Der Bezirk Wasseramt im Kanton Solothurn umfasst ehemalige Industriestandorte sowie ländlichere Gemeinden und gehört zur Amtei Bucheggberg-Wasseramt.

Geschichte Der Bezirk hiess lange Zeit offiziell Bezirk Kriegstetten. Das Gebiet entspricht der 1798 nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen in der Helvetik beseitigten Vogtei Kriegstetten.Vom Wasseramt. Die Gemeinden des Wasseramtes ehren ihre Gefallenen von 1798 bis 1799, abgerufen am 21. Oktober 2020 Nach 1830 hiess die Region Amtei Kriegstetten. Bis 1875 befanden sich die demokratischen Nachfolge-Institutionen der Landvogtei, das Oberamt und die Amtschreiberei, im Hauptort Kriegstetten. Danach wurde die heutige Amtei, die auch den Bezirk Bucheggberg umfasst, ins Leben gerufen.Staatsarchiv: Verfassungsrevisionen im Kanton Solothurn im 19. Jahrhundert, Katalog einer Ausstellung in den 1980er Jahren Der Bezirk Kriegstetten war damit nur noch Wahlkreis. Der Name konnte sich aber im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchsetzen und wurde 1988 auch amtlich durch den bis dahin umgangssprachlich, später inoffiziell verwendeten Namen Bezirk Wasseramt ersetzt. Diese Bezeichnung leitet sich von den zahlreichen Gewässern in dieser Gegend her.

Bevölkerung Die über dem Kantons-Durchschnitt liegende Bevölkerungsdichte ergab sich durch die Entwicklung grosser Ortschaften in der Ebene an der Emme, die starke Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert und die Lage von Autobahnzufahrten im Bezirk. Einzelne Gemeinden (v. a. Gerlafingen, Biberist, Derendingen und Zuchwil) weisen einen überdurchschnittlich hohen Ausländeranteil auf.

Wappen fünfmal schräglinks geteilt von Rot und Silber

Seen und Flüsse Während der Burgäschisee zum grösseren Teil im Bezirksgebiet, also im Kanton Solothurn, liegt, liegt der Inkwilersee zum grösseren Teil auf Berner Kantonsgebiet. Der Bezirk wird von der Emme durchflossen.

Einwohnergemeinden Gegenüber den anderen Bezirken des Kantons hat das Wasseramt mit 17 die höchste Anzahl Gemeinden. Hingegen ist er kantonal gesehen bei der Anzahl Einwohner auf zweitem und bezüglich der Bezirksfläche nur auf fünftem Rang, der insgesamt zehn Bezirken.

Innerhalb des Bezirks weist Zuchwil die meisten Einwohner auf, Biberist erstreckt sich über die grösste Fläche und Gerlafingen hält die grösste Bevölkerungsdichte. Bei den tiefsten Werten fallen drei Punkte (Einwohneranzahl, Gemeindefläche und Bevölkerungsdichte) auf die Gemeinde Hüniken. Die jüngste Gemeinde ist Drei Höfe, welche 2013 aus einer Gemeindefusion entstanden ist.

Stand:1. Januar 2026 Wappen Name der Gemeinde Einwohner() Flächein km² Einwohnerpro km² 35px|Aeschi SO Aeschi (SO) 35px|Biberist Biberist 35px|Bolken Bolken 35px|Deitingen Deitingen 35px|Drei Höfe Drei Höfe 35px|Derendingen Derendingen 35px|Etziken Etziken 35px|Gerlafingen Gerlafingen 35px|Horriwil Horriwil 35px|Hüniken Hüniken 35px|Kriegstetten Kriegstetten 35px|Lohn-Ammannsegg Lohn-Ammannsegg 35px|Luterbach Luterbach 35px|Obergerlafingen Obergerlafingen 35px|Recherswil Recherswil 35px|Subingen Subingen 35px|Zuchwil Zuchwil Total (17)

Einteilung Der Bezirk wird in Inneres, Mittleres und Äusseres Wasseramt eingeteilt. Diese Einteilung ist jedoch nicht offiziell und andere Personen würden sie vielleicht etwas anders vornehmen. Grundsätzlich liegt das Innere Wasseramt nicht im Zentrum des Wasseramts, sondern in der Nähe der Stadt Solothurn. Lohn-Ammannsegg ähnelt zwar den Gemeinden des mittleren Wasseramtes, liegt aber an einem ganz anderen Ort und ist eher vom Bucheggberg beeinflusst.

Inneres Wasseramt: Umfasst die industriell geprägten südlichen Vororte von Solothurn; dazu gehören Biberist, Derendingen, Gerlafingen, Lohn-Ammannsegg, Luterbach und Zuchwil.

Mittleres Wasseramt: Die Gemeinden Deitingen, Halten, Kriegstetten, Obergerlafingen, Oekingen, Recherswil und Subingen befinden sich in der Übergangszone zwischen Agglomeration und ländlichem Gebiet.

Äusseres Wasseramt: Die Gemeinden Aeschi, Bolken, Etziken, Heinrichswil-Winistorf, Hersiwil, Horriwil, Hüniken und Steinhof sind typische Landgemeinden.

Veränderungen im Gemeindebestand

1939: Namensänderung von Niedergerlafingen → Gerlafingen

1993: Fusion Ammannsegg und Lohn → Lohn-Ammannsegg 1993: Fusion Heinrichswil und Winistorf → Heinrichswil-Winistorf

1994: Fusion Aeschi und Burgäschi → Aeschi

2012: Fusion Aeschi und Steinhof → Aeschi

2013: Fusion Heinrichswil-Winistorf und Hersiwil → Drei Höfe

2026: Fusion Halten, Kriegstetten und Oekingen → Kriegstetten

Siehe auch Museum Wasseramt

Weblinks

Website zum Bezirk Wasseramt

Einzelnachweise

Wasseramt