mini|Tim Uhlenbrock bei der „White Night Haltern“ 2008 Tim Morten Uhlenbrock (* 20. September 1985 in Königs Wusterhausen) ist ein deutscher Musiker, Singer-Songwriter, Musikproduzent, Filmkomponist und Schauspieler. Seit den 2010er-Jahren ist er vor allem als Songwriter und Produzent im deutschsprachigen und internationalen Popbereich sowie als Komponist für Film- und Fernsehproduktionen tätig.
Uhlenbrock lebt in Zeuthen (Brandenburg) und betreibt dort das Tonstudio Nightowl Studio, in dem ein Großteil seiner Produktionen entsteht.
Familie und Ausbildung Uhlenbrock ist der Sohn des Sängers und Komponisten Siegfried Uhlenbrock und wurde bereits in seiner Kindheit musikalisch gefördert. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er in Kinder-Musicals und Theaterproduktionen. Er erhielt früh Klavier- und Gitarrenunterricht und besuchte die musikbetonte Paul-Dessau-Schule.
Als Multiinstrumentalist spielte er in seinen frühen Jahren in verschiedenen Bandformationen, vorwiegend als Sänger und Gitarrist. Parallel dazu absolvierte er Schauspielunterricht bei Kristiane Kupfer, wodurch er seine Theater- und Filmkarriere vorbereitete. Über die Theaterarbeit entwickelte er neben der Musik früh ein Interesse an der Schauspielerei.
Schauspiel In jungen Jahren war Uhlenbrock als Schauspieler in Kino- und Fernsehproduktionen aktiv. Er wirkte unter anderem in der Produktion Bridge of Spies – Der Unterhändler von Steven Spielberg sowie in deutschen Fernsehformaten wie Tatort und Polizeiruf 110 mit.
Filmografie (Auswahl) 2005: Alphateam – Die Lebensretter im OP 2005: Der letzte Zeuge 2005: In aller Freundschaft 2005: Combat Sixteen 2005: Franziska Spiegel – Eine Erinnerung 2006: Alles über Anna 2006: Leipzig Homicide 2007: Ein Engel für Alle 2007: LadyLand 2007: Post Mortem 2007: Coast Guard 2008: Hallo Robbie! 2008: Polizeiruf 110 – Der Tod und das Mädchen 2008: Stille Post 2008: Aus dem Tritt 2008: Reise nach Amerika 2009: Zeiten ändern dich 2010: Ich trag dich bis ans Ende der Welt 2010: Wer rettet Dina Foxx? 2011: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei – Die Verschwörung 2011: Countdown: Die Jagd beginnt 2011–2018: SOKO Köln 2012: Frühlingsgefühle 2012: SOKO Donau 2013: Der Kriminalist 2013: Tatort – Kalter Engel 2014: Frauchen und die Deiwelsmilch 2014: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte 2015: Bridge of Spies – der Unterhändler 2015: Dr. Klein 2015: Unsichtbare Jahre 2017: Nord Nord Mord – Clüver und der leise Tod 2018: Das Traumschiff – Sambia 2019: Einstein 2019: Morden im Norden 2022: Letzte Spur Berlin
Musikalische Karriere Seit etwa 2010 arbeitet Uhlenbrock als Songwriter, Musikproduzent und Studiomusiker für zahlreiche nationale und internationale Künstler und Künstlerinnen.
Für Alice Merton war er 2022 als Co-Autor und Produzent an mehreren Titeln beteiligt, darunter Island, Blurry, Loveback und Same Team. Mit Elif war Uhlenbrock am zweiten Studioalbum Doppelleben (2017) beteiligt und zeichnete für Produktion und Arrangement verantwortlich. Für Mogli produzierte und schrieb Uhlenbrock Titel wie Another Life sowie Patience. 2023 entstand mit Aftermath der Titelsong zur Paramount+-Serie Chemistry of Death. Gemeinsam mit Hannes Butzer war er zudem 2022 Co-Autor sowie Produzent des Albums Ravage und komponierte den Score zum gleichnamigen Film. Für Tjark produzierte er den Titel Lauf, den er gemeinsam mit Tjark schrieb. Das Stück wurde als Titelsong zum Kinofilm Die drei ??? – Toteninsel verwendet. Zudem ist er maßgeblich als Produzent und Co-Autor am Debütalbum Auch wenn’s uns morgen nicht mehr gibt beteiligt. Für Lotte produzierte er 2021 den Song Mauern, der im Zusammenhang mit dem Roman Playlist von Sebastian Fitzek entstand, und war gemeinsam mit ihr, Jo Walter und Chris James am Song Dopamin (2022) als Co-Autor beteiligt.
Darüber hinaus produzierte er die EP Crash Landing von Chris James (2016), war als Co-Produzent sowie Co-Autor an Into the Night von Madeline Juno (2015) beteiligt und schrieb gemeinsam mit Michael Schulte den Titel Flicker (2017). Weitere Songwriting- und Produktionsarbeiten entstanden unter anderem für Whyte Fang (Deep End), Max Giesinger (Aufhören wenn’s am schönsten ist), Makeda, Nathalia Avalon, Lilly Among Clouds, Josephin Busch, Michael Leonardi und vielen mehr. 2014 arbeitete er zudem mit Guy Chambers im Rahmen des Projekts Song for a Boy zusammen.
Neben seiner Tätigkeit als Songwriter und Produzent ist Uhlenbrock auch als Toningenieur und Mixing Engineer tätig, unter anderem für Heinz Rudolf Kunze, BAP, Selig, Max Prosa sowie Tjark.
Filmmusiken Parallel zur Popmusik arbeitet Uhlenbrock als Filmkomponist. Er schrieb Musik für verschiedene Kino- und Fernsehproduktionen, darunter Hindenburg, Miss Merkel, Frau Küppers, Die Kanzlei und der Tod, die Märchenverfilmung Zwergnase sowie den Titelsong für den Märchenfilm Die Hexenprinzessin. Zudem komponierte er den Score zum Film der Künstlerin Mogli, Ravage.
Weblinks
Tim Uhlenbrock Band „mit.tim“ auf myspace.com Tim Uhlenbrock auf der Website seiner Agentur
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