Lillebonne [] ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Le Havre und zum Kanton Bolbec. Das Gemeindegebiet wird vom Flüsschen Commerce durchquert, das hier auch in die Seine einmündet.
Geschichte links|mini|hochkant|Römischer Gott, Bronze, Musée des antiquités de la Seine-Maritime mini|Römisches Theater Antike Lillebonne war eine Zeit lang Hauptort des gallischen Stamms der Caleten. In gallorömischer Zeit hieß der Ort „Juliobona“ und wird unter diesem Namen von Claudius Ptolemäus erwähnt (II, 8 , 11). Juliobona besaß ein Amphitheater, ein Mithräum und Thermen. Die Steine dieser Bauwerke wurden in den folgenden Jahrhunderten für Stadtmauern und den Bau der Abtei Jumièges verwendet. In spätrömischer Zeit war in Juliobona eine römische Garnison stationiert. mini|Orpheus-Mosaik, Musée des antiquités de la Seine-Maritime mini|hochkant|Donjon Philipp II Augustus
Weitere Chronologie 9. Jahrhundert: Überfälle der Wikinger 11. Jahrhundert: Bau der Burg durch Wilhelm den Eroberer mit einem quadratischen Bergfried; auf dieser Burg wurde die Normannische Eroberung Englands geplant. 1123: Lillebonne geht an die Familie Harcourt 1180/1223: Regierungszeit des Königs Philipp II. Augustus; Bau des runden Donjons 1415–1449: Englische Besatzung 1517: Bau der Kirche Notre-Dame 1700: Die Grafschaft Lillebonne wird zum Herzogtum Lillebonne erhoben … Juni 1940: die Wehrmacht erobert im Westfeldzug Nordfrankreich; am 22. Juni unterschreibt Frankreich einen kapitulationsähnlichen Waffenstillstand. Am 1. September 1944 ziehen britische Truppen (49. Division) auf dem Weg nach Le Havre durch Lillebonne; die Wehrmacht hat sich zuvor zurückgezogen.The Victory Campaign, Chapter XIII, Antwerp, Arnhem and Some Controversies, August–September 1944, Seite 297 ()
Bevölkerungsentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 Einwohner 7.757 9.615 10.241 9.622 9.310 9.738 9.651 9.018
Sehenswürdigkeiten Gallo-römisches Theater Burg Kirche Notre-Dame
Verkehr mini|Der Bahnhof um 1900 Lillebonne hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bréauté-Beuzeville–Gravenchon-Port-Jérôme, deren entsprechender Abschnitt am 31. Juli 1882 von der Compagnie des chemins de fer de l’Ouest eröffnet wurde. Bis 1933 war er Endpunkt der Strecke, die dann über Lillebonne hinaus bis Notre-Dame-de-Gravenchon verlängert wurde. 1965 wurde der Bahnhof geschlossen, das Empfangsgebäude wurde anschließend abgebrochen. Auf der 1969 elektrifizierten Strecke herrscht heute reger Güterverkehr.
Städtepartnerschaften Lillebonne pflegt StädtepartnerschaftenWebsite Lillebonne – Jumelages mit Immenstadt, Deutschland (seit 1960) Wellington, England (seit 1964) Diese Städte sind auch untereinander durch Partnerschaften verbunden.
Persönlichkeiten In Lillebonne geboren Albert Glatigny (1839–1873), Schauspieler und Schriftsteller Fernand Besançon (1897–1956), Generalleutnant, Generalinspektor der Artillerie Jean Flori (1936–2018), Historiker Annie Ernaux (* 1940), Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Jacky Hardy (* 1953), Radrennfahrer
Mit Lillebonne verbunden Geoffrey Oryema (1953–2018), Musiker, lebte ab 1989 in Lillebonne
Siehe auch Hôtel de Lillebonne
Weblinks
Website der Gemeinde Site du Centre Culturel "Juliobona" Lillebonne auf der Website des Insee
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Normandie