mini|250px| , erbaut von 1966 bis 1973 mini|250px|Östlicher , von bis mini|250px|Angeln im

ist eine Kleinstadt im der Region Waikato auf der Nordinsel von Neuseeland.

Geographie Die Stadt befindet sich rund 22 km nordöstlich des Vulkans und rund 40 km südwestlich von der Stadt am Westufer des , der rund 6 km nordnordwestlich des Stadtzentrums in den mündet. Durch die Stadt führt der , der aus der Hochebene des und dem kommend den östlichen Teil der Stadt durchläuft, um das Ostufer des passierend die Stadt zu erreichen. Innerhalb der Stadt zweigt der nach Nordwesten ab.

Geschichte Das Gebiet um war ursprünglich von den besiedelt, die Nachfahren der Seefahrenden des waren, die von dem mythischen aus nach Neuseeland kamen. Sie hatten in dem Gebiet zahlreiche Siedlungen.

In den 1830er Jahren erreichten die ersten Europäer die Gegend um . Doch die Stadt entstand erst während des Baus der Staudämme und Wasserkraftwerke am , als Unterbringung für die Arbeiter und ihrer Familien. Die Stadt sollte danach als kleines Dienstleistungszentrum für das Forstwirtschaftsgebiet südlich des und für den Tourismus genutzt werden.

In den 1920ern wurden in der Gegend wegen der isolierten Lage zwei Gefängnisfarmen in and eröffnet.

Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 2952 Einwohner, 8,9 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006. Beim Zensus 1996 waren es noch 3744 Einwohner und 2001 noch 3441 Einwohner. Damit verzeichnet die Stadt über die letzten 17 Jahre einen kontinuierlichen Rückgang der Einwohnerzahlen. Turangi ist nach Taupo die zweitbevölkerungsreichste Stadt des -Distrikts. In den 1970er Jahren erreichten die Bevölkerungszahl mit um die 9000 Einwohner ihren Höhepunkt. Seit Abschluss der Arbeiten an einem Staudammprojekt in den 1980er Jahren sank die Bevölkerungszahl aber kontinuierlich und wurde wegen der für den Tourismus günstigen Lage ein wenig ausgeglichen.

Das wichtigste (eine Untergruppe eines der ) des Gebietes ist der Stamm der .

Wirtschaft Tourismus und Forstwirtschaft sind die Haupterwerbszweige der Stadt, hinzu kommen das mit zwei Gefängnissen, der Energieversorger und das als Hauptarbeitgeber und die Landwirtschaft des Umlandes.

Das Wasserkraftprojekt am Tongariro In den 1950er Jahren stieg der Energiebedarf wegen der schnellen Industrialisierung Neuseelands rasch an. Deshalb entwickelte man ein Projekt zur Gewinnung von Wasserkraft am , das . Die Bauarbeiten begannen Ende 1964. Die Regierung investierte bis Mai 1966 16 Mio. NZ$. Bis dahin erreichte die Bevölkerungszahl in 2500, im Jahre 1968 mit 6500 Einwohnern ihr Maximum. Eine Modellstadt mit geschwungenen Straßen, Sackgassen, gleichförmigen Häusern, Parkplätzen und einem zu Fuß erreichbaren Einkaufszentrum entstand. Der Verkehr der Hauptverkehrsachse wurde von der Stadt selbst getrennt.

Eine PR-Broschüre des von 1969 beschrieb als eine gefällige und attraktive Stadt mit 5000 Einwohnern, die ein ausgewogenes Gemeinschaftsleben biete. Die Broschüre listete die Einrichtungen, Läden und Dienstleistungen der Stadt auf. Nachdem das Projekt Ende der 1970er Jahre abgeschlossen war, begannen das und andere Regierungsstellen Grundstücke im Stadtgebiet zu verkaufen.

1989 wandten sich die vor dem (Wai 84) gegen diese Verkäufe. Die Anhörungen fanden in einem Eilverfahren zwischen April und Oktober 1994 statt. Im September 1995 veröffentlichte das Tribunal seinen Bericht. Darin werden zahlreiche Verstöße der Krone gegen die Prinzipien des Vertrages von Waitangi festgestellt. Unter anderem wurde festgestellt, dass die Krone -Land in enteignete und bebaute, obwohl Kronland in ausreichend verfügbar war die Krone die bei den Entscheidungen zum Bau der Stadt nicht hinreichend beteiligt habe die Krone für die Stadt mehr Land in Anspruch genommen wurde, als zuvor versprochen. die Krone Land für wirtschaftliche Zwecke für 10–12 Jahre befristet gepachtet, anschließend aber dauerhaft einbehalten hat heilige Stätten der () beim Bau zerstört und beschädigt wurden für das Land keine ausreichender Ausgleich bezahlt wurde der Naturschutz nicht ausreichend beachtet wurde die Krone den nicht den als Ureinwohner des Landes gebührenden Respekt zollte die Gesetze, auf die sich die Krone bei der Landnahme berief ( von 1928, von 1964) mit den grundlegenden Garantien des Artikel II des unvereinbar sind. Dieser Artikel regelt, dass die ihr Land generell behalten dürfen, bis sie selbst beschließen, es zu verkaufen.

Das Tribunal stellte fest, dass die als Ergebnis des Vertragsbruches der Krone einen großen Teil ihres angestammten Landes verloren haben und ihre soziale und wirtschaftliche Existenzgrundlage stark beeinträchtigt worden sei.

Im Juli 1998 verhandelten die Krone und , um die Angelegenheit beizulegen und die dauerhaften Spannungen zu beenden. Am 26. September 1998 erreichte man eine Übereinkunft.

1999 wurde zu diesem Zweck der verabschiedet. Dieses Gesetz ist einerseits eine Entschuldigung für das an den verübte Unrecht, andererseits regelt es Ausgleichsmaßnahmen.

Tourismus Touristische Aktivitäten der Gegend umfassen Jagd, Fischen, Mountainbiking, Wandern, Rafting und Kajakfahren.

Das Angeln von Forellen wird in besonders herausgestellt, nennt sich die Stadt doch „“ („Die Welthauptstadt der Forellenfischerei“).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Waikato