mini|hochkant|June Lockhart (2009) rahmenlos|zentriert|klasse=notpageimage skin-invert-image|hochkant=0.7|Autogramm June Lockhart June Kathleen Lockhart (* 25. Juni 1925 in New York City, New York; † 23. Oktober 2025 in Santa Monica, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben Lockhart war die Tochter des Schauspieler-Ehepaares Gene Lockhart und Kathleen Lockhart. Sie gab ihr Schauspieldebüt bereits mit acht Jahren in einer Produktion der Metropolitan Opera von Peter Ibbetson. Ihre erste Spielfilmrolle hatte sie 1938 an der Seite ihrer Eltern als Melinda Cratchit in A Christmas Carol, wobei ihre Eltern zugleich ihre Filmeltern spielten. In den 1940er-Jahren konnte sie sich in Hollywood etablieren. Sie hatte Nebenrollen in einer Reihe größerer Filme, darunter das Drama Hölle, wo ist dein Sieg? (1940) mit Bette Davis, Howard Hawks’ Kriegsfilm Sergeant York (1940) mit ihr in der Rolle von Gary Coopers Schwester, der Musicalklassiker Meet Me in St. Louis (1944) mit Judy Garland sowie die Literaturverfilmung Die Wildnis ruft (1946) mit Gregory Peck. In einigen B-Movies wie dem Horrorfilm She-Wolf of London (1946), in dem sich Lockharts Figur für eine Werwölfin hält, war sie auch Hauptdarstellerin.

1948 gewann Lockhart am Broadway einen Tony Award für ihre Darstellung in der Produktion For Love or Money. Im folgenden Jahrzehnt spielte sie zunächst hauptsächlich Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien, darunter Westernserien wie Tausend Meilen Staub, Abenteuer im wilden Westen und Rauchende Colts. Zwischen 1958 und 1964 spielte sie in der Serie Lassie in 207 Folgen die Mutter von Timmy. Im darauf folgenden Jahr erhielt sie eine der Hauptrollen in der Serie Verschollen zwischen fremden Welten (Originaltitel Lost in Space). Bis 1968 verkörperte sie in insgesamt 84 Folgen die Rolle der Wissenschaftlerin Dr. Maureen Robinson, die mit ihrer Familie das Weltall bereist. Nach dem Ende dieser Serie spielte sie von 1968 bis 1970 in der Sitcom Petticoat Junction eine feste Rolle als Dr. Janet Craig. Vom amerikanischen Fernsehpublikum wurde Lockhart vor allem wegen Lassie und Verschollen zwischen fremden Welten mit dem Rollenfach der Mutter verbunden.

Später trat Lockhart als Gaststar in Serien wie Magnum, Quincy, Mord ist ihr Hobby, Babylon 5, Beverly Hills, 90210 und Grey’s Anatomy auf. Zwischen 1984 und 1998 spielte sie mit Unterbrechungen in der Seifenoper General Hospital die wiederkehrende Rolle der Maria Ramirez. 1986 übernahm sie im Fantasyfilm Troll eine Rolle an der Seite ihrer Tochter Anne Lockhart. In dem auf der Fernsehserie basierenden Spielfilm Lost in Space von 1998 hatte sie einen Cameo-Auftritt, ebenso war sie 2021 in einer Folge der Fernsehserie Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten in einer Sprechrolle als Computerstimme zu hören. Lockhart war bis weit in ihre Neunziger als Schauspielerin aktiv, sie galt dadurch als eine der Personen mit den längsten Hollywood-Karrieren (83 Jahre, von 1938 bis 2021).

In erster Ehe war sie von 1951 bis zur Scheidung 1959 mit John Francis Maloney verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter, die Schauspielerinnen Anne und Lizabeth Lockhart hervor. Nur vier Tage nach der Scheidung von ihrem ersten Ehemann heiratete sie 1959 John Carl Lindsay. Von ihm ließ sie sich im Oktober 1970 scheiden.

June Lockhart starb im Oktober 2025, vier Monate nach ihrem 100. Geburtstag, in ihrem Haus in Santa Monica.

Filmografie Spielfilme

Fernsehserien (Auswahl)

Auszeichnungen 1948: Special Tony Award als Beste Nachwuchsdarstellerin für For Love or Money 1953: Emmy-Nominierung als Beste Fernsehschauspielerin 1959: Emmy-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin einer Drama-Fernsehserie für Lassie 1960: zwei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame (in den Kategorien Film und Fernsehen)

Weblinks

Einzelnachweise

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