Diese Liste gibt einen Überblick über alle Mitglieder der Volkskammer der DDR in der 1. Wahlperiode (1950–1954).
Zusammensetzung Bei der Volkskammerwahl am 19. Oktober 1950 stimmten nach offiziellen Angaben 99,72 % der Wähler für den Wahlvorschlag der Nationalen Front (bei einer Wahlbeteiligung von 99,7 %).
Fraktion Sitze der DDR-Abgeordneten Sitze der Abgeordneten von Groß-Berlin Sitze gesamt SED 100 10110 DBD 30 333 CDU 60 767 LDPD 60 666 NDPD 30 535 FDGB 40 949 DFD 15 520 FDJ 20 525 Kulturbund 20 424 Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes 15 419 VdgBDie Fraktion wurde paritätisch mit Abgeordneten der VdgB und des Verbandes der Konsumgenossenschaften besetzt. 10212 SDADie SDA war die Sozialdemokratische Aktion, ehemalige Ostberliner SPD-Mitglieder. - 66 gesamt 400 66466
Präsidium Präsident der Volkskammer Johannes Dieckmann (LDPD) Vizepräsidenten der Volkskammer Hermann Matern (SED) Gerald Götting (CDU) Ernst Goldenbaum (DBD) Vincenz Müller (NDPD) bis 1952 Heinrich Homann (NDPD) ab 17. Dezember 1952 Beisitzer Friedrich Ebert (SED) Wilhelmine Schirmer-Pröscher (DFD) Erich Geske (SDA) bis 1953 Grete Groh-Kummerlöw (FDGB)
Fraktionsvorsitzende Fraktion der SED Hermann Matern Fraktion der DBD Berthold Rose Fraktion der CDU August Bach bis 1952 Max Sefrin ab 1952 Fraktion der LDPD Ralph Liebler bis 1953 Fraktion der NDPD Vincenz Müller bis 1952 Heinrich Homann ab 1952 Fraktion des FDGB Herbert Warnke bis 1953 Rudolf Kirchner ab 1953 Fraktion des DFD Erna Schäfer bis 1953 Fraktion der FDJ Heinz Keßler Fraktion des Kulturbundes Erich Wendt Fraktion der VVN Ottomar Geschke Fraktion der SDA Erich Geske Fraktion der VdgB Friedrich Wehmer
Abgeordnete Hinweis: Ein Handbuch oder Verzeichnis in Buchform zu den Abgeordneten der 1. Wahlperiode der Volkskammer liegt bisher nicht vor. Anhand der ausgewerteten Quellen konnte mittlerweile jedoch ein prozentual hoher Anteil an Vollständigkeit erreicht werden. Dennoch können noch Abgeordnete fehlen. Insbesondere der Tabellenabschnitt Anmerkungen ist als Quelle kritisch zu betrachten. Lediglich die eingetragenen Sterbedaten können als gesichert angesehen werden. Den Angaben zum Ausscheiden aus dem Parlament liegen als Quelle größtenteils die Sitzungsprotokolle zugrunde. Diese stellen die offizielle Lesart dar. Die realen Gründe des Ausscheidens (Verhaftung, Parteiausschluss usw.) werden in den Protokollen nur selten erwähnt. Auch zeitlich können Diskrepanzen auftreten. Da die Volkskammer längere Sitzungspausen hatte, lag zwischen dem Grund und der Mitteilung des Mandatsverlustes nicht selten eine gewisse Zeitspanne. Lediglich die Daten für Mandatsnachrücker können als gesichert angesehen werden, wobei nicht ausgeschlossen ist, das diese Abgeordneten schon vor der offiziellen Mandatsanerkennung in Volkskammerausschüssen außerhalb der Volkskammersitzungen tätig geworden sind.