mini|hochkant|Joseph Feldman um 1921 Joseph Feldman (geboren 15. September 1886 in Galați, Rumänien; gestorben 18. Mai 1967 in Monterey Park, Kalifornien) war ein Sänger (Tenor) und Schauspieler, der in der Zeit zwischen 1916 und 1927 jiddische Lieder auf Schellack-Platten veröffentlichte.
Leben Joseph Feldman erhielt bereits mit acht Jahren ersten Gesangsunterricht durch die örtlichen Kantoren und wurde früh als Chorsolist eingesetzt. Im Sommer 1900 wanderte er mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten aus und lebte in New York City.Joseph Feldman: Joseph Feldman’s Yiddish Theatrical Magazine, Philadelphia 1938, S. 15
Er interessierte sich früh für die jiddische Theaterszene in New York und begann früh mit der Schauspielerei. Seine ersten Auftritte hatte er in der Music Hall in der Elridge Street in Manhattan und wurde bald zum gefragten Schauspieler. Vor und während des Ersten Weltkriegs ging er mit verschiedenen Produktionen auf Tournee, etwa in Philadelphia, Boston, Chicago und Montreal. Ende 1913 versuchte er sich mit ersten Probeaufnahmen bei einer Phonographengesellschaft und nahm ab 1916 zahlreiche Titel bei den führenden Grammophongesellschaften, aber auch bei kleineren Labels auf. Dabei trat er nicht nur als Sänger in Erscheinung, sondern komponierte auch eine Reihe von Liedern. Nachdem durch den Immigration Act of 1924 auch die Einwanderung von Juden stark zurückging, nahm der Absatz von Schallplatten mit jiddischer Musik ab. Feldman nahm in der Folge nur noch wenige Platten auf, zuletzt im Jahr 1927.
1938 veröffentlichte er unter dem Titel Joseph Feldman’s Yiddish Theatrical Magazine unter anderem eine Reihe eigener Lieder und Liedbearbeitungen, darunter seine Bearbeitung des Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Liedes Shichelach (kleine Schuhe), sowie einen autobiographischen Artikel und Fotos seiner Bühnenauftritte.
Joseph Feldman galt, offenbar ohne konkrete eigene Auswanderungspläne zu verfolgen, als Unterstützer der Idee des Zionismus. Dafür sprechen Aufnahmen von Liedern wie Palistine lidall – Palistine Song (1922) und Zion march (1926), zu denen er Text und Musik schuf, oder Zion’s liedele von David Meyerowitz (1923). Anlässlich der Gründung des Staates Israel veröffentlichte er 1948 das Lied Mazel tov Yisroel.
Diskografie (Auswahl) Von 1916 bis 1927 veröffentlichte Joseph Feldman mindestens 125 Aufnahmen bei verschiedenen Labels, vorrangig bei Columbia und Victor.
1915/1916: Die Tenor Brand Liebe – Columbia 1916: Shikhelekh (Shichelach) – Columbia 1916: Mein Wabel Mirke – Columbia 1917: Bour koroh wajachperehu – Columbia 1917: Hoinig Shabes – Columbia 1917: Ich dank dir Gott vus hob das nit – Columbia 1917: A Guten Tug Leib, Leib – Columbia 1917: Moishe Kapoir – Columbia 1918: Dus Oig – Victor 1919: In Hundert Iohr Arim – Emerson 1919/1920: A Giter Yohr Auf Alle Yiddeloch – Pathe 1919/1920: In 100 Yohr Erum – Pathe 1919/1920: Leb A Giten Tug – Pathe 1920: Alle Weiber Maigen Shtimmen – Victor 1920: Vet Er Ach Geben Bet's Ihm – Columbia 1920: Sheechilach (Shichelach) – Victor 1920: Der Dales – Columbia 1920: Der Dalles – Victor 1920: Die velt vet nit untergehn – Columbia 1920: A Mames gebet – Columbia 1920: Mein Weibele Mirke – Emerson 1922: Die Griene Kozina – Victor 1922: Die Grine Lena – Victor 1922: Die Liebe – Victor 1922: Palestine Lied – Victor 1923: Zion's Liedele – OKeh 1923: A Yiddish liedele – Columbia 1926: Zion march – Victor 1927: Charles Levine – Brunswick
Weblinks Archive for Joseph Feldman – “Shikhelekh” Josef Feldman, Judaica Sound Archives, Florida Atlantic University
Einzelnachweise
Kategorie:Sänger Kategorie:Jüdische Musik Kategorie:Rumäne Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1886 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann