Die Hochschule Luzern (HSLU) ist eine öffentlich-rechtliche Fachhochschule der sechs Zentralschweizer Kantone. Sie wurde 1997 unter dem Namen Fachhochschule Zentralschweiz (FHZ) gegründet und ist die grösste Bildungsinstitution der Zentralschweiz. Sie erfüllt den Leistungsauftrag der Trägerkantone in Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen. Als Fachhochschule ist sie praxisorientiert; die Zulassung erfolgt in der Regel über eine berufliche Grundbildung mit Berufsmaturität oder über andere Wege mit entsprechender Berufspraxis.

8696 Studierende besuchten im Jahr 2025 einen Bachelor- oder einen Masterstudiengang. 13 081 Personen nahmen an einem Weiterbildungsprogramm der Hochschule Luzern teil (MAS, DAS, CAS, SAS). Rektorin ist seit dem 1. Dezember 2022 Barbara Bader.Neue Rektorin kämpft für Kompromisse. In: Luzerner Zeitung. 29. Dezember 2022, S. 1.

Geschichte mini|Klasse der Kunstgewerbeschule Luzern (1877) Die Hochschule wurde 1997 unter dem Namen Fachhochschule Zentralschweiz (FHZ) gegründet. Sie basiert auf dem Fachhochschulgesetz des Bundes und dem Fachhochschul-Konkordat der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug.

Im Gründungsjahr waren 293 Studierende eingeschrieben. Die ersten Studiengebiete der Hochschule waren Technik, Architektur und Wirtschaft. Später folgten die Bereiche Design & Kunst, Soziale Arbeit und Musik.

Seit dem 15. Oktober 2007 treten die Teilschulen der ehemaligen Fachhochschule Zentralschweiz auch nach aussen gemeinsam unter dem Namen «Hochschule Luzern» auf.Aus der HTA Luzern wird Hochschule Luzern – Technik & Architektur. In: HTA. 10. Oktober 2007. Zunächst standen die Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft sowie Design & Kunst unter der Trägerschaft des Kantons Luzern. Die Departemente Musik und Soziale Arbeit wurden von Stiftungen getragen. Seit der Verabschiedung einer neuen Fachhochschulvereinbarung zum 1. Januar 2013 liegt die Trägerschaft für alle Departemente bei den Zentralschweizer Kantonen.E. Aschwanden: Neue Basis für Fachhochschule. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. November 2012, Nr. 262, S. 14.

2016 wurde das Departement Informatik gegründet.

Departemente Die Hochschule Luzern setzt sich aus sechs Departementen (zuvor als Teilschulen bezeichnet) zusammen. Viele davon können jeweils auf eine längere Geschichte zurückblicken als die Hochschule Luzern selbst.

Technik & Architektur mini|Campus Horw des Departements Technik & Architektur Das Departement Technik & Architektur befindet sich in Horw bei Luzern und bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den Disziplinen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik und Energie, Elektrotechnik, Maschinen- und Energietechnik, Innovation und Technologiemanagement, Medizintechnik sowie Natur- und Geisteswissenschaften an. Es betreibt anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in mehreren Instituten und arbeitet dabei mit Wirtschaft und Industrie zusammen.

Das Departement geht zurück auf das 1946 gegründete Abendtechnikum der Innerschweiz (ATIS) und das 1958 gegründete Zentralschweizerische Technikum Luzern (ZTL). Vor der Gründung der Hochschule Luzern hiess diese Organisationseinheit zuletzt Hochschule für Technik und Architektur (HTA).

Direktor ist seit dem 1. August 2025 Manfred Huber.Senta van de Weetering: Unsere Studierenden möchten am Thema Nachhaltigkeit wachsen. In: Luzerner Zeitung. 20. Juni 2025, S. 56.

Es werden 11 Bachelorstudiengänge in Technik, Architektur und Bau angeboten: Architektur Innenarchitektur Bauingenieurwesen. Vertiefungsrichtungen: Konstruktion und Tragwerk (K+T), Wasser und Naturgefahren (W+NG), Gebäudehülle (GH) Digital Construction Gebäudetechnik | Energie. Studienrichtungen: Heizung-Lüftung-Klima-Sanitär (HLKS), Gebäude-Elektroengineering (GEE) Elektrotechnik und Informationstechnologie. Studienrichtungen: Energie- und Antriebssysteme, KI und Signal Processing, Technische Informatik, Mechatronik/Automation/Robotik Maschinentechnik. Studienrichtungen: Allgemeine Maschinentechnik, Produktentwicklung und Design, Robotik und Automation, Energie- und Verfahrenstechnik, Aerospace Digital Engineering Wirtschaftsingenieur | Innovation. Studienrichtungen: Product Management and New Business Development, Operations Management, Sales and Marketing Management Medizintechnik | Life Sciences. Studienrichtung: Medizinproduktentwicklung, Life Sciences, Medizininformatik & Data Science Energie- und Umwelttechnik. Studienrichtung: Energy Systems, Environmental Systems

Daneben umfasst das Angebot die drei Master-Studiengänge Engineering, Architektur und kollaborative Raumentwicklung.

Weiterbildung Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur bietet MAS/DAS/CAS-Studienprogramme unter anderem in Bauökonomie, Wirtschaftsingenieur, Energie und Nachhaltigkeit im Bau (ENBau), Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), IT Network Manager, Designingenieur, Gebäudebewirtschaftung, Software-Engineering an. Das CAS Projektmanager Bau ist die Kaderfortbildung der Schweizer Bauindustrie. Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur ist Sitz der Geschäftsstelle ENBau, eines Weiterbildungsangebots mit den Fachhochschulen Nordwestschweiz, Bern, Zürich und Chur und dem Bundesamt für Energie (BFE).

Kompetenzzentren Die Kompetenzzentren (Competence Centers) der Hochschule Luzern – Technik & Architektur betreiben angewandte Forschung und bieten verschiedene Dienstleistungen in folgenden Bereichen an: Autonomous Systems and Robotics – Automation, Signalverarbeitung, Robotik, Elektronik Bioscience and Medical Engineering – Biomedizinische Weltraumforschung und Technik Business Engineering – Gesamtheitliche Lösungen für eine lebenswerte Zukunft Digital Energy and Electric Power – Digitale und elektrische Energiesysteme, Leistungselektronik und Advanced Analytics Fluidmechanik und numerische Methoden – Strömung im Fokus Gebäudehülle und Ingenieurbau – Konstruktion, Energie und Architektur im Einklang Gebäudetechnik und Energie – Energieeffizientes Bauen iHomeLab – Denkfabrik und Forschungszentrum für Gebäudeintelligenz Innenarchitektur – Planung und Umsetzung von bedürfnisgerechten Räumen Intelligent Sensors and Networks – Echtzeit- und hochzuverlässige Daten- und Sensor-Netze Mechanische Systeme – Ganzheitliche und effiziente Gestaltung mechanischer Systeme Thermische Energiespeicher – Forschung rund um Wärme und Kälte Thermische Energiesysteme und Verfahrenstechnik – Forschung für die Energiewende Typologie & Planung in Architektur – Transformation von Gebäuden und Quartieren

Informatik mini|Campus Zug-Rotkreuz Das Departement Informatik mit Standort Rotkreuz im Kanton Zug wurde 2016 gegründet.Rahel Hug: Wir sind stets neugierig geblieben. In: Luzerner Zeitung. 23. August 2025, S. 31. Es entstand aus der Zusammenlegung der Abteilung Informatik des Departements Technik & Architektur und der Wirtschaftsinformatik des Departements Wirtschaft. Zu den Themenschwerpunkten gehören Data Science, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Immersive Realities, Software Engineering, Security und Digital Business.

Direktorin ist seit dem 1. September 2025 Sarah Hauser.

Ausbildung Die Hochschule Luzern – Informatik bietet acht Bachelorstudiengänge an: Artificial Intelligence & Machine Learning Business IT & Digital Transformation Digital Ideation Immersive Technologies Informatik Information & Cyber Security International IT Management Wirtschaftsinformatik

Weiter umfasst das Angebot die Masterstudiengänge:

Wirtschaftsinformatik Engineering Information & Cyber Security Digital Ideation IT Digitalization & Sustainability Music & Digital Creation Fachdidaktik Medien und Informatik

Wirtschaft Das Departement Wirtschaft befindet sich in Luzern und Zug und deckt mit seinen Studiengängen und Weiterbildungen betriebswirtschaftliche und managementbezogene Bereiche ab, darunter Banking & Finance, Kommunikation & Marketing, Management, Regionalökonomie sowie Tourismus und Mobilität.

Direktorin ist Christine Böckelmann. 2021 wurde die AACSB-Akkreditierung abgeschlossen.Alex Mathis: Ausgezeichneter Mix aus Praxis und Wissenschaft. In: Luzerner Zeitung. 2. November 2021, S. 28.

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft bietet sechs Bachelor of Science-Studiengänge an: Business Administration International Business Administration Business Psychology Economics and Data Science in Mobility Hospitality Management International Sustainable Tourism

Ausserdem werden sechs Master of Science-Studiengänge mit verschiedenen Vertiefungsrichtungen (Majors) angeboten: Applied Information and Data Science Banking and Finance Business Administration Business Psychology International Financial Management Real Estate

Weiterbildung Die Hochschule Luzern – Wirtschaft bietet 1 Executive MBA, 24 Master of Advanced Studies MAS, 5 Diploma of Advanced Studies DAS, 50 Certificate of Advanced Studies CAS sowie andere Angebote wie Lehrgänge oder Vorbereitungskurse an.

Institute Die vier Institute sind in den Bereichen der Lehre, Weiterbildung, angewandten Forschung und Entwicklung sowie der Dienstleistungen tätig: Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ Institut für Kommunikation und Marketing IKM Institut für Tourismus und Mobilität ITM

Soziale Arbeit Das Departement Soziale Arbeit bietet Studiengänge für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und verwandte soziale Berufe an.Studium mit Erfolg gemeistert. In: Luzerner Zeitung. 17. September 2024, S. 23. Erste Vorgängerversion des heutigen Departements Soziale Arbeit war die 1918 in Luzern eröffnete Schweizerische Sozial-Caritative Frauenschule. 1943 erhielt diese die staatliche Anerkennung durch den Kanton und 1952 wurde sie in die Soziale Frauenschule Luzern SFL umbenannt. 1960 erfolgte die Umbenennung in Schule für Sozialarbeit Luzern. Zu dieser Zeit wurden erstmals Männer zugelassen. 1990 kam es erneut zur Umbenennung; die Einrichtung wurde zur Höheren Fachschule für Sozialarbeit HFS.Chronik. In: Luzerner Zeitung. 17. Februar 2018, S. 29. 1995 fusionierte die HFS mit der Abendschule für Soziale Arbeit ASL und der Höheren Fachschule für Soziokulturelle Animation HFA. 1999 wurde sie in die damalige Fachhochschule Zentralschweiz integriert und seit 2007 ist sie ein Departement der Hochschule Luzern.

Direktorin der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit ist Dorothee Guggisberg. Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit gehört mit 135 Mitarbeitenden, 870 Studierenden in der Ausbildung und rund 1900 Studierenden in der Weiterbildung (Stand 2025) zu den grösseren Hochschulen für Soziale Arbeit. Im Bachelor-Studium bietet sie als einzige Hochschule in der Deutschschweiz die Studienrichtung Soziokulturelle Animation an.

Folgende Bachelorstudiengänge werden angeboten:

Sozialarbeit Soziokultur Sozialpädagogik Neue Konzepte und Innovation

Darüber hinaus bietet das Departement den Masterstudiengang Soziale Arbeit sowie verschiedene Weiterbildungen an (Master of Advanced Studies MAS, Diploma of Advanced Studies DAS, Certificate of Advanced Studies CAS, Fachkurse, Fachseminare): Arbeitsintegration Behinderung und Lebensqualität Erziehung, Bildung und Betreuung Devianz, Gewalt und Opferschutz Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung Kindes- und Erwachsenenschutz Methoden und Verfahren der Sozialen Arbeit Prävention und Gesundheit Soziale Sicherheit Sozialmanagement, Sozialpolitik und Generationen Soziokultur

Ausserdem werden Bachelor- und Masterstudiengänge in der Pflege angeboten.

Beiträge zur Theorie und Praxis Sozialer Arbeit werden im eigenen interact Verlag publiziert.

Zum Department Soziale Arbeit gehören folgende Institute:

Institut für Soziokulturelle Entwicklung Institut Sozialarbeit und Recht Institut für Sozialpädagogik und Sozialpolitik Institut für Pflege und Interprofessionalität

Design Film Kunst