Horton hört ein Hu! (Originaltitel: Horton hears a Who!) aus dem Jahr 2008 ist der vierte Computeranimationsfilm der Blue Sky Studios in Spielfilmlänge. Regie führten Jimmy Hayward und Steve Martino.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Dr. Seuss aus dem Jahr 1954, welches in einer halbstündigen Zeichentrickfassung (in Deutschland unter dem Titel „Das sprechende Staubkorn“, der Originaltitel war gleich) bereits 1970 im Fernsehen ausgestrahlt wurde.IMDB: Das sprechende Staubkorn, abgerufen am 22. August 2012. Nach Der Grinch aus dem Jahr 2000 und Ein Kater macht Theater von 2003 ist dies die dritte Adaption eines Buches von Dr. Seuss als Spielfilm, jedoch die erste mittels Computeranimation.

Handlung Im Dschungel des Landes Nümpels (im Original: Nool) nimmt der fürsorgliche und verträumte Elefant Horton ein Bad in einem Teich. Zufällig schwebt ein Staubkorn an ihm vorbei, aus dem er einen leisen Ruf vernimmt. Überzeugt davon, dass auf diesem Staubkorn mikroskopisch kleine Leute leben, fängt er es mit der Blüte einer Kleepflanze auf, die er im Rüssel hält.

Horton mit seinem feinen Gehör kann sich mit den Bewohnern des Staubkorns unterhalten und erfährt, dass dort die Stadt Hu-Heim (Whoville) liegt, geführt von ihrem Bürgermeister Ned McDodd. Ned hat eine Ehefrau, 96 Töchter und einen halbwüchsigen Sohn namens Jo-Jo. Die Tradition sieht vor, dass der älteste Sohn des Bürgermeisters sein Amt übernehmen soll. Ned schenkt Jo-Jo daher besondere Aufmerksamkeit, während dieser eher lustlos auf seine vorgezeichnete Zukunft blickt.

Um Hu-Heim mit seinen Bewohnern in Sicherheit zu bringen, beschließt Horton, das Staubkorn an die Spitze des Berges Nümpelsberg (Mount Nool) zu bringen, dem sichersten Ort im Dschungel. Als Horton aber den anderen Bewohnern des Dschungels von Hu-Heim erzählt, erntet er nichts als Spott und Gelächter. Die überhebliche Kängurumutter versucht gar, Horton das Staubkorn abzunehmen, damit „solche lächerlichen Ideen nicht in die Köpfe der Kinder gelangen“. Ihr eigenes Kind findet ihr Verhalten jedoch eher peinlich und glaubt Horton.

Da Horton sich nicht umstimmen lässt, wird er von den anderen in einen Holzkäfig gesperrt. Das Staubkörnchen wollen sie in einem Kessel voll kochendem Bieselnuss-Öl (Beezlenut-Oil) verbrennen. Jetzt schlägt in Hu-Heim Jo-Jos große Stunde: Mit seinem Ideenreichtum und seiner Einsatzbereitschaft schaffen er und die anderen Hu-Heimer es, so viel Lärm zu machen, dass auch die zweifelnden Dschungelbewohner es hören können und einsehen, dass Hu-Heim auf dem Staubkorn geschützt werden muss. Der Film endet mit einer gemeinsamen Freuenfeier. Das Bild zoomt heraus, bis auch die Erde als Staubkorn im schwarzen Weltraum verschwindet.

Produktion Zum Ende des Films singen die Protagonisten das Lied Can’t Fight This Feeling. In der deutschen Synchronisation wird anstelle des Originaltexts eine deutsche Version gesungen.

Die Produktionskosten wurden auf 85 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit fast 299 Millionen US-Dollar ein, davon über 154 Millionen US-Dollar in den USA und fast 14 Millionen US-Dollar in Deutschland.Horton Hears a Who! auf Box Office Mojo, abgerufen am 8. April 2022.

Filmmusik Die Originalmusik für das Soundtrack-Album des Films wurde von John Powell komponiert, von Pete Anthony dirigiert und vom Hollywood Studio Symphony Orchestra gespielt. Die Filmmusik wurde am 25. März 2008 von Varèse Sarabande veröffentlicht.

Synchronisation Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Oliver Rohrbeck unter seiner Dialogregie im Auftrag der Berliner Synchron AG. Rolle Englischer Sprecher Deutscher Sprecher Horton Jim Carrey Christoph Maria Herbst Bürgermeister Ned McDodd Steve Carell Uwe Büschken Känguru Carol Burnett Anke Engelke Rudy Josh Flitter Karl Alexander Seidel Vlad Will Arnett Klaus-Dieter Klebsch Morton Seth Rogen Bernd Rumpf Stadtrat Yummo Wickersham Dan Fogler Lutz Schnell Dr. Mary Lou Larue Isla Fisher Victoria Sturm Sally O’Malley Amy Poehler Sabine Arnhold Jo-Jo Jesse McCartney Dirk Stollberg Erzähler Charles Osgood Andreas Fröhlich

Kritiken

Literatur Dr. Seuss: Horton hört ein Hu! (Originaltitel: Horton Hears a Who!). Rogner und Bernhard bei Zweitausendeins und Buch 2000, Hamburg und Affoltern a. A. 2003, ISBN 3-8077-0136-2.

Weblinks

Rezension von Horton hört ein Hu! auf KinderundJugendmedien.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2008 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Computeranimationsfilm Kategorie:Fantasyfilm Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Theodor-Seuss-Geisel-Verfilmung