mini|Reform Muli T10 X Der Reform Muli ist ein kommunaler und landwirtschaftlicher Transporter mit Allradantrieb, der seit 1967 von dem österreichischen Spezialfahrzeughersteller Reform-Werke produziert wird.Portrait der Reform-Werke auf www.bauhof-online.de, abgerufen am 10. September 2023.

Das Haupteinsatzgebiet des Muli in der Berglandwirtschaft liegt in der Futterernte und Düngung am Steilhang. Dazu kann unter anderem ein Ladewagenaufbau, ein Scheibenmähwerk, ein Miststreuer oder ein Jauchefass (jeweils in unterschiedlichen Ausführungen) aufgesattelt werden.

In der Kommunaltechnik wird der Reform Muli bei Transportarbeiten mit Dreiseitenkipper, Abrollsystemen, Kränen und Anhänger eingesetzt. In der Arealpflege ist der Muli mit Mähsaugkombination, Laubsauganlage, Aufbaukehrmaschine, Wassersprühanlage, Tanksystem zum Bewässern, Hochleistungs-Sauggebläse oder Schwemmbalken auf den Straßen und in Parks unterwegs. Zum Mulchen des Straßenbegleitgrüns, für die Leitpflockreinigung sowie für Gießarbeiten gibt es eigene Frontausleger. Stark vertreten ist der Muli auch im kommunalen Winterdienst mit Schneefräse, Schneepflug und Streuer.

Modellgeschichte und Modellübersicht mini|Muli 25 (gebaut ab 1968) mini|Reform Muli 600k Das erste Serienmodell war der Muli 25, der ab 1967 produziert wurde und einen Zweizylinder-Deutz-Motor mit 25 PS Leistung erhielt. In den 1970er Jahren erweiterte Reform die Modellpalette und stattete die neuen Typen mit englischen Perkins-Motoren aus, die zwischen 33 und 46 PS leisteten. Zudem konnten einige Modelle mit kurzem oder langem Radstand bestellt werden.

In den 1980er Jahren ging die Modellvielfalt etwas zurück. Neben Perkins lieferte nun auch die japanischen Kubota-Werke Motoren für die neuen Modelle. Das stärkste Modell in diesem Jahrzehnt war der Muli 600 mit knapp 57 PS. Mit Beginn der 1990er Jahre brachte Reform eine neue Modellgeneration mit stärkeren Motoren auf den Markt. Eine Neuerung war zudem die nun verfügbare Einzelradaufhängung. Kurz vor der Jahrtausendwende ging das bisher stärkste Modell, der Muli 880, in Serie. Der Motor stammte erstmals von VM Motori und leistete 80 PS. In den darauffolgenden Jahren wurden alle neuen Modelle mit dem Motoren aus Italien ausgestattet. Der Muli T9, das bisher stärkste Modell, erschien 2007 und leistete 98 PS.

In den 2010er Jahren wurde die Leistung bei den neuen Modellen erneut erhöht. Gleichzeitig kam eine neue Motorgeneration zum Einsatz, die auch die strengeren Abgasnormen einhält. 2015 wurde das leistungsstärkste Modell T 10 X mit 109 PS eingeführt.Zwei neue Flaggschiffe von Reform. In: Schweizer Bauer, erschienen am 29. November 2014, abgerufen am 10. September 2023. Der Transporter kann wahlweise auch mit dem selbst entwickelten HybridShift-Getriebe ausgestattet werden. Dieses Getriebe verbindet den hydrostatischen Antrieb im Arbeitsmodus mit dem mechanischen Antrieb im Straßenmodus. Je nach Arbeitseinsatz kann selbst gewählt werden, ob geschaltet oder stufenlos gefahren wird.

Im Jahr 2020 brachte Reform die Modelle T7 X, T8 X und T8 X Pro auf den Markt.Reform: Die neue «Muli» Mittelklasse., abgerufen am 10. September 2023. Aktuell (Stand September 2023) produziert Reform die Modelle T6, T7, T7 X, T8 X, T8 X Pro, T10 X und T10 X HybridShift und stattet diese mit Dieselmotoren von VM Motori mit einer Leistung von 55 kW (74,8 PS) bzw. 80 kW (109 PS) aus.

Die nachfolgende Liste beinhaltet alle seit 1967 gebauten Muli-Modelle mit Motorisierung und Bauzeit:Modellübersicht Reform Muli, abgerufen am 10. September 2023. Modell Motorleistung Motorhersteller Bauzeit 25 25 PS Deutz 1967–1970 40 40 PS Perkins 1970–1973 140 40 PS Perkins 1970–1973 45 46 PS Perkins 1973–1978 145 46 PS Perkins 1973–1978 33 33 PS Lombardini 1978–1979 50 46 PS Perkins 1978–1984 150 46,2 PS Perkins 1978–1984 33 33 PS Deutz 1979–1982 30 30,5 PS Kubota 1982–1993 400 38 PS Kubota 1983–1993 600 56,5 PS Perkins 1983–1993 500 48 PS Perkins 1984–1993 401 38 PS Kubota 1986–1992 660 G660 G SL660/660 SL660 K 58 PS Kubota 1991–1999 770 G770 G SL770/770 SL 72 PS Peugeot 1991–1999 550550 SL 46 PS Kubota 1992–1998 560 G560 G SL560 K 58 PS Kubota 1992–1998 440440 L 39 PS Kubota 1993–2002 860 57,5 PS Kubota 1995–1997 565 G565 G SL565/565 SL 63 PS Perkins 1997–2003 865 63 PS Perkins 1997–2003 555555 SL 57 PS Perkins 1999–2003 575 G575 G SL 74 PS Perkins 1999–2002 875 74 PS Perkins 1999–2002 880 80 PS VM 1999–2003 455455 SL 57 PS Perkins 2000–2003 575 S 80 PS VM 2002–2005 875 S 80 PS VM 2002–2005 880 S 91 PS VM 2002–2005 455 S 61 PS VM 2003–2008 555 S 68 PS VM 2003–2009 565 S 68 PS VM 2003–2008 865 S 68 PS VM 2003–2005 T8 80 PS VM 2005–2008 T7 81 PS VM 2007–2014 T5 70 PS VM 2009–2015 T6 81 PS VM 2009–2014 T9 98 PS VM 2010–2012 T7 S 101 PS VM 2011–2015 T8 S 101 PS VM 2011–2015 T9 S 98 PS VM 2011–2014 T10 X 98 PS VM 2012–2014 T10 X 109 PS VM 2012–2018 T6 74,8 PS VM 2014–2019 T7 74,8 PS VM 2014–2019 T7 S 109 PS VM 2014–2016 T8 S 109 PS VM 2014–2016 T7 S 109 PS VM 2016–2021 T8 S 109 PS VM 2016–2021 T10 X 109 PS VM ab 2018 T10 X HybridShift 109 PS VM ab 2018 T6 74,8 PS VM ab 2019 T7 74,8 PS VM ab 2019 T7 X 109 PS VM ab 2021 T8 X 109 PS VM ab 2021 T8 X pro 109 PS VM ab 2021

Weblinks

Muli-Modelle auf www.reform.at Weiterführende Informationen zur Technik des Reform Muli (PDF-Datei; 8,4 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Landwirtschaftliches Nutzfahrzeug