Sauingen ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordost. Sauingen gehörte bis zum 28. Februar 1974 zum Landkreis Wolfenbüttel.
Geographie Sauingen liegt in der Ortschaft Nord-Ost der Stadt Salzgitter. Nördlich des Dorfes verläuft die A 39, die Sauingen vom Nachbarstadtteil Üfingen trennt. Im Osten befindet sich der Stichkanal, der von der 1964 erbauten Beddinger Brücke überspannt wird. Die nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Brücke verbindet Sauingen mit Beddingen.Karen Fröhlich: Eine Spröde mit üppigem Charme - Die Beddinger Brücke ist ein wichtiges Bindeglied, Salzgitter-Zeitung vom 6. Juli 2013 Weiter im Süden trennt die Industriestraße Nord Sauingen und das etwa einen Kilometer entfernte Bleckenstedt. Dahinter ist die Industrieanlage der Salzgitter AG gut auszumachen. Im Südwesten befindet sich das ehemalige Eisenerzbergwerk Konrad, welches in das Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung „Schacht Konrad“ umgebaut wird. Im Westen befindet sich hinter einer Anhöhe das so genannte Bruch, hinter dem der Landkreis Peine beginnt. Auf der Anhöhe stehen eine Reihe Windkraftanlagen.
Der Ort gliedert sich in einen alten Dorfkern um die Kirche, bestehend aus alten Gehöften, und einen neuen Teil, größtenteils Eigenheime.
Geschichte Der Ort wird erstmals 1022 urkundlich erwähnt. Die Wandmalereien der Kirche wurden bei einer Renovierung 1719 zerstört.
Am 1. März 1974 wurde Sauingen, das bis dahin dem Landkreis Wolfenbüttel angehörte, in die Stadt Salzgitter eingegliedert.
Bevölkerungsentwicklung
Salzgitter-Sauingen – Bevölkerungsentwicklung seit 1821 Jahr Einwohner 1821 267 1848 302 1871 276 1925 298 1933 288 1939 338 1946 495 1950 519 Jahr Einwohner 1974 575 1980 584 1990 523 2000 536 2006 461 2010 455 2012 446 2014 437 Jahr Einwohner 2016 416 2018 427 2019 419 2020 419 2021 422 2022 423 2023 413 2024 412 Quellen: Die Angaben von 1821–1961 sind den Veröffentlichungen der Akademie für Raumplanung und Landesforschung entnommen. Die Bevölkerungszahlen von 1974 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter. Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.
Politik Ortsrat
Wappen Beschreibung: Auf rot-gold geständertem Feld ein rotes Seerosenblatt.
Im Mittelalter war Sauingen Hauptort des Gaues und damit Zentrum für Verwaltung und Rechtsprechung. Dieser Go-Grafschaft und Go-Gericht gehörten die Dörfer Sauingen, Alvesse, Beddingen, Bleckenstedt, Üfingen, Vallstedt und Wierthe an. Als Sitz einer Superintendentur war Sauingen auch das kirchliche Zentrum, dem noch die Orte Adersheim, Alvesse, Beddingen, Bleckenstedt, Fümmelse, Geitelde, Halchter, Groß Stöckheim, Steterburg und Vallstedt angehörten.
Das stilisierte Seerosenblatt im Zentrum des Wappenschildes steht für den Ortsnamen, der als „Siedlung in einem Feuchtgebiet“ gedeutet wird. Die Seerose findet sich auch mehrfach im anderen Wappen des Herzogtums Braunschweig. Die zum Zentrum verlaufenden Strahlen repräsentieren die Mittelpunktfunktion, die Sauingen für die umliegenden Dörfer ausübte. Die Farben Gold (gelb) und Rot sind die historischen Landesfarben des Herzogtums Braunschweig, dem Sauingen angehörte.
Das Wappen wurde im August 2010 in einer Bürgerversammlung als Ortswappen von Salzgitter-Sauingen angenommen.Ein Herz für Sauingen, Salzgitter Zeitung vom 11. August 2010, S. 14
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Ehemalige Mühle miniatur|Evangelische Kirche von Sauingen
Ehemalige Mühle am Südrand des Dorfes Denkmal zum Deutsch-Französischen Krieg 1871 Evangelische Kirche
Vereine „Schweinekasse“: Schweineversicherungsgesellschaft zu Uefingen und Sauingen von 1884 bis 2005
Literatur Literatur über Sauingen im Katalog der DNB
Einzelnachweise
Weblinks
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