mini|hochkant=1.5|Buddha-Statue, Wat Singh Der Geschichtspark Kamphaeng Phet (Thai: , IPA: []) umfasst die Ruinen der alten Grenzstadt Kamphaeng Phet (Diamant-Mauer), welche zur Zeit des Königreichs Ayutthaya als Stadt (Müang) Cha Kang Rao (Thai ) bekannt war. Kamphaeng Phet war neben der Hauptstadt Sukhothai und Si Satchanalai eine der drei großen Städte des Sukhothai-Königreiches, welches seine Blütezeit im 13. bis 15. Jahrhundert hatte.

Am 12. Dezember 1991 wurde der Park zusammen mit ähnlichen Parks in Sukhothai und in Si Satchanalai zu einem Teil des Weltkulturerbes der UNESCO erklärt.

Lage Der Geschichtspark Kamphaeng Phet liegt am westlich Rand der modernen Stadt Kamphaeng Phet, welche gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Kamphaeng Phet ist.

Der Geschichtspark Kamphaeng Phet besteht aus drei nahe beieinander liegenden Gebieten: der Stadt Nakhon Chum (Thai ) am westlichen Ufer des Mae Nam Ping (Ping-Fluss), der von einer trapezförmigen Befestigung eingefassten Stadt Kamphaeng Phet am östlichen Ufer des Ping und einem nordwestlich davon auf einem Hügel liegenden Gebiet, welches Aranyik (Thai ) genannt wird.

mini|Der Geschichtspark Kamphaeng Phet

Gebiete des Geschichtsparks Mueang Nakhon Chum Diese Stadt am westlichen Ufer des Ping ist noch älter als Kamphaeng Phet selbst, sie besaß aber eine ähnliche rechteckige Befestigungsanlage von Palisaden und Wassergräben in der Größe von etwa 2900 × 400 Meter. Heute sind nur noch einige kurze Gräben zu sehen.

Sehenswürdigkeiten: das Thung-Setthi-Fort (, Pom Thung Setthi) – an der südwestlichen Ecke des Gebiets liegen die Ruinen dieses Forts, welches allerdings aus der Ayutthaya-Zeit stammt. Die 6 Meter hohen Mauern aus Laterit-Blöcken umfassen einen quadratischen Bereich von 83 Metern Breite. Wat Phra Borommathat () – Merkmal dieses Tempels ist die große, in burmesischem (Mon-) Stil errichtete Chedi. Die ursprünglich im Sukhothai-Stil erbaute Chedi wurde 1870 von einem wohlhabenden Holzhändler restauriert, die Arbeiten konnten aber erst 1907 abgeschlossen werden.Moore: Ancient Capitals, S. 189 Wat Chedi Klang Thung ()

Innerhalb der Befestigung Die Festungsmauern gaben der Stadt (wörtlich Diamant-Mauer) ihren Namen. Sie haben eine Trapezform, sind 300–500 Meter breit und 2200 Meter lang. Sie waren von einem etwa 25 Meter breiten Wassergraben umgeben. Die etwa 5 Meter hohen Mauern aus Laterit-Blöcken sind zum Teil erhalten, im Westen befinden sich noch zwei Forts, Phom Chao Indra und Phom Phet. Die Befestigung war über insgesamt 10 durch Forts befestigte Tore mit der Außenwelt verbunden. Innerhalb der Mauern sind neben den restaurierten Tempeln auch die Grundmauern zahlreicher weiterer Tempel erhalten.

Sehenswürdigkeiten: Wat Phra That (Kamphaeng Phet) () – Tempel der heiligen Reliquie Wat Phra Kaeo (Kamphaeng Phet) () – Tempel des Smaragd-Buddha Nationalmuseum Kamphaeng Phet () Wasser-Reservoir Sa-Mon () – ein kleiner Teich ist von Wassergräben umgeben, Bauwerke sind dort nicht vorhanden.

mini|Stehende Buddha-Statue im Wat Phra Si Iriyabot

Khet Aranyik Dieses Gebiet liegt nordwestlich der befestigten Stadt. Es handelt sich hier um einen mit lichtem Wald (Aran – ) bestandenen Hügel. Eine Gruppe der buddhistischen Mönche jener Zeit, die Waldmönche (Aranyawasi – – im Gegensatz zur Gruppe der Stadtmönche Kamawasi – ) bevorzugten gemäß der ceylonesischen Tradition ruhige Waldgebiete, um ungestört ihrer Meditation nachgehen zu können.H.R.H. Prince Damrong Rajanubhab: A History Of Buddhist Monuments In Siam. Bangkok 1929, ins Englische übersetzt von Sulak Sivaraksa, The Siam Society, Bangkok 1962, oh. ISBN Sie waren die Vorbilder der späteren thailändischen Waldtradition. Auf dem Hügel verstreut sind die Überreste von etwa 40 Tempeln zu sehen. Sehenswürdigkeiten: Wat Phra Non () (Tempel des liegenden Buddha) – das von einer Lateritmauer umgebene, in Ost-West-Richtung angelegte Heiligtum besteht aus einer Chedi in ceylonesischem Stil, westlich davon befindet sich ein Mondop mit den Überresten einer liegenden Buddha-Statue. Das Dach des Gebäudes wurde von 6,4 Meter hohen Laterit-Säulen gestützt, die aus jeweils einem Stück hergestellt wurden. Von dem sich im Westen anschließenden Viharn sind nur noch die Grundmauern zu erkennen. Wat Phra Si Iriyabot () – beeindruckende Ruine eines Mondop, ein quadratisches Gebäude mit 29 Metern Breite, mit vier Buddha-Statuen in vier verschiedenen Haltungen: stehend, schreitend, ruhend und sitzend. Nur die 9 Meter hohe Statue des stehenden Buddha ist fast vollständig erhalten. Wat Singh () (Löwentempel) – die Ruinen eines Ubosot sind von Laterit-Mauern umgeben. Am Fundament sind Überreste von Löwen und Nagas aus Stuck zu erkennen. Wat Chang Rop () – Von Elefanten umgebener Tempel Wat Awat Yai () – Großer Tempel

Literatur Clarence Aasen: Architecture of Siam. Oxford University Press 1998, ISBN 983-56-0027-9 Elizabeth Moore u. a.: Ancient Capitals of Thailand. River Books, Bangkok 1996, ISBN 0-500-97429-2

Weblinks

Attraktionen von Kamphaeng Phet – Seite der thailändischen Tourismusbehörde (englisch) Kamphaeng Phet Historical Park – Seite bei „Thaiways“ (englisch) Report der UNESCO über die World Heritage property (englisch, PDF, 134 KiB)

Einzelnachweise

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