telemetriedaten beigetragen, die Renault zusammen mit Stellantis betreibt. Die dort ausgewerteten Zoe zeigten keinen einzigen Unfall mit seitlichen Kollisionen wie sie der Pfahlaufpralltest von Euro NCAP simuliert, dafür aber reichlich Un- und Vorfälle im urbanen Raum. Zusätzlich, betont Renault, habe sich bei internen Crashtests gezeigt, dass die Kombination aus Seiten- und Kopfairbag durch die Verteilung der Luft im Airbag bei bestimmten Seitencrashs auch negative Auswirkungen haben kann. Man räumt jedoch ein, dass diese Entscheidung angesichts des Testresultats von Euro NCAP hätte anders entschieden werden sollen. „Man habe nicht damit gerechnet, dass der Zoe nachgetestet werde“, schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch VW habe die Einführung der achten Generation des Golf forciert, um den ab 2020 geltenden Testkriterien zuvorzukommen und lieber Fehler der unfertigen Bordelektronik in Kauf genommen. Der Airbag der Zoe bleibt für diese Modellgeneration weiterhin unverändert. Nur ein sogenannter Vorhang-Airbag würde ein Sicherheitsgewinn erzielen. Dieser sei aber mit einer völligen Neukonstruktion verbunden. Der bisher nur in höheren Ausstattungslinien erhältliche Notbremsassistent wird serienmäßig in allen ab März 2022 produzierten Zoe verbaut.

Technik Antrieb Der Zoe der ersten Modellgeneration hat einen fremderregten Synchronmotor mit einer Nennleistung von 43 kW. Er erreicht eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Die Reichweite der Baureihe Q210 mit 22-kWh-Akku beträgt 210 km (NEFZ), die praxisnahe Reichweite lag dabei laut Hersteller zwischen 100 und 150 km. Die Reichweite der Baureihe R240 beträgt 240 km (NEFZ). Seit Januar 2017 beträgt die NEFZ-homologierte, abgerufen am 4. Februar 2017 Reichweite des seitdem erhältlichen 41-kWh-Akkus 400 km. Renault selbst gab daneben effektive 300 km unter Praxisbedingungen an.Elektroautos im Vergleich: Renault Zoe, utopia.de, abgerufen am 13. Januar 2022 Testberichte zeigten ebenfalls, dass selbst unter extremen Bedingungen wie winterliche Außentemperatur, eingeschaltete Heizung, Licht und weitere Geräte, Autobahnfahrt (maximal 100 km/h), Bergauffahrt usw. eine tatsächlich gefahrene Reichweite von ca. 270 km möglich ist.

Antriebsbatterie Die Antriebsbatterie ist ein Lithium-Ionen-Akkumulator mit NMC-Zellchemie. Die Batterie sollte ursprünglich vom Kooperationspartner Nissan zugeliefert werden und die gleichen Zellen wie beim Nissan Leaf erhalten. Im Juli 2012 wurde bekannt, dass entgegen den ursprünglichen Planungen die Antriebsbatterie von der südkoreanischen LG Chem gefertigt wird.Unexpected: Renault Zoe will get LG batteries, unlike the Nissan Leaf. motor-nature, 6. Juli 2012, abgerufen am 6. September 2012 Dieser Wechsel machte Änderungen an der Systemsoftware notwendig, die den Serienanlauf verzögerten.

Ladegerät mini|Blick in den Motorraum eines Zoe R240 mit Typ-2-Ladeanschluss unter dem Renault-Logo an der Front Ab Werk haben alle Versionen des Zoes ein integriertes Ladegerät mit dem Namen Chameleon Charger. Dieses nutzt dabei die Induktivität des Elektromotors als DC-DC-Wandler und ermöglicht das Aufladen der Akkus mit Leistungen je nach Version von bis zu 22 kW bzw. 43 kW AC. Broschüre, Juni 2013 (PDF; 1,9 MB), abgerufen am 2. August 2013 Mit dem Akku-Upgrade auf 41 kWh (Z.E. 40 genannt) wird in Deutschland hauptsächlich die Motor-Version R110 (Renault-Motor) verkauft, die eine maximale Ladeleistung von 22 kW zulässt. Einzelne Händler bieten auch die Kombination aus Q90-Motor und 41-kWh-Akku an.

Bis zur 2018 erschienenen Modellvariante R110 wurden alle Zoe-Varianten ausschließlich mit einem Typ-2-Ladestecker in der Front ausgeliefert. Beim R110 war es erstmals möglich, gegen Aufpreis einen CCS-Typ-2-Ladestecker zu erhalten, bei welchem der Ladevorgang mit Gleichstrom anstatt mit Wechsel- bzw. Drehstrom durchgeführt wird. An gängigen, kommerziellen Ladesäulen mit Schnellladefunktion stehen überwiegend 43 kW für Typ 2 und 50 kW für CCS-Typ-2-Stecker zur Verfügung. CCS-Stecker an Ladesäulen mit höherer Ladeleistung können zwar mechanisch und elektrisch verwendet werden, die tatsächliche verwendete Leistung wird durch das Fahrzeug auf 50 kW beschränkt.

Die Ladezeiten für die 41-kWh-Antriebsbatterie betragen laut Herstellerangaben:Renault (Hrsg.): an einer 43-kW-Ladestation ca. 1:05 für 80 %, an einer 22-kW-Wallbox ca. 1:38 für 80 % und 2:40 für 100 %, an einer 11-kW-Wallbox (3 × 16 A) ca. 3:20 für 80 % und viereinhalb Stunden für 100 %, an einem 3,1-kW-Anschluss (1 × 14 A) rund 13 Stunden für 80 % und 16 Stunden für 100 % sowie an einem 2,3-kW-Anschluss (1 × 10 A) rund 20 Stunden für 80 % und 25 Stunden für 100 % der Kapazität.

Mögliche Kombinationen Motor/Akkumulator Unterschieden wird das Fahrzeug anhand der Motorvarianten und des Energiespeichervermögens der Antriebsbatterie (im Folgenden als Akkumulator bezeichnet), wobei Q für Continental-Motoren und R für Renault-Motoren stehen.

R/Q210: Diese Version hat den ursprünglichen Continental-Motor. Der Chameleon Charger lädt den Akkumulator mit einer Ladeleistung von bis zu 43 kW. Er kann 21 kWh aufnehmen, das Fahrzeug kommt damit im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) 210 km weit. Der R210, welcher der erste Motor war, der im Zoe angeboten wurde, wurde mit der Einführung des R240 (entwickelt von Renault) zu Q210 unbenannt, zur Erleichterung der Unterscheidung.

R240: Diese Version hat den von Renault selbst entwickelten Elektromotor. Die Ladeleistung beträgt maximal 22 kW, die Reichweite steigt beim 21-kWh-Akku aufgrund des etwas sparsameren Motors auf 240 km im NEFZ.

R75: Diese Variante wird unter dem Namen „Life“ nur auf dem französischen Markt angeboten.

R90: Hier ist der Renault-Motor mit einer 22-kW-Ladeelektronik und dem größeren 41-kWh-Akku kombiniert.

Q90: Mit der Einführung des 41-kWh-Akkus konnte der Continental-Motor mit dem größeren Akku zusammen verwendet werden. Zwar wurde die Variante in Deutschland nur vereinzelt angeboten, jedoch konnten Q210-Besitzer durch ein Akku-Upgrade diese Kombination erhalten.

R110: Version mit 80-kW-Motor und wahlweise 41-kWh-Akku oder 52-kWh-Akku.

R135: Version mit 100-kW-Motor und 52-kWh-Akku.

Batteriemiete