mini|Installation Zeitfeld (1987) am Eingang Auf’m Hennekamp des Südparks Düsseldorf, 2009

Klaus Rinke (* 29. April 1939 in Wattenscheid; † 20. Januar 2026Der „visuelle Philosoph“ Klaus Rinke ist mit 86 Jahren gestorben. In: Oberösterreichische Nachrichten vom 22. Jänner 2026, S. 18, Rubrik Kultur und Leben.) war ein deutscher Künstler und Hochschullehrer.

Leben und Werk Rinke bildete sich in den Jahren 1954 bis 1957 zum Dekorations- und Plakatmaler in Gelsenkirchen aus. Nach dem Studium der Malerei von 1957 bis 1960 an der Folkwang-Schule in Essen unterhielt er in den Jahren 1960 bis 1964 verschiedene Ateliers in Paris und Reims. 1962 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Le Portulan in Le Havre.

1965 kehrte er nach Deutschland (Düsseldorf) zurück und gab die Malerei auf, um sich ersten Wasserarbeiten („12 Faß geschöpftes Rheinwasser“, 1969) und ersten „Primärdemonstrationen“ zu widmen. Er begann eine rege internationale Ausstellungstätigkeit. Von 1970 bis 1976 veranstaltete er Performances und gemeinsame Ausstellungen mit Monika Baumgartl.

Von 1974 bis 2004 war Rinke Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 1980 gründete er ein Zentrum für Kontemplation in Haan und unterhielt ab 1981 ein Atelier und eine Wohnung in Los Angeles. Von 1993 bis 1998 war Klaus Rinke Vorsitzender des Künstlervereins Malkasten und seit 1998 Ehrenmitglied., auf malkasten.org, abgerufen am 7. April 2016. 2007 zog Rinke von Haan bei Düsseldorf, wo er seit fast 30 Jahren lebte und arbeitete, nach Neufelden in Österreich. mini|Tabor-Einkaufszentrum in Steyr, 2014 mini|Donauzentrum Sonnenstrahl in Wien, 2011

Er gestaltete 1983 die Fassade des Kaufhauses Tabor in Steyr und 1984 die von PRO-Kaufland in Linz-Urfahr. Das Steyrer Kaufhaus wurde bis 2020 umgebaut.Mein Bezirk - Steyr & Steyr-Land: Das „neue“ Taborland eröffnet am 19. November. Artikel vom 19. Oktober 2020, aufgerufen am 22. Jänner 2026. Mit dem Verkauf des PRO-Kauflands wurde der dortige Fassadenschmuck mit „Planeten und Wassertropfen“ auf Veranlassung des Neuhauser Schlossherrn Otto Plappart nach St. Martin im Mühlkreis gebracht. Die Installation Donau Zentrum Sonnenstrahl in Wien (beim Westfield Donauzentrum) stammt aus dem Jahr 2011. Sie besteht aus einem großformatigen Wandbild mit Wassertropfen und einer 30 Meter hohen Sonnenstrahl-Skulptur, die von 64 Tropfen umgeben ist.Donauzentrum enthüllt neues Wahrzeichen auf Vienna.at. Beitrag vom 27. Oktober 2011, aufgerufen am 25. Jänner 2026

Klaus Rinke starb im Januar 2026 im Alter von 86 Jahren. Er lebte im Schloss Neuhaus bei St. Martin im Mühlkreis.

Ausstellungen (Auswahl) 1969: Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf 1972: Klaus Rinke. Der Versuch meine Arbeiten zu erklären, Kunsthalle Tübingen 1972: Biennale di Venezia, Venedig 1972: documenta 5, Kassel 1973: Museum of Modern Art (MoMA) 1975: Museum Wiesbadenus [Bruno Russ], Einsame Kreise, Die Aktion Rinke/Rabinowitch, Wiesbadener Kurier, Donnerstag, 2. Oktober 1975, S. 8. 1976: Museum Wiesbadenus [Bruno Russ], Rinke und seine Schüler, 10. Aktion im Raum 27, Wiesbadener Kurier, Montag, 22. März 1976, us [Bruno Russ], Düsseldorfer Kunstakademie – und was aus ihr hervorgeht, Wiesbadener Kurier, Mittwoch, 24. März 1976, Düsseldorfer Happyning im Museum Wiesbaden, Wiesbadener Kurier, Samstag, 27. März 1976. 1977: Biennale di Venezia, Venedig 1977: documenta 6, Kassel 1984: Klaus Rinke im Neandertal. Über den Ursprung der Kunst. Skulpturen und Zeichnungen, Neandertal und Museum, Neandertal/Mettmann. – Erkrath 1985: Instrumentarium, Centre Pompidou, Paris 1992: Kunsthalle Düsseldorf 2006: Hagia Sophia Museum, Istanbul (Einzelausstellung) 2011: Städel Museum, Frankfurt 2016: The memories belong to me, Thomas Brambilla Gallery, Bergamo, Italien 2017: Solo Show, Art Basel Unlimited, Basel, Schweiz 2017: Derzeit, Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal 2017: Instrumentarium, The Nave, CCCOD Tours, Frankreich 2019: Die vierte Kraft, Museum Küppersmühle, Duisburg

Auszeichnungen 1972: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Bildende Kunst

Literatur Klaus Rinke. Katalogpublikation Städtisches Museum Schloß Morsbroich Leverkusen, 1970 Götz Adriani (Hrsg.): Klaus Rinke, Zeit Time, Raum Space, Körper Body, Handlungen Transformations. Katalogpublikation Kunsthalle Tübingen, Köln 1972. Bernd Fäthke, Klaus Rinke und David Rabinowitch, Ausst. Kat.: 9. Aktion im „Raum 27“, Museum Wiesbaden, 30. Sept. – 4. Okt. 1975. Bernd Fäthke, Rinkes Klasse im „Raum 27“, Ausst. Kat.: 10. Aktion im „Raum 27“, Letztes Mal hast du doch gesagt, daß du keine Kunst machst, Museum Wiesbaden, 21. März – 28. März 1976. Ursula Eisenbach, Hans-Werner Schmidt (Hrsg.): Klaus Rinke, retroaktiv (1954 - 1991), Richter Verlag, Düsseldorf 1992 Ursula Eisenbach (Hrsg.): Klaus Rinke gemacht gedacht. Texte & Interviews, Grupello, Düsseldorf 2004. Hannelore Kersting (Bearb.): Kunst der Gegenwart. 1960 bis 2007. Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach 2007, ISBN 978-3-924039-55-4.

Weblinks klausrinke.com

Meisterwerke. Klaus Rinke „Zeitfeld“, WDR-Sendung von Martina Müller, 15. Januar 2013

Einzelnachweise

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