Otto Wilhelm Reuther (* 21. März 1890 in AchselschwangJahresbericht über das K. Wilhelms-Gymnasium zu München. , 1908/09; † 1973) war ein deutscher Hochschullehrer (Wirtschaftswissenschaftler) und Schriftsteller.
Leben Nach dem Abitur 1909 am Wilhelmsgymnasium MünchenJahresbericht über das K. Wilhelms-Gymnasium zu München. , 1908/09 studierte Reuther in München StaatswissenschaftAmtliches Verzeichnis des Personals der Lehrer, Beamten und Studierenden an der königlich bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität zu München. Winter-Semester 1909/10. Ludwig-Maximilians-Universität München 1910 (und folgende).
Seine Dissertation Die Entwicklung der Augsburger Textilindustrie erschien 1914. Reuther wirkte als Hochschullehrer an der TH München. Reuther trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.213.066).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34590547Peter Mantel: Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus: Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie. Wiesbaden : Gabler, 2010, ISBN 978-3-8349-8515-6, S. 802f. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er weiter als apl. Professor für Betriebswirtschaftslehre an der TH München. 1957 wurde er zum Leiter des Deutschen Instituts für Film und Fernsehen (DIFF) berufen, was einen Richtungsstreit zwischen einer wissenschaftlichen und einer mehr filmpraktischen Ausrichtung des Instituts auslöste und zum öffentlichkeitswirksamen Rücktritt vieler Dozenten führte. Reuther trat Ende 1958 in den Ruhestand, der Trägerverein des DIFF wurde aufgelöst und das DIFF inhaltlich sowie personell reorganisiert.Judith Früh: Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München), publiziert am 23. Oktober 2017 in: Historisches Lexikon Bayerns
Reuther verfasste eine Dorfgeschichte zur Ammersee-Region Der Goggolore (1935), die nach seinem Tod Michael Ende zum Libretto der Oper Der Goggolori (1984) inspirierte. Ein Versuch der Erben Reuthers, gegen diese Übernahme vorzugehen, blieb vor dem Bundesgerichtshof (Urteil vom 7. Juli 1990, Az. I ZR 191/88) erfolglos.
Reuther schrieb Libretti für den Komponisten Cesar Bresgen.
Literatur Die wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehrer an den reichsdeutschen Hochschulen und an der TH. Danzig. Werdegang und Veröffentlichungen, hrsg. vom Institut für angewandte Wirtschaftswissenschaft, Stuttgart/Berlin 1938, S. 192–93, 694–95 (nicht eingesehen)
Weblinks Biographisches in einem Artikel über seine zeitweilige Ehefrau Gertrud Specht
Einzelnachweise
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