mini|hochkant|Elka Gerster mini|hochkant|Elka Gerster 1878 New York. mini|Elka Gerster im Kreis ihrer Schülerinnen in Berlin, 1905. Foto von Zander & Labisch.
Etelka Gerster, auch Elka Gerster, verheiratete Etelka Gerster-Gardini (* 25. Juni 1855Eisenberg datiert abweichend auf 1856 in Kaschau, Komitat Abaúj; † 20. August 1920 in Pontecchio bei Bologna, Italien) war eine ungarische Opernsängerin (Sopran).
Leben Etelka Gerster war eines von neun Kindern des Offiziers Miklós (Nikolaus) Gerster (1816–1874) und dessen Frau Karolina Schmidt (1822–1893).Gerster Béla (építész) Gerster Béla (építész). In: csemadok.sk vom 28. März 2016. Zu ihren Geschwistern zählen unter anderem der Ingenieur Béla Gerster (1850–1923) und der Arzt Árpád Gerster (1848–1923).In memoriam: Gerster Béla. In klauzal.hu, abgerufen am 26. April 2026.
Gerster wurde vom Komponisten Michael Hebenstreit entdeckt und gefördert. Ab 1874 war sie am Konservatorium der Musikfreunde Wien Schülerin von Mathilde Marchesi und debütierte 1876 in Venedig als Gilda in Rigoletto. Nächste Stationen ihrer Karriere waren London (1877) und New York (1878). Sie galt als Rivalin der Opernsängerin Adelina Patti. Belegt sind Auftritte in Philadelphia in den Jahren 1879 und 1881 bis 1884. Auf der USA-Tournee 1878/1879 sang sie an der Seite von Italo Campanini in Il Talismano und La traviata. Zum Abschluss der Tournee gab es in New York ein Benefizkonzert zu Gunsten der Flutopfer von Szegedin/Ungarn, Gersters Heimat.
Möglicherweise hat sie um das Jahr 1889 infolge der Geburt ihrer Tochter Berthe ihre Gesangsstimme verloren. Von 1896 bis 1917 unterrichtete sie Gesang in Berlin („Gerster-Methode“).
Elka Gerster, die 1877 den Impresario Carlo Gardini heiratete, war Mutter von zwei Töchtern, Elca sowie Berta. Berta Gerster-Gardini war in erster Ehe bis 1915 mit dem Tenor Walter Kirchhoff und in zweiter Ehe von 1921 bis 1930 mit dem Dirigenten Fritz Reiner verheiratet.Philip Hart: Fritz Reiner – A Biography. Northwestern University Press, Evanston 1994, ISBN 0-8101-1125-X, S. 19–21, 41 f., 53 u. passim.Kenneth Morgan: Fritz Reiner, Maestro and Martinet. University of Illinois Press, Urbana and Chicago, 2005, ISBN 0-252-02935-6, S. 6.
Schülerinnen Lotte Lehmann, deutsch-amerikanische Opernsängerin Julia Culp, die „holländische Nachtigall“. Fanny Opfer, deutsche Lieder- und Oratoriensängerin Ilona Durigo, ungarische Altistin Clara Butt, britische Altistin Susanne Dessoir, deutsche Lied- und Oratoriensängerin Birgit Engell, dänische Sopranistin Mary Hagen, deutsche Sopranistin Lula Mysz-Gmeiner, deutsche Liedinterpretin Signe Rappe, schwedische Sopranistin Elisabeth Ohlhoff, deutsche Opernsängerin Therese Behr-Schnabel, deutsche Opern- und Liedsängerin Ella Gmeiner, Mezzosopran Else Knepel, Elise Kühne, Sopran Agnes Leydhecker, deutsche Altistin Jenny Dufau, Sopran Magda von Dulong, Mezzosopran Dora Moran, Sopran (Tochter von Fanny Moran-Olden)
Werke Stimmführer. Ries & Erler, Berlin o. J. ; , .
Literatur
Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Band 1: A–I. Hrsg. von der Österreichische Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 414 (). Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. 4., erweiterte und aktualisierte Auflage. Band 3: Franc–Kaidanoff. Saur, München 2003, ISBN 978-3-598-44088-5, S. 1703 (doi:10.1515/9783598440885.1599; ).
Weblinks
Etelka Gerster, in: A Pallas nagy lexikona (ungarisch)
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Sopran Kategorie:Gesangspädagoge Kategorie:Person (Berlin) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben 1920 Kategorie:Frau