miniatur|hochkant|Pablo Ziegler 2010

Pablo Ziegler (* 2. September 1944 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Pianist, Komponist und Arrangeur, der sowohl in der Kultur Argentiniens als auch der New Yorks verankert ist.

Er studierte an der Buenos Aires Music Conservatory, wo er die Professur im Fach „Piano“ erhielt. Er setzte seine Studien fort mit Adrian Moreno und Galia Schaljman. Außerdem studierte er Komposition bei den Professoren Gerardo Gandini und Francisco Kröpfl.

Die Musik Er gehört zu den wichtigsten Musikern des zeitgenössischen Tango Nuevo. Dank des Könnens und der Ausstrahlung seines Kollegen Astor Piazzollas, in dessen zweitem Quintett Pablo Ziegler seit 1978 spielte, wurde er als Pianist bekannt. Seit dem Ende des Quintetts 1989 entwickelte er seine eigene Form des „New Tango“ oder „Nuevo Tango“ weiter.

Sein exzentrischer Stil als Pianist mit scharf-rhythmischer und metallischer Lyrik ist sehr einprägsam und lässt zeitweise an die Spielweise Vladimir Horowitz’ und den Wehmut Bill Evans erinnern. Seine Kompositionstechnik ist im Gegensatz zu seinem Lehrmeister weniger kontrapunktisch als „jazzig“ und auch „beatig“ angelegt, in der ein regelmäßiger Grundschlag, etwas einfachere Melodieführung ähnlich dem Bossa Nova und ausgedehnte Improvisationspassagen vorherrschen. Er hat das traditionelle Tango Repertoire um südamerikanische und folkloristische Rhythmen erweitert. Neben Piazzolla spielte er u. a. mit Gary Burton, Joe Lovano, dem Orpheus Chamber Orchestra, Branford Marsalis, Emanuel Ax, Quique Sinesi, Richard Galliano und vielen anderen.

Seit 1974 ist seine Musik im Theater zu hören, seit 1985 komponiert er Filmmusik. Seit Jahren ist Pablo Ziegler kontinuierlich weltweit auf Tournée.

Diese Plattenaufnahmen mit Piazzolla sind besonders bemerkenswert: The Central Park Concert Tango: Zero Hour La Camorra

In den letzten Jahren widmet sich Pablo Ziegler verstärkt seiner Orchesterarbeit sowie der Produktion und musikalischen Leitung. Er war musikalischer Leiter und Komponist für die CD Rojo Tango von Erwin Schrott, für die es den Echo Klassik der Sparte Crossover gab. Für das Latin-Jazz-Album Jazz Tango mit dem Pablo Ziegler Trio bekam er 2018 einen Grammy Award.

Diskographie Eigene Platten ErscheinungsjahrNameEnsembleVerlag 1991La Conexion PorteñaNew Tango QuartetSony 1996Los TanguerosEmanuel Ax - Pablo ZieglerSony Classics 1998AsphaltStreet TangoQuintet for the New TangoBMG Classics 1998Tango RomanceMusic of Buenos AiresOrpheus Chamber OrchestraBMG Classics 2000Quintet for New TangoQuintet for New Tango, Gast: Joe LovanoBMG Classics 2003Bajo CeroNew Tango duoPablo Ziegler & Quique Sinesi with Walter Castroenja, Latin Grammy 2007Tango & All That JazzPablo Ziegler Quartet & Guest Stefon HarrisKind of Blue (Live) at Jazz Standard2007Buenos Aires ReportPablo Ziegler & Quique Sinesi, guest Walter CastroSaphran, Grammy-Nominierung2013Amsterdam Meets New TangoPablo Ziegler & Metropole OrchestraZoho, Grammy-Nominierung2015Desperate DancePablo Ziegler & Quique Sinesi, Gast Walter Castroenja/yellowbird2017Jazz TangoPablo Ziegler TrioZoho, Grammy: Bestes Latin-Jazz-Album

Filmmusik Erscheinungsjahr, DauerFilmtitelRegieMusikbegleitung von/bei 1985, 90 min.Adiós, RobertoEnrique DawiPocho Lapouble 1985, 87 min.Tacos altosSergio RenánPocho Lapouble 1986, 85 min.Brigada explosivaEnrique DawiPocho Lapouble 1986, 70 min.Brigada explosiva contra los ninjasMiguel Fernández AlonsoPocho Lapouble 1986, 85 min.Las colegialasFernando SiroPocho Lapouble 1987, 80 min.Los matamonstruos en la mansión del terrorCarlos GalettiniPocho Lapouble 1987, 90 min.La pandilla aventureraMiguel TorradoPocho Lapouble

Weblinks

Homepage Pablo Ziegler

Website Agentur in Europa

Quellen

Kategorie:Pianist Kategorie:Tango Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:Argentinier Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Mann