La Roda ist eine Kleinstadt und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) und Einzelgehöften bestehende Gemeinde (municipio) mit Einwohnern (Stand: ) in der südostspanischen Provinz Albacete der Autonomen Region Kastilien-La Mancha.

Lage Der Ort La Roda liegt an der Autovía A-31 gut 40 km nordwestlich von Albacete in einer Höhe von ca. 710 m ü. d. M.La Roda – Karte mit Höhenangaben Das Klima im Winter ist kühl, im Sommer dagegen durchaus warm; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 405 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.La Roda – Klimatabellen

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1857 1900 1950 2000 2016Einwohner 6.141 7.066 12.274 13.651 15.748 Der kontinuierliche Bevölkerungsanstieg ist im Wesentlichen auf die anhaltende Zuwanderung von Menschen aus dem agrarisch geprägten Umland zurückzuführen.La Roda – Bevölkerungsentwicklung

Wirtschaft La Roda liegt in der überwiegend flachen Landschaft der La Mancha, die sowohl zur Feld- als auch zur Weidewirtschaft genutzt wird. Früher wurden Weinreben zur Selbstversorgung angepflanzt; Gemüse stammte aus den Hausgärten. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker sowie Dienstleister aller Art angesiedelt. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine Produktion von Mineralfarben. Nach dem Anschluss an die Autovía A-31 entstand ein Gewerbegebiet (polígono industrial).

Geschichte Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden steinzeitliche und iberische Kleinfunde entdeckt. In römischer Zeit lag der Ort an der Straße zwischen Complutum (Alcalá de Henares) und Carthago Nova (Cartagena). Im 8. Jahrhundert wurde die Region von den Mauren überrannt, die erst Ende des 12. Jahrhunderts unter Alfons VIII. von Kastilien (reg. 1158–1214) vertrieben werden konnten (reconquista). Das Gebiet der Tierra de Alarcón,La Roda/Tierra de Alarcón – Geschichte zu dem auch Roda gehörte, war lange Zeit Grenzgebiet zwischen maurischer und christlicher Einflusssphäre. Seine Blütezeit erlebte der Ort im 15. und 16. Jahrhundert.La Roda – Geschichte

Sehenswürdigkeiten Wichtigstes Bauwerk des Ortes ist die im 16. Jahrhundert erbaute Iglesia de El Salvador. Es ist eine dreischiffige Hallenkirche, deren Gewölbe – anders als bei den ansonsten in der Region dominierenden Pfeilerkirchen – auf Säulen ruhen.La Roda – Iglesia de El Salvador Die dreischiffige Ermita de San Sebastián entstand ebenfalls im 16. Jahrhundert. Das Innere ist nicht gewölbt, sondern wird von einem offenen Dachstuhl bedeckt; es birgt heute ein Museum für sakrale Kunst.La Roda – Ermita de San Sebastián Die Posada del Sol gilt als ein typisches Rasthaus im Stil der La Mancha.La Roda – Posada del Sol Auf dem Platz der Stadt steht ein Steinpfeiler, der von einigen als antiker Meilenstein (miliarium) angesehen wird.La Roda – Steinpfeiler Mehrere Renaissancefassaden finden sich an den ehemaligen Stadtpalästen wohlhabender Bürgerfamilien. Umgebung Außerhalb der Stadt sind noch kurze Teilstücke der ehemaligen Römerstraße zwischen Complutum und Carthago Nova zu sehen.La Roda – Römerstraße

Söhne und Töchter der Stadt Guillermo García López (* 1983), Tennisspieler David Castro Fajardo (* 1993), Triathlet und Duathlet

Weblinks

La Roda – div. Infos (spanisch) La Roda, Sehenswürdigkeiten – Fotos + Infos (spanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Kastilien-La Mancha