mini|upright=1.4|Erzbischöfliches Palais Das Erzbischöfliche Palais () ist die Residenz der Prager Erzbischöfe auf dem Hradčin in Prag. Der barocke Palast steht auf dem Hradschiner Platz und grenzt an das Hauptportal der Prager Burg. Seit 2026 steht er als Nationales Kulturdenkmal unter Schutz.
Geschichte mini|Kapelle
Ursprünglich befanden sich an dieser Stelle mehrere mittelalterliche Bürgerhäuser. 1538 erwarb Florian Griespek von Griespach die bereits vereinigte Parzelle und er vollendete den Bau eines Renaissancepalasts („Gryspekovský dům“), den er 1562 Kaiser Ferdinand I. verkaufte. Dieser überließ das Gebäude dem Prager Erzbischof Anton Brus von Müglitz, dem ersten Erzbischof nach der Hussitenbewegung, als Bischofsresidenz. In den Jahren 1562–1564 ließ der Erzbischof das Gebäude durch Bonifaz Wohlmut und Ulrico Aostalli umbauen. 1599 kam die Kapelle hinzu.
1669–1679 baute der französische Baumeister Jean Baptiste Mathey das Gebäude im Stil des frühen Barock um und es erhielt im Wesentlichen seine heutiges Gepräge. Von Mathey stammt unter anderem das Prunkportal im Mittelflügel des Gebäudes und das Treppenhaus. 1722–1725 wurde der abschließende vierte Flügel des Gebäudes durch den Baumeister Paul Ignaz Bayer errichtet. 1764–1765 erhielt das Bauwerk seine letzte bedeutende Umgestaltung. Es wurde vom Baumeister Johann Joseph Wirch im Stil des Rokoko innen wie außen umgestaltet. In den 1780er-Jahren wurde unter Erzbischof Wilhelm Florentin von Salm-Salm der Garten errichtet. Sowohl Fassaden wie auch Inneneinrichtung des Gebäudes sind seit dieser Zeit nur mehr gering verändert worden.
Gebäude und Garten stehen seit 1958 unter Denkmalschutz.
Weblinks
Erzbischöfliches Palais Portal Prague City Tourism
Einzelnachweise
Kategorie:Palais in Prag Kategorie:Kulturdenkmal in Prag Kategorie:Barockbauwerk in Prag Prag, Erzbischöfliches Palais Kategorie:Erbaut in den 1670er Jahren Kategorie:Hradčany (Prag) Kategorie:Erzbistum Prag Kategorie:Nationales Kulturdenkmal (Tschechien)