Warburg Pincus, LLC ist ein US-amerikanisches Private-Equity-Unternehmen mit Sitz in New York City. Unternehmensprofil Etwa 20 Beteiligungsfonds wurden in den Bereichen Konsumgüter, Industrie & Dienstleistungen, Energie, Finanzdienstleister, Gesundheit, Immobilien sowie Technologie, Medien & Telekommunikation aufgelegtDarstellung des Portfolios auf der Website von Warburg Pincus. Abgerufen am 25. Oktober 2013., aus denen laut eigenen Angaben ca. 97 Mrd. USD (Stand Oktober 2021) in über 960 Unternehmen in mehr als 40 Ländern investiert wurden. Warburg Pincus investiert aus einem globalen Fonds, der im Jahr 2013 mit einem Beteiligungsvolumen von 11,2 Mrd. US-Dollar geschlossen wurde.“Warburg Pincus raises $11.2 billion private equity fund” (Reuters). Abgerufen am 25. Oktober 2013.
Geschichte Die Wurzeln des Unternehmens gehen zurück auf Eric M. Warburg, der zur deutschen Bankiersfamilie Warburg gehörte. Im Jahr 1939 gründete er als Finanzinvestor E.M. Warburg & Co in New York City.
Als Warburg 1965 nach Deutschland zurückkehrte, übernahm Lionel Pincus, ehemals Partner der Ladenburg Thalmann Investment Bank, die Geschäfte. 1966 fusionierte E.M. Warburg mit Lionel I. Pincus & Co. Das neue Unternehmen nannte sich nun E.M. Warburg, Pincus & Co. Lionel Pincus führte das Unternehmen von 1966 bis 2002. Er verstarb 2009.“Warburg Pincus founder Lionel Pincus dies” (Reuters). Stand Oktober 2009, abgerufen am 25. Oktober 2013.
1983 begann Warburg Pincus seine Investmentaktivitäten in Europa. 1994 wurde das erste Büro in Asien eröffnet. Das Unternehmen ist im Besitz seiner Partner und wird von Chip Kaye (Vorstandsvorsitzender) und Timothy F. Geithner (Präsident) geführt.Executive Management (Unternehmenswebsite von Warburg Pincus). Abgerufen am 25. Oktober 2013.
Warburg Pincus in Deutschland
In Deutschland war Warburg Pincus bis 2014 mit einem Büro in Frankfurt am Main vertreten. 2015 wurde René Obermann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, als Partner in London engagiert; seit 2019 hat Warburg Pincus ein Büro in Berlin. Der Investmentfokus liegt auf mittelständischen Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Medien & Telekommunikation, Gesundheitswesen sowie Energie. Dazu zählten in der Vergangenheit unter anderem EasycashPresseaussendung: „Easycash continues growth and expansion strategy across europe with the backing of Ingenico, a leading POS terminal provider“. Abgerufen am 25. Oktober 2013. und United Internet.
Beteiligungen in Deutschland 2006: Petrotec, Biodiesel-Hersteller, Anteil für rund 70 Mio. Euro.„Petrotec – wie geschmiert“ (Focus.de) Stand: 31. Oktober 2006, abgerufen am 25. Oktober 2013. 2008 Verkauf von rund 42,1 Prozent der Anteile an IC Green Energy Ltd.„Israelischer Konzern will Biodiesel-Hersteller Petrotec übernehmen“ (merkur-online) Stand: 1. September 2008, abgerufen am 25. Oktober 2013. 2006: Erwerb der Vital Fettrecycling 2006: Erwerb von Easycash, dem führenden deutschen Netzbetreiber für die Abwicklung von kartengestützten, bargeldlosen Zahlungen. First Data, vorheriger Eigentümer von Easycash und ebenfalls im Markt für elektronischen Zahlungsverkehr aktiv, bot 100 Prozent seiner easycash-Anteile über eine Auktion an, an der sowohl strategische als auch Finanzinvestoren teilnahmen. 2009 Verkauf an Ingineco für 290 Millionen Euro.„Warburg Pincus verkauft Easycash“ (finance-magazine.de) Stand 25. September 2009, abgerufen am 25. Oktober 2013. 2008: Kauf des Windproduktionsgeschäfts Conergy Wind von der Conergy AG. Inzwischen trägt die frühere Conergy Wind Sparte den neuen Namen PowerWind GmbH. Nach der Insolvenz 2012 wurde das Servicegeschäft von GES Deutschland, einer Tochter der spanischen GES Global Energy Services, übernommen. Das Vorrats- und Anlagevermögen und die IP-Rechte gingen an das indische Unternehmen RK Wind.„Insolvenzverfahren: Wellensiek und White & Case teilen Powerwind auf“ (juve.de) Stand 20. Dezember 2012, abgerufen am 25. Oktober 2013. 2009: Minderheitsbeteiligung von 10,003 Prozent an der Kontron, einem internationalen Anbieter von Embedded-Computer-Technologie. 2017 ging Kontron an die S&T.„Kontron AG erzielt Rekordumsatz von circa 160 Millionen Euro im 4. Quartal“ (mittelstandcafe.de) Stand 14. Januar 2011, abgerufen am 19. November 2013. 2011: Minderheitsbeteiligung von 5,29 Prozent an United Internet, einem Internetprovider. Ende 2012 Verkauf der Anteile.„Warburg Pincus steigt aus. United Internet jetzt allein zu Haus“ (boerse.ARD.de) Stand: 4. Dezember 2012, abgerufen am 25. Oktober 2013. 2014: Erwerb von Beteiligung in Blue Yonder, verkauft 2018 an JDA Software. 2015: Erwerb von IPAN, verkauft 2018 an Castik Capital. 2016: Mehrheitsbeteiligung von 59 Prozent an Inexio, verkauft 2019 an EQT Infrastructure. 2016: Beteiligung von 33,33 Prozent an 1&1 Internet 2020: Beteiligung an Infoniqa Holding GmbH 2020: Beteiligung an McMakler 2025: Beteiligung an Uvex 2025: Erwerb von PSI AG 2026: Erwerb von Netfonds_Gruppe
Quellen
Weblinks Warburg Pincus
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