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Göddeldorf (fränkisch: GedldorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 82.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Göddeldorf liegt in der Gemarkung Seitendorf.
Geografie Durch das Dorf fließt die Schwabach und das Weißenbronner Bächlein mündet dort als rechter Zufluss. Im Süden schließt sich das Waldgebiet Prünstbühlholz an. 1 km südwestlich liegt die Flur Im Flecken, 0,5 km südöstlich liegt das Bensingfeld. Die Kreisstraße AN 29/RH 12 verläuft über Betzmannsdorf nach Weißenbronn (3 km südwestlich) bzw. über die Christenmühle zur Staatsstraße 2239 bei Rohr (1,8 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Müncherlbach (1,7 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1245 als „Godelndorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zum Dorf des Godilo.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 82. Der Ortsname des in der Nähe gelegenen Götteldorf lässt sich ebenfalls von dem Personennamen Godilo ableiten. Das Kloster Heilsbronn erwarb in dem Ort vier Höfe, den ersten im Jahr 1245.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 202.
1529 unterstanden der Hauptmannschaft Rohr der Reichsstadt Nürnberg drei Untertansfamilien im Ort.
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Göddeldorf nur die vier Mannschaften verzeichnet, die das Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn hatten. Die Nürnbergischen Mannschaften werden nicht erwähnt. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 8. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 737. Im Dreißigjährigen Krieg blieb Göddeldorf zwar weitgehend verschont, dennoch verödeten die damals bestehenden vier Höfe. Erst nach dem Krieg hatten sie wieder Besitzer, den letzten 17 Jahre nach Kriegsende.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Göddeldorf acht Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Klosterverwalteramt Heilsbronn. Grundherren waren das Klosterverwalteramt Heilsbronn (3 Höfe, 1 Mühle, Gemeindehirtenhaus) und die Reichsstadt Nürnberg (Spitalamt Heilig Geist: 2 Höfe, Landesalmosenamt: 1 Hof).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 118. Es gab zu dieser Zeit sieben Untertansfamilien, von denen vier ansbachisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Göddeldorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbronn und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Weißenbronn zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Göddeldorf in die neu gebildete Ruralgemeinde Seitendorf umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Seitendorf in die Stadt Heilsbronn eingegliedert.
Baudenkmäler Mittelalterliches Steinkreuz aus Sandstein mit Kreuzrelief nördlich der Ortschaft am Weg nach MüncherlbachG. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 96. Haus Nr. 8: ehemalige Mühle, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkgiebel, 18. Jahrhundert, renoviert 1836
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2007 2016 2020Einwohner 84 89 110 106 110 132 100 148 102 113 112 103 96 97HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 15 16 19 23 20 20 20 24 Quelle
Religion Göddeldorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Rohr) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Heilsbronn Kategorie:Ersterwähnung 1245 Kategorie:Ort an der Schwabach (Rednitz)