Rolf Brack (* 6. Dezember 1953 in Kirn; † 20. März 2023) war ein deutscher Handballspieler und -trainer.
Karriere Als Spieler war Brack für die Vereine TuS Kirn und TuS Saulheim sowie in der Saison 1979/80 in der Handball-Bundesliga für die SG Dietzenbach aktiv. Mit 29 Jahren übernahm er das Traineramt beim Oberligisten TSV Zuffenhausen. Nach einem missglückten Saisonstart stand er kurz vor der Entlassung, jedoch sprach sich die Mannschaft für ihn aus. Am Saisonende schaffte das Team den Klassenerhalt. Später trainierte er den TSV Scharnhausen und die SG Stuttgart/Scharnhausen, bei der er zwischenzeitlich auch als Sportlicher Leiter agierte, sowie die SG Göppingen-Scharnhausen, den VfL Pfullingen und ab 2004 den HBW Balingen-Weilstetten, welche er bis auf die Scharnhausen/Göppinger Spielgemeinschaft alle in die Bundesliga führte. Durch seine Spielweise hob sich Balingen-Weilstetten während seiner Amtszeit von anderen Mannschaften ab. So ließ er im Gegensatz zu anderen Bundesligisten mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr verteidigen. Weiterhin operierte Brack mit dem siebten Feldspieler oder wechselte in Unterzahlsituationen im Ballbesitz den Torwart aus, um im Angriff eine Gleichzahlsituation zu erzeugen.spox.com: Sie würden mich am liebsten erschießen vom 16. März 2010, abgerufen am 21. März 2023
Im Dezember 2013 trennte sich die HBW als Reaktion auf die anhaltende sportliche Erfolglosigkeit von Brack, sein Nachfolger wurde Markus Gaugisch.handball-world.com: Paukenschlag zum Jahresende: Balingen trennt sich von Dr. Rolf Brack vom 27. Dezember 2013, abgerufen am 27. Dezember 2013 Im Sommer 2014 sollte Brack das Traineramt der Schweizer Nationalmannschaft übernehmen,handball-world.com: Rolf Brack wird neuer Schweizer Nationaltrainer trat diesen Posten jedoch bereits Ende Dezember 2013 an.www.handball-world.com Yellow Cup: Starke Schweizer gewinnen bei Brack-Premiere vom 28. Dezember 2013, abgerufen am 18. Februar 2014 Im Sommer 2016 endete sein Vertrag beim Schweizer Handballverband.www.spox.com Schweiz trennt sich von Brack vom 22. Januar 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016 Ab dem August 2016 war er bei der DJK Rimpar als Berater tätig.www.wolfsrevier.de Dr. Rolf Brack wird Berater im Sportmanagement der DJK Rimpar Wölfe, abgerufen am 4. Oktober 2016 Ab dem September 2017 bis zum Saisonende 2017/18 trainierte er den Bundesligisten Frisch Auf Göppingen.www.handball-world.news Brack-Verpflichtung bestätigt: Frisch Auf! Göppingen "mit dem richtigen Mann an der richtigen Stelle", abgerufen am 27. September 2017www.handball-world.news Frisch Auf Göppingen und Trainer Rolf Brack gehen ab sofort getrennte Wege, abgerufen am 7. Juni 2018 Im Februar 2020 trainierte er den Bundesligisten HC Erlangen.www.handball-world.news "Gestörtes Verhältnis" – HC Erlangen bestätigt sofortigen Trainerwechsell, abgerufen am 4. Februar 2020www.handball-world.news Nächste Trainer-Beurlaubung in Handball-Bundesliga: Dr. Rolf Brack beim HC Erlangen freigestellt, abgerufen am 28. Februar 2020 Im Mai 2021 übernahm Brack das Traineramt vom Zweitligisten DJK Rimpar, den er bis zum Saisonende 2020/21 trainierte.www.handball-world.news Nach Niederlage in Bietigheim: Wölfe Rimpar stellen Ceven Klatt frei, Rolf Brack übernimmt, abgerufen am 22. Mai 2021mainpost.de: Rimparer wollen ans Limit der Leidenschaft, abgerufen am 18. September 2021
Brack war promovierter und habilitierter Sportwissenschaftler. Er arbeitete als Trainer und außerdem als akademischer Oberrat an der Universität Stuttgart. Zusätzlich war er Mitglied in der Bundeslehrkommission des Deutschen Handballbundes. Viele Bundesligatrainer, unter anderem Alfreð Gíslason, legten bei ihm die A-Lizenz-Prüfung ab. Auch der Fußballtrainer Ralf Rangnick nannte Brack als Mentor.
Privates Brack war verheiratet und hatte zwei Söhne, darunter Daniel Brack. Er lebte ab 1990 in Ostfildern-Scharnhausen. Rolf Brack starb in der Nacht vom 20. auf den 21. März 2023 nach einer urologischen Operation.
Ehrungen Am 6. Dezember 2023 wurde der östliche Teil der Körschtalstraße in Ostfildern-Scharnhausen in „Rolf-Brack-Straße“ umbenannt.
Weblinks
Trainerstatistik von Rolf Brack in der Datenbank des Schweizerischen Handball-Verbandes Rolf Brack auf der Website der Universität Stuttgart
Einzelnachweise
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