Ludwig & Mayer war eine Schriftgießerei in Frankfurt am Main.

Geschichte Das Unternehmen wurde im Jahr 1875 als Schriftgießerei C. J. Ludwig von Carl Jacob Ludwig in der Eckenheimer Landstraße gegründet.Der vollständige Name des Firmengründers lautet „Jean Noel Carl Jacob Ludwig“. Das Adressbuch von Frankfurt am Main mit Bockenheim, Bornheim, Oberrad und Niederrad (1877) führt ihn unter „Ludwig, Carl J. N. J., Kfm“. Ludwig war zuvor zehn Jahre als Buchhalter bei der Schriftgießerei Flinsch tätig gewesen.Habsucht ist nicht der Regulateur unserer Geschäfte aus: Das tätige Frankfurt von Dr. Franz Lerner, 1955. Nach dem Eintritt von Ludwig Mayer als Teilhaber 1883 firmierte das Unternehmen als Ludwig & Mayer. Im Jahr 1911 zog die Firma in die Hanauer Landstraße 187/189. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb zerstört und in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut. In den 1950er Jahren zählte die Firma wieder zu den führenden Schriftenherstellern Deutschlands und kooperierte mit dem italienischen Hersteller Simoncini.

Bekannte Schriftgestalter, die für Ludwig & Mayer arbeiteten, waren u. a. Fritz Helmuth Ehmcke, Jakob Erbar, Karlgeorg Hoefer, Walter Höhnisch und Ilse Schüle. Auch Richard Ludwig, Rugbyspieler und Sohn des Firmengründers, betätigte sich als Typograf.

1984/85 wurde das Unternehmen geschlossen. Die Rechte an den gängigen Schriften übernahm der Schriftenhersteller Neufville in Barcelona..

Bekannte Schriften Aharoni von Tuvia Aharoni, 1935 Candida von Jakob Erbar, 1936 Charme von Helmut Matheis, 1957 Contact von Helmut Matheis Dominante von Johann Schweitzer Elegance von Karlgeorg Hoefer Erbar-Grotesk von Jakob Erbar, 1926 Matheis-Mobil von Helmut Matheis Permanent von Karlgeorg Hoefer, 1962 Rhapsodie von Ilse Schüle, 1951

Weblink PDF des Klingspor-Museums mit Schriftenliste (42 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Schriftenhersteller Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Frankfurt am Main) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Frankfurt am Main) Kategorie:Unternehmensgründung 1875 Kategorie:Aufgelöst 1985