Gertrud „Trude“ Margaretha Franziska Haefelin (* 1. Juli 1914 in PassauLt. einem Nachruf in der Welt wurde sie in Wasserburg am Inn geboren. Vgl. Hanns-Georg Rodek: Trude Haefelin (1914–2008) Schauspielerin. welt.de, 30. Oktober 2008.; † 3. Oktober 2008 in Bruckmühl) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Haefelin wuchs in München-Schwabing als Halbwaise auf, nachdem der Vater im Ersten Weltkrieg gefallen war.Hella Schwerla: Abschied: Trude Scheller. In: Paul-Klinger-Report. Nr. 33, April 2009, S. 16 () Sie besuchte das Lyzeum der Englischen Fräulein in Wasserburg am Inn und erhielt Schauspielunterricht an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Ihr Bühnendebüt gab sie im Alter von 16 Jahren am Schauspielhaus München. Sie gelangte bald darauf nach Berlin, wo sie am Rose-Theater, am Theater am Nollendorfplatz, am Deutschen Theater und am Schillertheater unter Heinrich George auftrat.
Ab 1932 wirkte Haefelin in oft recht umfangreichen Nebenrollen bei vielen Filmproduktionen mit. Häufig war sie dabei als „das reizende Anhängsel von bayerischen Urviechern“ oder als „die zweite Frau, die Naive, die Liebhaberin“ zu sehen.Hanns-Georg Rodek: Trude Haefelin (1914–2008) Schauspielerin. welt.de, 30. Oktober 2008. Nach Kriegsende setzte sie ihre Filmkarriere für mehrere Jahre fort. In ihrem letzten Spielfilm Rosen-Resli aus dem Jahr 1954 spielte sie eine von zwei Frauen, denen ein Schwerenöter (Arno Assmann) gleichzeitig den Hof machte.
Haefelin war in erster Ehe mit dem Produzenten Willy Constantin verheiratet. In zweiter Ehe heiratete sie 1957 den Kabarettisten und Schauspieler Jürgen Scheller (1922–1996). Mit ihm ging sie nach Ende ihrer Filmkarriere auf Tournee. Unter anderem trat sie in den Hamburger Kammerspielen auf. Im Jahr 1974 gründete sie mit Scheller das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk (Paul Klinger zu Ehren). Ihre letzten Jahre verbrachte sie in einem Altersheim in Bruckmühl, wo sie 2008 verstarb. Sie wurde auf dem Friedhof Perlach beigesetzt,Vgl. Traueranzeige auf ovb.trauer.de. auf dem bereits ihr zweiter Mann bestattet worden war.
Filmografie 1932: Die verkaufte Braut 1933: Johannisnacht 1933: Roman einer Nacht 1933: Rund um eine Million 1934: Um das Menschenrecht 1934: Ich kenn’ dich nicht und liebe dich 1934: Musik im Blut 1934: Abenteuer im Südexpress 1935: Regine 1935: Verlieb Dich nicht am Bodensee 1936: Das häßliche Entlein (Kurzfilm) 1936: Die lange Grete 1936: Mädchen in Weiß 1936: Wochenendzauber (Kurzfilm) 1937: Gordian, der Tyrann 1937: Opfer der Vergangenheit 1937: Heiratsinstitut Ida & Co 1938: Das Recht auf Liebe 1939: Der arme Millionär 1939: Der Stammbaum des Dr. Pistorius 1940: Liebesschule 1940: Rumpelstilzchen 1942: Ein Zug fährt ab 1942: Geliebte Welt 1942: Andreas Schlüter 1942: Die Erbin vom Rosenhof 1942: Mit den Augen einer Frau 1950: Zwei in einem Anzug 1950: Aufruhr im Paradies 1950: Die Sterne lügen nicht 1951: Das seltsame Leben des Herrn Bruggs 1952: Einmal am Rhein 1954: Rosen-Resli 1976: Inspektion Lauenstadt: Erben
Literatur Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien A–K. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-13-3, S. 121 f.
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