Wilhelm Melhop (* 11. März 1856 in Hamburg; † 29. April 1943 ebenda) war ein deutscher Bauingenieur, der zu Themen veröffentlichte, mit denen er beruflich beschäftigt war, und nach seiner Pensionierung die „Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg“ fortsetzte.

Leben mini|Familiengrabstätteältere Aufnahme mit Kissenstein bei fredriks.de auf dem Ohlsdorfer Friedhof Er war der einzige Sohn des Kaufmanns und Schriftstellers Wilhelm Peter Melhop und dessen Frau Hanchen Krüger (1817–1869).

Melhop besuchte von 1863 an die Privatschule von Fresen in der Lindenstraße in St. Georg und ab 1868 diejenige von Dr. Bartels & Förstler in der Böckmannstraße.Michael Joho: Die Alster und Wilhelm Melhof in Der lachende Drache, Stadtteilzeitung für St. Georg, Herausgeber: Einwohnerverein St. Georg von 1987, Jul 2025, S. 4 Nach dem Schulbesuch studierte Melhop Architektur und Bauingenieurwesen von 1875 bis 1879. Im August 1880 begann er eine Tätigkeit als Zeichner. 1884 trat Melhop als angestellter „Baukondukteur 2ter Klasse“ in die Abteilung Ingenieurwesen der Baudeputation ein. Unter seinem Vorgesetzten Franz Andreas Meyer „… baute ich mehrere kleine Brücken auf der Uhlenhorst und in Winterhude, daselbst auch u. a. die über 70 m lange Krugkoppelbrücke …“Lebenslauf von Wilh. Melhop, S. 9 Nachdem er zum „Baumeister 1ter Gehaltsklasse“ aufgestiegen war, wechselte er im Jahr 1903 aufgrund fehlender Aufstiegsmöglichkeiten unter dem Nachfolger seines ehemaligen Vorgesetzten Meyer als Bauinspektor in der Abteilung für Rohrnetzbau der Deputation für Beleuchtungswesen. Am 1. Januar 1912 wurde Melhop zum BauratStaatsarchiv Hamburg, 111-1 Anderweitige Beamtenverhältnisse der Sektion für das Beleuchtungswesen, 111-1_53032 Ernennung des Bauinspektors… und anschließend zum Oberbaurat befördert. In dieser Position wurde Melhop 1922 pensioniert.

In den 1920er Jahren schrieb er Werke zur historischen Topografie der Hansestadt Hamburg und Artikel zur Stadtgeschichte. 1932 veröffentlichte er ein Buch über die Alster. Sein Buch über die Alster ist ein Wälzer mit 668 Seiten und wiegt nahezu zwei Kilogramm.Michael Joho: Die Alster und Wilhelm Melhof in Der lachende Drache, Stadtteilzeitung für St. Georg, Herausgeber: Einwohnerverein St. Georg von 1987, Jul 2025, S. 4

Wilhelm Melhop wurde oberhalb des Rosengartens auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.

In Hamburg-Ohlstedt wurde 1948 der Melhopweg nach ihm benannt.

Schriften mini|hochkant|Große Reichenstraße, Baustil-Abbildung aus Alt-Hamburgische Bauweise Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1895 bis 1920. Mit Nachträgen bis 1923/24. In 2 Bänden. Otto Meißners Verlag, Hamburg 1923 und 1925

Artikel

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bauingenieur Kategorie:Sachbuchautor (Heimatkunde) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann