mini|Deklinationsbussole Das Deklinatorium (lat., auch Deklinatorium Magneticum oder Deklinationsbussole) ist ein historisches Messinstrument. Es besteht aus einer an einem feinen Faden hängenden oder auf einem Zentralzapfen angebrachten Magnetnadel in einem Holzkästchen, an dem an beiden Enden verglaste Öffnungen angebracht sind. Gemessen werden die spezifischen Schwingungen, die bei Entfernung der Nadel aus der ausgependelten Lage an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten wahrnehmbar sind. Dazu ist ein Faden in Längsrichtung gespannt.
Eine technische Anwendung fand das Deklinatorium in der Bestimmung der Richtung des magnetischen Erdfeldes und der damit verbundenen Abweichung (Deklination) der geografischen von der magnetischen Nordrichtung. Es wurde um 1770 von Georg Friedrich Brander konstruiert. Das Deklinatorium wurde von Alexander von Humboldt auf seiner Amerikareise (1799–1804) eingesetzt. 1832 entwickelte es Carl Friedrich Gauß zum Magnetometer weiter.
Literarisch
Siehe auch Inklinatorium Deklinograph
Literatur Otto Brathuhn: Das selbstschreibende Declinatorium in Clausthal. In: Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinen-Wesen. Band 38 (1890), Adolf Fennel: Vorläufige Mittheilungen über ein neues Declinatorium für Orientirungsmessungen und über ein neues Variometer. In: Mittheilungen aus dem Markscheidewesen. Band 8 (1894),
Weblinks Artikel: Magnetismus (Verteilung der erdmagnetischen Kraft), in: Meyers Konversationslexikon 1885–1892 Beschreibung eines Deklinatoriums durch Franz Xaver von Zach (1794)
Kategorie:Magnetismus Kategorie:Messgerät