Der Spicherer Kopf ist eine hohe Kammerhebung des Großen Daumens in den Allgäuer Alpen. Trotz seiner sehr geringen Schartenhöhe ist er von Norden gesehen die markanteste Gipfelerscheinung in den Pfannenhölzern, dem langen, vom Kleinen Daumen nach Osten streichenden Grat, der an der Mittagspitze endet.

Auf den Spicherer Kopf führen keine markierten Wanderwege. Er wird in der Regel im Zuge einer Überschreitung der Pfannenhölzer von der Mittagspitze zum Kleinen Daumen bestiegen. Weitere Anstiege führen durch die Nordwestflanke von der Wiesloher Hütte bzw. durch die von der Scharte östlich des Gipfels nach Norden ziehenden sog. „Klockars Rinne“ (auf dem Foto zu erkennen). Alle Anstiege erfordern Erfahrung im weglosen, steilen Schrofengelände und beinhalten kurze Kletterstellen im II. Grad der UIAA-Skala. Der Spicherer Kopf wird überwiegend von Einheimischen bestiegen.

Im Winter 1993/94 wurde die geschnitzte Christus-Figur am Gipfelkreuz des Spicherer Kopfes durch Unbekannte entwendet, was damals für ziemliches Aufsehen bzw. Empörung gesorgt hat. 17 Jahre später fand im August 2011 ein Hirte der hiesigen Alpe das beschädigte Kruzifix unter einem Steinhaufen. Der Holzbildhauer Fritz Thannheimer, der es erschuf, will es nach einer Restaurierung wieder auf dem Gipfel installieren. Literatur Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen, Lindenberg, Kunstverlag Josef Fink, 2007, ISBN 978-3-89870-389-5 Zettler/Groth: Alpenvereinsführer Allgäuer Alpen. Bergverlag Rudolf Rother, München 1984. ISBN 3-7633-1111-4

Einzelnachweise Bayerische Vermessungsverwaltung (Hrsg.): Digitales Geländemodell 1m (DGM1), GeoTIFF-Datei 605_5255, heruntergeladen und mittels QGIS ausgewertet am 3. April 2026 Gipfelbuch auf dem Spicherer Kopf "Allgäuer Anzeigeblatt" - Ausgabe vom 20. August 2011

Kategorie:Allgäuer Alpen Kategorie:Geographie (Bad Hindelang) Kategorie:Berg in den Alpen Kategorie:Berg im Landkreis Oberallgäu