Carl Heinz Wolff (* 11. Februar 1884 in Werdau; † 9. Dezember 1942 in Berlin) war ein deutscher Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben und Wirken Er arbeitete zunächst als Schauspieler und begann während des Ersten Weltkriegs in Berlin als Filmregisseur. Wolff erwarb im September 1917 mit dem Kaufmann Carl Ledermann die Phöbus-Film GmbH und wandelte sie in die Kowo-Gesellschaft für Filmfabrikation mbH um, die er bis 1925 als Geschäftsführer leitete.HRB Nr. 14041, Einträge im Berliner Handelsregister am 5. November 1917 und 20. Februar 1925 Er inszenierte einige Filme um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, später erweiterte er seine Palette.

Carl Heinz Wolff war im November 1921 Mitgründer und zugleich Vorstand der Kowo-Schicht Fabrik zur Präparierung fertiger Filmkopien AG, eine Fortführung seiner nicht im Handelsregister eingetragenen Firma gleichen Namens.Handelsregister Berlin HRB Nr. 22647

Er führte Regie bei verschiedenartigsten Stoffen vom Filmdrama bis zur Filmkomödie, bei denen er gelegentlich auch am Drehbuch mitschrieb oder sich an der Produktion beteiligte. Ein wirklich durchschlagender Erfolg gelang nicht, auch nicht durch Pipin, der Kurze mit Heinz Rühmann als Hauptdarsteller. So arbeitete Wolff weiterhin als Bühnenschauspieler und zuletzt als Gastspieldirektor.

Im März 1930 gründete er die Carl Heinz Wolff Produktion GmbH (1930–1935)Handelsregister Berlin HRB Nr. 43919, im August 1931 gemeinsam mit Siegmund Jacob die Spezial Tonfilm-Verleih GmbHHandelsregister Berlin HRB Nr. 46243 und im Januar 1934 die Alpha-Film Produktion GmbHHandelsregister Berlin HRB Nr. 48772. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre geriet Wolff in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Er wurde fast nur noch für Kurzfilme herangezogen und war längere Zeit beschäftigungslos. Erst 1942, kurz vor seinem Tod, konnte er noch einmal bei dem Werbefilm Nur nicht drängeln mit Karl Valentin Regie führen. Wolff starb im Alter von 58 Jahren.

Carl Heinz Wolff war mit der Schauspielerin Magda Elgen verheiratet.

Filmografie 1915: Der schwarze Husar (nur Darsteller) 1916: Kellner, zahlen 1916: Aus Liebe gefehlt 1917: Der Erdstrommotor 1917: Die Kassette 1917: Durchlaucht amüsiert sich 1918: Der Schlangenring 1918: Was er im Spiegel sah 1918: X Y Z 1918: Brockhaus, Band dreizehn 1919: Die Wette 1919: Der Erdstrommotor 1919: Die Mexikanerin 1920: Der Gefangene 1921: Zwischen Flammen und Fluten (auch Co-Drehbuch) 1927: Der Herr der Nacht 1929: Jugendsünden 1929: Der Sittenrichter (§ 218) 1929: Es war einmal ein treuer Husar 1929: Freiheit in Fesseln 1930: Lumpenball 1930: Flachsmann als Erzieher 1931: Kyritz – Pyritz 1931: So'n WindhundUraufführung am 1. Oktober 1931 im Primus-Palast Berlin, Potsdamer Straße, laut Der Kinematograph Nr.200/201 1931: Täter gesucht 1931: Die Liebesfiliale 1932: Frau Lehmanns Töchter 1932: Husarenliebe 1933: Heideschulmeister Uwe Karsten 1934: Pipin der Kurze 1934: Grüß' mir die Lore noch einmal 1934: In Sachen Timpe 1935: Verlieb Dich nicht am Bodensee 1936: Karo König (Kurzfilm) 1937: Heinz hustet (Kurzfilm) 1937: Gänseknöchlein (Kurzfilm) 1937: Der Fußball (Kurzfilm) 1938: Der 50-Markschein (Kurzfilm) 1939: Schneewittchen und die sieben Zwerge 1940: Tip auf Amalia 1942: Nur nicht drängeln (Kurzfilm)

Einzelnachweise

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 447 f.

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