Mari Eder (* 9. November 1987 in Eno als Mari Laukkanen) ist eine ehemalige finnische Biathletin und Skilangläuferin.

Leben Mari Eder, Studentin aus Eno, betreibt seit 1999 Biathlon und gehört seit 2001 zum Nationalkader Finnlands. Die finnische Junioren-Biathletin der Saison 2005/06 wird von Tomi Kuutti trainiert und startet im Biathlon für den Kontiolahden Urheilijat (Kontiolahti Sport Club) sowie im Skilanglauf für Enon Kisa-Pojat.

Sie lebt in Thalgau im salzburgischen Flachgau und ist dort Mitglied in der Sport Union Nordic Thalgau, für die sie unter anderem bei skate the ring am Salzburgring an den Start geht.

Im Juli 2018 heiratete sie den ehemaligen österreichischen Biathleten Benjamin Eder. Am 25. Februar 2026 gebar sie Zwillinge.Merkur. https://www.merkur.de/sport/wintersport/Biathlon-Traumpaar schwelgt im Babyglück und zeigt voller Stolz seine Zwillinge., abgerufen am 2. Mai 2026

Karriere Biathlon Anfänge 2005 nahm Mari Eder in ihrer finnischen Heimat, in Kontiolahti, erstmals an Juniorenweltmeisterschaften teil. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie als Viertplatzierte mit der Staffel, im Einzel, dem Sprint und der Verfolgung kam sie auf Platzierungen zwischen 20 und 22. Ein Jahr später in Presque Isle konnte sie als Vierte in der Verfolgung nach Rang 13 im Sprint ihr bestes Einzelergebnis bei Juniorenweltmeisterschaften erreichen. Bei den Junioreneuropameisterschaften desselben Jahres kurz darauf in Langdorf gewann sie in dieser Wettkampfform die Goldmedaille und wurde zudem Fünfte im Einzel und Achte im Sprint. 2007 bei den Juniorenweltmeisterschaften in Martell erreichte sie in den Einzelrennen Ergebnisse zwischen Platz Elf und 13, mit der Staffel wurde sie Fünfte. Anschließend durfte Eder erstmals bei Biathlon-Weltmeisterschaften antreten. In Antholz konnte sich die Finnin als 43. für das Verfolgungsrennen qualifizieren, in diesem Wettkampf wurde sie jedoch als überrundete Athletin nicht gewertet. Mit der Damen-Staffel wurde Eder zudem 12., in der Mixed-Staffel 16.

Regelmäßige Einsätze im Weltcup (2007 bis 2013) mini|links|300px|Eder während der Weltmeisterschaften 2008 Im Sommer trat Eder bei den Skiroller-Wettbewerben der Weltmeisterschaften im Sommerbiathlon an und verpasste sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung als Viertplatzierte zweimal nur knapp Edelmetall. Seit der Saison 2007/08 gehört die Finnin zum Kader ihres Landes für den Biathlon-Weltcup. Sie gab ihr Debüt in Kontiolahti und wurde dort 79. im Sprintrennen. Letztmals nahm sie in Ruhpolding an Juniorenweltmeisterschaften teil. Auch beim vierten Mal verpasste die Athletin als Fünfte der Verfolgung nur knapp eine Medaille. Ihren internationalen Durchbruch konnte Eder bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2008 in Östersund feiern. Als 34. im Sprint und 33. der Verfolgung verpasste sie nur knapp den Gewinn erster Weltcuppunkte. Im Einzel erreichte sie Rang 47, mit der Mixed-Staffel wurde sie Zehnte und mit der Damen-Staffel 15. Der erstmalige Gewinn von Weltcuppunkten gelang der Finnin beim Weltcupfinale am Holmenkollen in Oslo, wo sie im Sprint den 26. Rang erreichte. Mari Eder nahm an den Olympischen Winterspielen 2010 teil. Ihr bestes Resultat war der 43. Platz im Einzel. Ihren Durchbruch im Weltcup hatte Eder in der Saison 2011/12. Dreimal platzierte sie sich unter den besten 20; am Holmenkollen in Oslo erreichte sie einen 14. Rang in einem Verfolgungsrennen nach einem 20. Platz im Sprint. Im Biathlon-Weltcup 2012/2013 erreichte sie im Sprint in Ruhpolding am 11. Januar 2013 ihr erstes Top-10-Ergebnis im Weltcup.

Erste Podiumsplatzierung im Weltcup (2013 bis 2015) In der Saison 2013/2014 zeigte sich Mari Eder von Anfang an sehr laufstark. In mehreren Rennen erreichte sie Laufzeiten unter den besten zehn in der Loipe, durch Schwächen am Schießstand lagen ihre Ergebnisse jedoch oft außerhalb der Punkteränge. Nach einem 9. Platz im Sprint in Pokljuka überraschte Eder im heimischen Kontiolahti mit einem 3. Platz im Sprint. Mit der achtbesten Laufzeit und ohne Schießfehler erreichte sie hinter ihrer Teamkameradin Kaisa Mäkäräinen und der ebenfalls fehlerfreien Russin Olga Saizewa ihre erste Podiumsplatzierung im Weltcup.

In der Folgesaison konnte sie jedoch nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen. Lediglich in den Sprintrennen in Oberhof und Ruhpolding erreichte sie jeweils den fünften Platz und damit die einzigen Top-10-Platzierungen in diesem Winter. Bei den Heimweltmeisterschaften in Kontiolahti war ein 16. Platz im Sprint ihr bestes Einzelergebnis der Veranstaltung, für den Massenstart konnte sie sich nicht platzieren. Die Saison beendete sie auf Gesamtrang 36.

Erkrankung und erste Siege im Weltcup (2015 bis 2017) Auf die Saison 2015/16 bereitete sie sich verstärkt mit der österreichischen Damenmannschaft in Hochfilzen vor. Sie versuchte zudem, ihre Schießleistungen am Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg Rif zu verbessern. Während des Winters hatte sie immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zwei Rennen beendete sie nicht und bei zwei weiteren musste sie kurzfristig den Start absagen. Sie verfehlte mehrmals die Qualifikation für ein Verfolgungsrennen und erreichte in keinem Rennen die Top 10. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2016 im norwegischen Oslo absolvierte sie die Mixedstaffel, den Sprint und das Verfolgungsrennen. Krankheitsbedingt verzichtete sie auf einen Start bei den weiteren Rennen und reiste vorzeitig aus Oslo ab. Um den Ursachen für ihre körperlichen Probleme auf den Grund zu gehen und um wieder vollständig gesund zu werden, beendete sie zu diesem Zeitpunkt die Saison vorzeitig. Wie bei vielen anderen Biathleten wurde bei Eder Pfeiffer-Drüsenfieber diagnostiziert.

Mari Eder entschied sich dagegen, ihre Karriere vorzeitig zu beenden. In der Vorbereitung auf die Saison 2016/17 trainierte sie erneut viel mit der österreichischen Mannschaft und arbeitete weiter an ihren Fähigkeiten am Schießstand. Sie nahm an den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften im estnischen Otepää teil und gewann gemeinsam mit Kaisa Mäkäräinen, Tuomas Grönman und Olli Hiidensalo die Mixedstaffel.

Vor allem läuferisch konnte sie einen großen Schritt nach vorne machen. Mit einer Ausnahme lag ihre Laufzeit immer innerhalb der zehn Besten eines Rennens, im letzten Rennen der Saison, dem Massenstart in Oslo, setzte sie zudem die Laufbestzeit. Die Wettkämpfe in Ruhpolding ließ sie aus, um sich für eine Teilnahme an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 im finnischen Lahti zu qualifizieren. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen verfehlte sie im Einzelwettkampf um einen Rang die Bronzemedaille, es war ihr erstes Top-10-Ergebnis in dieser Disziplin. Während des Weltcups in Pyeongchang befand sie sich in Lahti, im Langlaufsprint konnte sie sich knapp nicht für das Finale qualifizieren. Als Achte war sie jedoch mit Abstand die beste finnische Athletin in diesem Wettkampf. Zurück im Weltcup schoss sie beim Sprint in Oslo das erste Mal seit ihrem Podiumserfolg 2014 in Kontiolahti wieder fehlerfrei und gewann ihr erstes Weltcuprennen. Sie ging als Führende in die Verfolgung und gewann mit nur einem Schießfehler dieses Rennen. Es war erst das zweite Mal, dass Eder in einem Rennen mit vier Schießeinlagen nur eine Scheibe nicht traf. Das erste Mal war im Februar 2012, ebenfalls in einem Verfolgungsrennen in Oslo. Ihren zweiten Sieg widmete sie ihrem Schießtrainer und engen Vertrauten Asko Nuutinen. Dieser hatte eine Woche zuvor während des Weltcups in Kontiolahti einen Herzinfarkt erlitten, an dessen Folgen er in der Nacht zuvor verstorben war. Die finnische Mannschaft trug deshalb an diesem Tag Trauerflor.

Dritte Olympiateilnahme und erneute Krankheitspause (seit 2017) In der Saison 2017/18 konnte Mari Eder nicht an die Erfolge des vergangenen Winters mit den zwei Weltcupsiegen beim Saisonfinale in Oslo anknüpfen. Die beste Platzierung des Winters war ein Zwölfter Platz beim Sprint in Annecy/Le Grand-Bornand. Sie nahm an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teil, verpasste jedoch die Qualifikation für das Verfolgungsrennen und erreichte auch im Einzelwettkampf über 15 km nur den 42. Rang. Trotzdem wurde sie für den Teamsprint im Langlaufen nominiert, gemeinsam mit Krista Pärmäkoski verfehlte sie als Fünfte knapp die Medaillenränge.

Im Sommer 2018 heiratete sie Benjamin Eder und ging in der Folge als Mari Eder an den Start. Nach der Teilnahme an den Weltcuprennen in Slowenien und Österreich zum Beginn der Saison 2018/19 musste Eder erneut aus gesundheitlichen Gründen eine Wettkampfpause einlegen. Sie bestritt gegen Ende des Winters noch ein Rennen im zweitklassigen IBU-Cup in Otepää, erreicht dort jedoch trotz des deutlich schlechteren Leistungsniveaus gegenüber dem Weltcup nur einen 38. Platz.

Anfang des Winters 2019/20 gab Eder an, wieder gesund zu sein und ging wieder im Weltcup an den Start.

Langlauf Neben Biathlon betreibt Eder Skilanglauf und nimmt seit 2005 immer wieder in Wettbewerben, meist unterklassigen Rennserien wie dem Scandinavian Cup teil. 2007 nahm sie in Tarvisio an ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften teil und belegte über 5 Kilometer Freistil Platz elf. Ein Jahr später gab sie in Lahti bei einem Freistil-Sprint ihr Debüt im Skilanglauf-Weltcup und lief auf den 23. Platz. Bei den finnischen Meisterschaften 2009 in Jämijärvi gewann sie im Freistil-Sprint die Bronzemedaille und wurde Fünfte über 15 Kilometer Klassisch. Am 26. Januar 2010 konnte sie bei den Nordischen Juniorenweltmeisterschaften im Sprint die Goldmedaille gewinnen Während der Biathlon-Weltcupsaison 2013/2014 startete sie bei mehreren Sprintrennen im Langlaufweltcup, ihr bestes Ergebnis war ein 14. Platz im finnischen Lahti. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 startete sie ebenfalls im Sprint und erreichte den 15. Platz. Im Sommer 2015 und 2016 nahm sie an „skate the ring“ am Salzburgring teil und gewann beide Male die Skirollerwertung über 30 km. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti verstärkte Eder erneut die finnische Damenmannschaft und konnte sich im Halbfinale des Damensprints nur knapp nicht für das Finale qualifizieren. Am Ende belegte sie den 8. Rang und war damit beste Finnin im Bewerb. 2018 wurde sie bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für den Teamsprint im Freistil nominiert, gemeinsam mit Krista Pärmäkoski verfehlte sie als Fünfte die Medaillenränge nur um etwa 20 Sekunden. Der Rückstand auf die siegreiche Mannschaft aus den Vereinigten Staaten betrug knapp 23 Sekunden.

Leistungsentwicklung Langlauf mini|links|250px

In ihren ersten Jahren im Biathlon-Weltcup gehörte Mari Eder zu den schlechteren Langläuferinnen im Feld. Ähnlich wie bei ihrer Mannschaftskollegin Kaisa Mäkäräinen erarbeitete sie sich ihre heutige Laufstärke im Laufe der Zeit.

Ihre ersten Laufzeiten innerhalb der besten zehn Athletinnen eines Rennens erreichte sie beim Sprint und dem Verfolgungsrennen in der Saison 2010/11 am Holmenkollen in Oslo. Im folgenden Winter erreichte sie erneut zwei Top-10-Laufzeiten, in den restlichen Rennen lag ihre Leistung in dieser Teildisziplin fast ausschließlich außerhalb der besten 20.

Ab der Saison 2013/14 konnte sie ihre Laufleistung deutlich steigern. Sechs Top-10-Laufzeiten sowie mit zwei Ausnahmen alle Ergebnisse innerhalb der 30 Schnellsten eines Rennens belegen diese Entwicklung. Im Weltcup 2014/15 erreichte sie im Verfolgungsrennen in Hochfilzen mit der dritten Laufzeit ihre bis dahin beste Leistung. Sieben weitere Top-10-Zeiten stehen in diesem Winter zu Buche und mit einer Ausnahme beendete sie alle Rennen innerhalb der 20 schnellsten Läuferinnen.