Sayonara Zetsubō Sensei (jap. , dt. „Leben Sie wohl, Herr Lehrer Verzweiflung“) ist ein Manga des japanischen Zeichners Kōji Kumeta. Im Jahr 2007 erhielt der Manga den 31. Kōdansha-Manga-Preis in der Kategorie Shōnen. Basierend auf dem Manga entstanden die Anime-Fernsehserie Sayonara Zetsubō Sensei und deren Fortsetzungen (Zoku) Sayonara Zetsubō Sensei und (Zan) Sayonara Zetsubō Sensei.
Die Handlung der Komödie konzentriert sich auf den Lehrer Nozomu Itoshiki, der jedes Detail des Lebens im negativsten Sinne interpretiert und mit den Schülern seiner neuen Klasse und deren Problemen konfrontiert wird. Dabei wird in satirischer Art Politik, Medien und die Gesellschaft Japans aufs Korn genommen.
Handlung Zu Beginn der Serie versucht der Lehrer Nozomu Itoshiki, sich an einem Kirschbaum zu erhängen. Trotz seiner sorgfältigen Planung wird er von der zufällig vorbeikommenden Kafuka Fuura, einer extrem optimistischen Schülerin, gerettet, die ihn dabei allerdings fast erwürgt. Als erste Reaktion auf die Rettung beschwert sich Nozomu darüber, dass er durch die Rettungsaktion möglicherweise gestorben wäre.Diese konträre Reaktion – Er versucht sich umzubringen und gibt anderen die Schuld durch ihren Rettungsversuch beinahe umgekommen zu sein tritt als eine Art Running Gag des Öfteren in der Handlung auf. Völlig unbeeindruckt erklärt ihm Kafuka, dass sich an einem solch schönen Tag niemand an so schön blühenden Bäumen erhängen könne und verpasst ihm gleichzeitig den Spitznamen Momoiro Kakarichō (, dt. „pinkfarbener Bürovorsteher“). Da Nozomu darin gleich wieder einen Missbrauch von Namen gegen Bezahlung sieht, schlägt sie vor, ihm fünfzig Yen zu zahlen, damit sie ihn so nennen darf. Als Nozomu nun genug von ihr gehört hat, insbesondere dass er nur versucht habe, sich größer zu machen, wie es auch ihr Vater schon einmal getan habe, flüchtet er vor ihr und beginnt mit dem Unterricht seiner neuen Klasse. Dort muss er feststellen, dass Kafuka auch eine Schülerin seiner Klasse ist. Prompt wird er von ihr als Momoiro Kakarichō angesprochen, was ihn zur Verzweiflung treibt. Kafuka ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. Denn auch die anderen Schülerinnen und Schüler seiner neuen Klasse besitzen extreme Persönlichkeiten oder haben besondere Probleme, die den selbstmordgefährdeten Lehrer vor mehr Problemen stellen, als er selbst schon hat.
Mit fortlaufender Handlung wird immer wieder auf die Gesichtspunkte des Lebens, die japanische Kultur oder auf typische Redewendungen der japanischen Sprache eingegangen. Dabei werden häufig die extremen Eigenheiten der Schüler genutzt, um unmögliche Situationen aufzubauen, aber auch sonst kommt es zu extremen Situationen, die spontan vorgegeben werden. So fordert Nozomu seine Schüler in einer Folge dazu auf, über alle möglichen Dinge nachzudenken, die sie nie in ihrem Leben erreichen werden, anstatt wie von der Schule geplant, die Wünsche für die Zukunft festzuhalten.
Die Serie scheint zudem in einer Art alternativen Gegenwart zu spielen, da Jahreszahlen auf Kalendern oder Zeitungen innerhalb der Kapitel grundsätzlich als Shōwa angegeben werden (beispielsweise trugen sie 2009 die Aufschrift Shōwa 84 statt Heisei 21) und sich Adressen zumeist in Koishikawa-ku, Tōkyō-fu befinden (Tokio ist seit 1947 anders gegliedert und die Adresse wäre heute Bunkyō-ku, Tōkyō-to).
Charaktere Familie Itoshiki
Itoshiki ist der jüngste Sohn der Familie Itoshiki und Hauptcharakter der Serie. Er ist Klassenlehrer der 2-F (, 2-He) an einer namenlosen Oberschule in Koishikawa und trägt für gewöhnlich Hakama und Kimono. Nozomu ist den meisten Dingen gegenüber extrem negativ eingestellt und verzweifelt in fast jedem Kapitel über irgendeine eigentlich banale Begebenheit. Auch unternimmt er mehrmals Selbstmordversuche, diese scheinen aber niemals wirklich ernstgemeint zu sein. Der Großteil der Schülerinnen der Klasse 2-F ist – meist aufgrund eines Missverständnisses – in ihn verliebt. Wird sein Name horizontal aufgeschrieben, ähnelt er dem Wort Zetsubō (, dt. „Verzweiflung“). Itoshiki geschrieben als bedeutet zudem „geliebt“.
Rin ist Nozomus jüngere Schwester. Sie ist 17 Jahre alt und bereits Lehrerin für Ikebana.Manga, Kapitel 17 Ursprünglich wohnt sie zu Hause bei ihren Eltern, später zieht sie aber nach Tokio und wird Schülerin der Klasse 2-F. Sie unternimmt zum Teil große Anstrengungen, um ihren Bruder zu ärgern, macht sich häufig über ihn lustig und verrät unangenehme Dinge über ihn. Ihr Name kann als Zetsurin() gelesen werden, was „unvergleichlich“ bedeutet und häufig im Sinne von ‚unvergleichlich im Bett‘ gebraucht wird.
Mikoto ist der drittälteste Sohn der Familie Itoshiki und arbeitet als Arzt. Seine Praxis wird nur selten aufgesucht, was auf seinen Namen zurückgeführt wird, der als Zetsumei (, dt. „Sterben“) gelesen werden kann.
Kei ist der zweitälteste Sohn der Familie Itoshiki und Maler mit eigenem Atelier. Er behauptet, verheiratet zu sein, in Wahrheit ist seine Frau aber ein Fleck an der Wand. Sein Name kann als Zekkei (, dt. „malerische Landschaft“) gelesen werden.
Majiru ist der Sohn von Enishi und damit Neffe von Nozomu. In Kapitel 28 des Mangas zieht er bei seinem Onkel Nozomu ein. Majiru ist fünf Jahre alt.Manga, Kapitel 73; dort findet sein Shichi-go-san statt Er wird häufig gemeinsam mit Kiri Komori gezeigt.
Tokita ist der Butler der Familie Itoshiki. Er wird häufig gemeinsam mit Rin gezeigt und erledigt oft diverse Arbeiten für sie.
Schüler der Klasse 2-F Mädchen Kafuka Fuura ( Fuura Kafuka) ist ein extrem optimistisches Mädchen, das grundsätzlich alles in einem positiven Licht darstellt, egal wie negativ es auch sein mag. So behauptet sie zu Beginn der Serie, Nozomu habe sich nicht erhängen, sondern nur „größer machen“ wollen und bezeichnet Stalking als „tiefe Liebe“. Es wird an vielen Stellen angedeutet, dass sie psychopathische Tendenzen hat. So gibt sie sich beispielsweise als Studentin aus und bringt Nozomu vergiftetes Essen vorbeiManga, Kapitel 35 reagiert auf Zerstörung und Leid anderer Menschen desinteressiert oder sogar hämischManga, Kapitel 182 und kennt zahlreiche kultische Gruppierungen, teilweise ist sie sogar deren Anführerin.
Der Name Kafuka Fuura ist nur ein Künstlername und wahrscheinlich eine Anspielung auf Franz Kafka. Ihr echter Name ist An Akagi (赤木 杏, Akagi An), eine Anspielung auf Anne mit den roten Haaren (赤毛のアン, Akage no An), mit welcher sie von Nozumu bei ihrem ersten Aufeinandertreffen auch verglichen wird.
Chiri Kitsu ( Kitsu Chiri) ist von Ordnung besessen. Für sie müssen alle Menschen und Dinge gleichmäßig und regelkonform sein, egal ob dies gut, sinnvoll oder überhaupt möglich ist. Ihr Name ist eine Anspielung auf das japanische Wort kitchiri (きっちり „exakt“). Sie scheitelt ihre Haare genau in der Mitte, kann zu 50 % weinenManga, Kapitel 65 und zieht es vor, in jedem Fach die gleiche Note zu haben, selbst wenn dies insgesamt ein schlechteres Zeugnis bedeutet. Aufgrund ihrer überkorrekten Art glauben alle, dass sie die Klassensprecherin der 2-F sei, was jedoch nicht der Fall ist. Sie besitzt ein drittes Auge; zwei der Kanji ihres Namens werden für senrigan (千里眼, „Hellseherei“) genutzt.
Chiri versucht ihre Forderungen nach allgemeiner Ordnung oft gewaltsam durchzusetzen und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Sie wird dabei als oft als klischeehafte Diktatorin dargestellt und verfügt über umfangreiches Wissen über blutige Ereignisse der Weltgeschichte. Ihre bevorzugte Waffe ist eine handelsübliche Schaufel, außerdem versteckt sie mehrere Messer in ihrem BH.
Aufgrund ihrer fanatischen Ordnungsliebe, paranoider Züge und mangelnder sozialer Intelligenz hatte Chiri als Kind keine Freunde, abgesehen von Harumi. Auch in der Oberstufe meiden ihre Klassenkameradinnen sie gelegentlich oder machen sich über sie lustig, ohne das Chiri dies bemerktManga, Kapitel 59.
Obwohl sie diejenige ist, die Nozumu am häufigsten widerspricht und für seine Aussagen kritisiert (zusammen mit Nami und Abiru), besteht sie darauf, dass er „Verantwortung übernimmt“ und sie heiratet, nachdem die beiden versehentlich im gleichen Bett auf der Krankenstation der Schule geschlafen haben.
Mit Beginn der zweiten Staffel des Anime werden Punkte, Frage- und Ausrufezeichen in Chiris gesprochenen Sätzen visuell dargestellt.
Abiru Kobushi ( Kobushi Abiru) ist häufig fast am ganzen Körper bandagiert. Andere Charaktere vermuten, dass sie zu Hause geschlagen wird und auch ihr Name leitet sich von kobushi [o] abiru (拳を浴びる, „Fäusten ausgesetzt sein“) ab. Tatsächlich hat sie jedoch einen Fetisch für Tierschwänze und zieht an diesen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, woraufhin sich die Tiere entsprechend zur Wehr setzen. Um ihren Fetisch ausleben zu können jobbt Abiru in einem Zoo und hat in ihrem Zimmer eine große Sammlung verschiedener Tierschwänze. Weitere Verletzungen stammen daher, dass sie sehr ungeschickt ist und häufig stürzt oder gegen Dinge läuftManga, Kapitel 54. Später gesteht sie, dass sie manchmal Bandagen trägt, ohne verletzt zu sein, um die Aufmerksamkeit ihrer Klassenkameraden zu bekommen.
Im Gegensatz zu ihrer Begeisterung, wenn es um Tiere geht, ist Abiru in der Klasse ruhig und ernst und, gemeinsam mit Nami und Chiri, eine der größten Kritikerinnen von Nozumus Verhalten.
Kiri Komori ( Komori Kiri) ist wie ihr Name anspielt eine Hikikomori, die aber von Nozomu und Kafuka aus ihrem Haus gejagt wird, woraufhin sie sich in der Schule zurückzieht. Dort entwickelt es sich zu einem Running Gag, dass sich hinter jeder Tür, die Nozumu öffnet, Kiri befindet. Nachdem Nozomus Haus abbrennt und er in den Aufsichtsraum der Schule zieht, zieht Kiri bei ihm ein und wohnt in seinem Wandschrank. Sie wird häufig zusammen mit Majiru gezeigt und geht meist Hausarbeiten nach.
Matoi Tsunetsuki ( Tsunetsuki Matoi) ist eine Stalkerin. Seit dem Kapitel, in dem sie zum ersten Mal auftaucht, verliebt sie sich in Nozomu und stalkt ihn. Da sie ihre Kleidung grundsätzlich demjenigen anpasst, in den sie verliebt ist, trägt sie fast immer einen Kimono. Sie befindet sich grundsätzlich in nächster Nähe zu Nozomu und in einem Kapitel wird ihre Adresse sogar als „Hinter Nozomu Itoshiki“ ( Itoshiki Nozomu no ushiro) angegeben. Ihr Name ist eine Anspielung auf das Verb tsukimatou ( „jemandem folgen“). Als Stalkerin ist sie geübt im Umgang mit Spionagetechniken und besitzt unter anderem eine „verbesserte“ Enigmamaschine, mit der sie jeglichen Code entschlüsseln kannManga, Kapitel 49.
Nami Hitō ( Hitō Nami) ist ein gewöhnliches Mädchen, was sie aber, wenn sie darauf hingewiesen wird, stets heftig zurückweist. Sie versucht regelmäßig, durch ungewöhnliches Verhalten Aufmerksamkeit zu gewinnen, scheitert jedoch immer. Ihre „Gewöhnlichkeit“ drückt sich zum Beispiel dadurch aus, dass sie aktuellen Trends folgt, beliebte Orte besucht, populäre Filme und Serien schaut, grundlegendes Allgemeinwissen und Probleme mit komplizierten Wörtern hat, romantische Liebesfilme mag oder langweilige, alltägliche Anekdoten erzählt. Sie isst gerne und viel, vor allem Ramen, was dazu führt, dass sie jedes Jahr in den Sommerferien viel zunimmtManga, Band 20 und oft Diät hält. Ihr Name stammt von dem Wort Hitonami (, „durchschnittlich“).
In der Planungsphase des Manga war Nami als Protagonistin vorgesehen.